Am 27. Januar gedachte Bürgermeisterin Elke Stadeler der Opfer des Nationalsozialismus am Gedenkstein Ehrenhain hinter dem Seniorenzentrum Dietrich Bonhoeffer in einer stillen und würdevollen Form. Bewusst verzichtete sie in diesem Jahr auf eine öffentliche Veranstaltung und größeren äußeren Rahmen. Im Mittelpunkt sollte das Gedenken an die Menschen stehen, nicht politische Zuschreibungen.
Nach der Niederlegung eines Kranzes folgte eine Schweigeminute zum Gedenken an die Millionen Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihr Leben verloren. Der 27. Januar wird in Deutschland seit 30 Jahren als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Er erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Soldaten im Jahr 1945. Im Jahr 2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zudem zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Er steht für das Erinnern an Jüdinnen und Juden, aber auch Sinti und Roma, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen, Kriegsgefangene sowie all jene, deren Leben die nationalsozialistische Ideologie als „lebensunwert“ erklärte.


