
Beim ersten Presseempfang des Barnim Panorama am 20. März stellte sich auch der neue Förderverein „Freundeskreis Barnim Panorama e.V.“ vor. „Wir wollen das breite Spektrum unserer Expertise einbringen“, versprach der Vorsitzende Uwe Budde. Gleichzeitig wolle man die engagierten Museumsmitarbeiter entlasten, die „für alle möglichen Sonderaktionen teilweise auch am Wochenende und abends im Einsatz sind“. Aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden sollen außerdem weitere kleine Projekte finanziert werden, wie etwa Diskussionsrunden mit externen Experten. „Wir denken, dass wir ab nächstem Monat offen sind für die Mitgliederwerbung.“
Museumsleiterin Julika Ziegenhagen und der Kulturamtsleiter der Gemeinde Wandlitz, Jörg von Bilavsky, präsentierten außerdem Rück-, Ein- und Ausblicke für das Museum, das in seiner Doppelfunktion, zusätzlich als Besucherzentrum des Naturparks Barnim, bundesweit einmalig ist. Stolz verwies von Bilavsky auf den Besucherrekord von mehr als 31 000 Gästen für 2025, mit dem wieder Zahlen wie vor dem „Corona-Knick“ erreicht seien. An den Erfolg der Pilz-Ausstellung im vergangenen Jahr wollen die Verantwortlichen möglichst anknüpfen.
Die aktuelle Sonderausstellung mit Werken von Manfred Zémsch zeige außerdem: „der Raum eignet sich hervorragend für Kunstausstellungen“, so Ziegenhagen. Die nächste Sonderausstellung soll sich aber zunächst mit den Ursachen von Stadt- und Landflucht beschäftigen - mit durchaus partizipativen Elementen.
Auch die Dauerausstellung wird modernisiert. „Das heißt nicht, dass wir alles vollkommen auf den Kopf stellen“, beruhigt Museumsleiterin Ziegenhagen. „Aber wir wollen es anpassen, die Medien-Terminals zeitgemäß überarbeiten.“ Weiterdenken will sie die Ausstellungsinhalte auch in Kooperation mit dem Biobauernhof „Gut und Bösel“, dessen Betreiber Benedikt Bösel der Überzeugung ist, dass Landnutzung der Schlüssel ist, um viele der drängendsten Probleme unserer Zeit zu lösen - vom Klimawandel und dem Verlust der Artenvielfalt bis hin zu Hunger und Chancengleichheit.“
Fortgeführt wird das in einem aufgewerteten Außenbereich mit einem Agroforst im Kleinformat.
Eine weitere Kooperationsvereinbarung wurde mit „Die Nährstoffgeschichte“ abgeschlossen. Die Geschichte rund um die „Nährstoffis“ begann als Buch, inzwischen gibt es sie auch im Theater und als Hörspiel.
„Wir sind das erste Museum, in dem man sie als Führung erleben kann“, sagt Julika Ziegenhagen.
Bereits in der Erprobungsphase ist auch eine Führung mit besonders vielen emotionalen und interaktiven Elementen für Demenzkranke. „Da kamen plötzlich Koch- und Backrezepte wieder, Erinnerungen: mit welchem Traktor bin ich mal gefahren“, berichtet Julika Ziegenhagen von der ersten Probeführung.
Basis für all diese Entwicklungen bildet ein Leitbild, das bis Ende des Jahres entwickelt werden soll. „Die Schwerpunkte werden Nachhaltigkeit sein, Klima und Ernährung“, so Julika Ziegenhagen. eis


