Welttag des Hörens 3. März 2025

Mit den Ohren alles OK?

Hörvermögen: Ab dem 50. Lebensjahr nimmt es ab. Defizite bleiben jedoch oft unerkannt.

Mit zunehmenden Alter lässt die Hörqualität nach. Regelmäßige Untersuchungen schaffen Klarheit. Foto: Kzenon/adobe stock

04.03.2025

Viele Menschen ab 50 sind gesundheitsbewusst und nehmen Vorsorgeuntersuchungen wahr. Das zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage unter 5000 über 50-jährigen Bundesbürgern. Viele vergessen bei der Vorsorge allerdings ihren Hörsinn. Nur 15,4 Prozent der Befragten lassen regelmäßig ihr Gehör testen.

Zum Vergleich: Mehr als 70 Prozent gehen jährlich für Kontrolluntersuchungen zum Zahnarzt. Fast ebenso viele machen einen Gesundheitscheck beim Hausarzt (65,6 Prozent). Immerhin die Hälfte der Befragten lässt ihr Sehvermögen regelmäßig überprüfen (50 Prozent).

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass noch mehr Menschen über die Bedeutung des Hörsinns und seiner Erhaltung aufzuklären sind. Informationen über die möglichen Folgen einer nicht erkannten und versorgten. Schwerhörigkeit könnten dazu motivieren, den Hörsinn in die Routine der individuellen Gesundheitsvorsorge einzubinden.

Einen wichtigen Beitrag können die Krankenkassen leisten. Die bundesweite Initiative Hörgesundheit fordert daher, ein fachärztliches Hörscreening ab 50 Jahren als Vorsorgeleistung in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen.

Ab dem 50. Lebensjahr setzt in der Regel die Schwerhörigkeit im Alter (Presbyakusis) ein oftmals schleichend, unbemerkt, manchmal jahrelang unbemerkt. Für eine rechtzeitige Diagnose und Therapie sind deshalb regelmäßig Hörtests spätestens ab 50 sehr wichtig. „Noch immer scheinen viele Menschen die möglichen Folgen einer unversorgten Schwerhörigkeit zu unterschätzen“, sagt Dr. Stefan Zimmer, Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbandes der Hörsysteme-Industrie (BVHI).

Unternehmen aus der Region

„Nur so ist zu erklären, warum die Vorsorgebereitschaft nicht höher ist - trotz unkomplizierter Hörtests beim HNO-Arzt und bester professioneller Versorgung beim Hörakustiker. Diese ist, inklusive moderner Hörgeräte, für gesetzlich Krankenversicherte bereits ohne eigene Aufzahlung erhältlich.“ Eine frühzeitige Versorgung mit Hörsystemen kann das Risiko weiterer gesundheitlicher Einschränkungen mindern, die mit unversorgter Schwerhörigkeit in Verbindung stehen.                            pm