Verkehrsunfall - Was nun?

Hohes Risiko auf Landstraßen

Wildunfall Besser nur mit 80 km/h auf der Landstraße unterwegs sein, denn vor allem in der Dämmerung wächst die Gefahr, dass Wild auf die Straße läuft.

16.02.2026
Das Risiko von Wildunfällen ist besonders hoch auf StraBen, die durch Wälder führen oder an Felder grenzen. Foto: Patrick Pleul/dpa-mag
Das Risiko von Wildunfällen ist besonders hoch auf StraBen, die durch Wälder führen oder an Felder grenzen. Foto: Patrick Pleul/dpa-mag

Das Risiko von Wildunfällen steigt in diesen Tagen deutlich an. Davor warnt der Deutsche Jagdverband. Vor allem während der Morgen- und Abenddämmerung ist Vorsicht geboten. Das gilt besonders auf Straßen durch Wälder und dort, wo Felder und Wälder aneinandergrenzen. Auch auf neu gebauten Straßen sei die Gefahr größer.

Ein Rat ist, vorsorglich langsamer zu fahren: Ist man mit 80 statt 100 km/h unterwegs, verkürzt sich der Bremsweg schon um 25 Meter, wenn plötzlich ein Wildtier auf der Straße auftaucht. Und es kommt auf jeden Meter und jedes km/h weniger an, wenn es wirklich zum Unfall kommt: Kracht das Auto zum Beispiel mit noch 60 km/h in ein 60 Kilogramm schweres Wildschwein, wirken Kräfte von dreieinhalb Tonnen auf das Fahrzeug, so der Verband.

Keine unkontrollierten Ausweichmanöver, keine Wilderei

Taucht ein Wildtier plötzlich vor dem Auto auf, gilt dennoch nicht unkontrolliert ausweichen, sondern voll bremsen und das Lenkrad dabei gerade halten. Kommt es zum Zusammenstoß, sichert man erst die Unfallstelle (Warnblinker an, Warnweste an, Warndreieck aufstellen), dann ruft man die Polizei. Schwer verletzte Tiere sollte man liegen lassen: In ihrer Todesangst können sie Menschen verletzen. Verboten ist, totes Wild mitzunehmen. „Wilderei ist strafbar“, betont der Verband. Flieht ein verletztes Tier in den Wald, sollte man das ebenso melden.

Unternehmen aus der Region

Warum die Tiere auch jetzt so aktiv sind

Der Grund für das steigende Wildunfallrisiko auch im Winter ist, dass viele Tiere intensiv auf Nahrungssuche sind, um sich über die kargen Monate zu kommen, so die Fachleute. Auf dem Weg zu Futterplätzen müssten sie oft Straßen überqueren. Hinzu kommt, dass bei Wildschweinen und Damhirschen auch Paarungszeit ist: Im Oktober und November sind diese beiden Arten darum besonders aktiv. dpa-mag