Zukunftsmesse in Erkner

Zukunftsmesse Studium & Beruf in Erkner: "Komm vorbei und finde deine Zukunft"

Orientierung auf Studium und Beruf im Carl-Bechstein-Gymnasium. Freier Eintritt.

Zukunftsmesse am Sonnabend, 5. April, von 10 bis 14 Uhr im Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner: Leon Rechenberg (v. I.), Fritzi Reske, Anke Elster, Ruth Allmann und Mario Sejnowsky Fotos (2): Reinhard Witteck

02.04.2025

Die Zukunftsmesse Studium & Beruf am Carl-Bechstein-Gymnasium in Erkner öffnet am 5. April von 10 bis 14 Uhr in der Neu Zittauer Straße 1 in Erkner.
Mit über 70 Ausstellern, darunter führende Unternehmen, Universitäten und Institutionen wie die Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder), die Handwerkskammer Brandenburg Region Ostbrandenburg, die Charité Universitätsmedizin Berlin, die Polizei Brandenburg oder die Immanuel Klinik Rüdersdorf, wird den Besuchern eine breite Palette an Informationen und Kontakten geboten. Der Eintritt ist frei. Die Organisation der Messe liegt in den Händen des Seminarkurses Studien- und Berufsseminar der 12. Jahrgangsstufe mit Lehrerin Anke Elster, unterstützt vom Schulförderverein. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen dabei eine Vielzahl an Aufgaben, angefangen vom Besuchermarketing und der Plakatierung über das Flächenaufmaẞ für die Stände und das Catering bis hin zum Standbau und der Ausstellerbetreuung.

Unternehmen aus der Region

 Wie alles anfing, erklärt Schulleiter Mario Sejnowsky: „Lehrerin Anke Elster ist 2023 zu uns an das Carl-Bechstein-Gymnasium gekommen. Sie brachte viel Erfahrungen aus anderen Schulen mit, besonders für ihren Seminarkurs Studien- und Berufsvorbereitung. Als im vergangenen Jahr die Idee der ersten Jobmesse an unserem Gymnasium aufkam, da hat sie sofort im positiven Wortsinn einen großen Wirbel gemacht. Mit Elan und vielen Ideen ging sie mit ihrer damaligen 11. Klasse an die Messevorbereitung.

 Da hatte ich ja gar keine andere Chance und habe erfreut zugesagt. Sie hat uns alle angesteckt. Da hatte Anke Elster im vergangenen Jahr sicherlich für dieses Projekt eine 70-Stunden-Woche. Dem kam entgegen, das Brandenburg in seinen weiterführenden Schulen die Orientierung auf Studium und Beruf mehr in den Mittelpunkt stellt.“ Mit Carsten Christ, dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg und Henryk Pilz, dem Bürgermeister der Stadt Erkner wird er die Zukunftsmesse eröffnen. 

Lehrerin Anke Elster erinnert sich gern an diese erste Messe im Vorjahr: „Der Gedanke, dass meine Schüler ihre Berufswahlmesse mit mir gemeinsam als Unterricht in vielen Projektgruppen vorbereiten, und nicht ein kommerzieller Messeanbieter, gab mir immer wieder Auftrieb. Aus langjähriger Arbeit ist mir klar, für eine gut organisierte Messe benötigt man eineinhalb Jahre Vorlauf. Wir hatten aber im vergangenen Schuljahr nur ein halbes Jahr zur Verfügung. Ja, es war stressig. Aber wir haben viel gelernt, genauso wie im richtigen Berufsleben. Der große Einzugsbereich der Stadt Erkner als Mittelzentrum hat uns da natürlich auch geholfen.“ Der Messekatalog des Carl-Bechstein-Gymnasiums, der im Vorjahr viel Anerkennung fand, wird neu aufgelegt. Er dient als wichtige Informationsquelle und stellt jeden Aussteller auf einer Seite vor. 

Unternehmen aus der Region

Schüler Leon Rechenberg ist mit zwei weiteren Schülern in einer der vielen Projektgruppen. Er schildert: „Einen Plan haben wir angefertigt, wo wir überall die Plakate mit der Einladung zur Zukunftsmesse in Erkner aufhängen wollten. Wir haben überlegt, wo die Aussteller und die Messebesucher mit ihren Fahrzeugen entlangfahren und wo sie ihre Fahrzeuge parken können. Dafür wurden bereits Schilder mit Pfeilen gefertigt und vor dem Messetag noch angebracht.“ 

Schülerin Fritzi Reske, die der Gruppe der Messehostessen angehört, berichtet: „Am Messetag werden wir schon kurz vor sieben Uhr hier im Gymnasium auf der Matte stehen. Wir werden die Aussteller zu ihren Ständen begleiten, ihnen bei Bedarf noch einen Tisch heranholen und ihnen Kaffee und Catering reichen, besonders jenen, die allein am Stand sind und dort nicht wegkönnen. Das Verpflegungsangebot umfasst belegte Brötchen, Softdrinks und Gegrilltes. „Für das Catering schrieben die Schüler Einkaufslisten, rechneten aus, wie viele Kaffeebecher benötigt werden, was an Belag benötigt wird, gaben die Bestellungen bereits ab und werden die Waren rechtzeitig abholen. 

Einige unserer Schüler verfügen ja schon über eigene Fahrzeuge. Es wurden Preisschilder beschriftet und überlegt, wo überall Papierkörbe zu platzieren sind. Darüber hinaus werden weitere Jahrgänge der 11. und 12. Klassen die Zukunftsmesse mit einem Kuchenbasar bereichern und sich so ihre Klassenkasse aufbessern. Eine weitere Gruppe wird die Besucher zählen“, ergänzt Anke Elster. In das Besuchermarketing griff helfend auch Schulleiter Mario Sejnowsky ein. „Es wurden rund 60 Schulen der Region Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Dahme-Spree sowie aus Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf angeschrieben.“

Schülerin Ruth Allmann informierte über ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Mit Schüler Hugo Opoczynski und Lehrerin Anke Elster war sie am 18. März bei BB-Radio in Potsdam.„Es gab eine kleine Führung durch den Sender und seine Studios. Moderatorin Ida erzählte uns, wie sie zum Rundfunk fand. Für die Produktion des Werbespots zur Zukunftsmesse waren vier Stunden geplant. Einen Musiktitel haben wir verworfen, da er uns zu kindlich klang. Sehr professionell vom Radio vorbereitet, dauerte alles keine zwanzig Minuten. Ausgestrahlt wird er hier in unserer Region und in den Berliner Randgebieten“. Ab 31. März ist dann täglich zu hören: „Komm vorbei und finde deine Zukunft.“

Unternehmen aus der Region

Was die beiden Zukunftsmessen als Schulprojekt den Beteiligten Schülerinnen und Schülern gebracht hat, bringt Lehrerin Anke Elster auf den Punkt: "Es wurde gelernt für die Zukunft in einem Projekt, für das es auch noch Noten geben wird.“ Sie verrät aber schon einmal: „Es wird mir bei der Begeisterung der Schülerinnen und Schüler wohl sehr schwerfallen, da schlechte Noten zu geben. Für die Messebesucher, die nach einem Beruf oder einen Studienplatz suchen, haben Schulleiter Mario Sejnowsky und Lehrerin Anke Elster einen guten Rat: „Zum Zukunftstag herkommen und die vielen Gesprächsangebote nutzen.“ Aussteller aus dem Vorjahr lobten, es gab so viele interessante Begegnungen. Man kann auch eine zweite oder dritte Runde drehen. 

Unternehmen aus der Region

Was Schulleiter und Lehrerin an der Zukunftsmesse besonders begeistert sind Aussteller, die am Carl-Bechstein-Gymnasium vor Jahren ihr Abitur erworben haben und sich nach erfolgreichem Studium oder Beruf an einem Messestand mit ihrer eigenen Firma präsentieren. Ein schöneres Dankeschön kann es für Lehrer gar nicht geben.



Reinhard Witteck