Tag der Logopädie

Weiter nach dem Schlaganfall

Experten-Rat: Mit einem individuellen Therapieplan gelingt die Rückkehr in den Alltag.

Damit der Übergang von der Reha in den Alltag klappt, sollten sich Betroffene und ihre Angehörigen die Frage stellen: Wo braucht es nun Unterstützung? Foto: Mascha Brichta/dpa

02.03.2025

Ein Schlaganfall ist ein Einschnitt. Rückt die Entlassung aus dem Krankenhaus oder der Reha-Klinik näher, ist klar: Draußen wartet nicht das Leben, das man vorher kannte. Vieles ist nun anders.

Unterstützung für den Alltag

Betroffene und ihre Angehörigen müssen sich die Frage stellen: Wo braucht es im Alltag jetzt Unterstützung? Gut möglich, dass sich die betroffene Person nicht direkt selbst wieder an den Herd stellen kann. Dann ist ein Angebot wie Essen auf Rädern eine Entlastung. Müssen Umbauten in der Wohnung vorgenommen werden? Lebt er oder sie allein, ist auch ein Hausnotruf eine Überlegung wert. Nach einem Schlaganfall brauchen viele Betroffene Hilfsmittel wie eine Orthese oder einen Rollstuhl. Sie müssen von Ärztinnen und Ärzten verordnet werden. Kliniken arbeiten in der Regel mit Sanitätshäusern zusammen, die mit der Hilfsmittel-Versorgung von Schlaganfall-Betroffenen vertraut sind, so die Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Arzt- und Therapietermine ausmachen

Ebenfalls wichtig: Arzttermine für die Zeit nach der Entlassung ausmachen, am besten einen Termin in der Hausarztpraxis und einen beim Neurologen oder der Neurologin. Wer Schwierigkeiten hat, die vielen Medikamente einzunehmen, hat einen Anspruch darauf, dass ein Pflegedienst bei der Einnahme unterstützt, so Anke Siebdrat, Pflegelotsin. Eine Verordnung für Behandlungspflege kann direkt beim Arzt erbeten werden. Stehen (weiterhin) Physio- oder Ergotherapie oder Logopädie an, sollten auch diese Termine am besten schon vor der Entlassung vereinbart werden. Wer nicht mobil ist, etwa aufgrund einer halbseitigen Lähmung, kann diese Therapietermine als Hausbesuche in Anspruch nehmen.

Ein überstandener Schlaganfall heißt meistens auch: Nun muss sich etwas am Lebensstil ändern, um einen weiteren zu verhindern.                                    dpa-mag