Zum 29. Mal veranstaltet der Verband für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED) den „Tag der gesunden Ernährung“. Die gesunde Ernährung ist ein wichtiger Lebensbereich in der Gesellschaft. An diesem speziellen Tag wird nicht nur bundesweit auf das Thema aufmerksam gemacht, sondern auch in Belgien, Österreich und der Schweiz. Ziel ist es, einen Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden und der gesunden Ernährung im Alltag der Menschen herzustellen. In diesem Jahr lautet das Thema: „Autoimmunerkrankungen und Ernährung“. Dazu heißt es vom Verband:
„Die Ernährung kann Einfluss auf den Verlauf und die Symptome von Autoimmunerkrankungen haben. Eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung kann dabei helfen, das Immunsystem zu regulieren, Entzündungen zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Sie kann ein wichtiger Teil der ganzheitlichen Behandlung sein. Während bei bestimmten Erkrankungen, wie bei der Zöliakie, eine strikte - in diesem Fall glutenfreie - Ernährung unerlässlich ist, raten Expertinnen und Experten bei anderen Krankheitsbildern eher zu individuellen Ernährungsplänen.
Entzündungsprozesse erkennen und steuern
Dipl.-Ing. Silvia Bürkle, Ernährungswissenschaftlerin hat sich eingehender mit dem Wirken von Nährstoffen auf unser Immunsystem beschäftigt. Autoimmunerkrankungen verlaufen häufig schubweise und zeigen sehr unterschiedliche Ausprägungen. Symptome wie anhaltende Müdigkeit, Gelenkbeschwerden oder Verdauungsprobleme entwickeln sich oft schleichend und bleiben lange unspezifisch.
Im Kern steht meist eine fehlgesteuerte, chronische Entzündungsreaktion.
Studien haben jedoch gezeigt, dass bestimmte Nährstoffe Entzündungsprozesse und die Aktivität von Immunzellen beeinflussen können. „Omega-3-Fettsäuren aus fettem Seefisch oder pflanzlichen Ölen regulieren entzündliche Signalwege. Vitamine wie D und E unterstützen die Steuerung von Immunreaktionen, während Mineralstoffe wie Zink und Selen essenzielle Funktionen in der Immunabwehr übernehmen“, erklärt Bürkle. Ergänzend tragen sekundäre Pflanzenstoffe aus Obst, Gemüse und Kräutern dazu bei, entzündliche Prozesse abzuschwächen. Eine angepasste Ernährung kann die medizinische Therapie unterstützend begleiten.
pm
Warum Jodsalz?
In Ihrem Gewürzregal steht ein Streuer mit Jodsalz, zu dem Sie greifen, wenn sie Nudelwasser aufsetzen oder die Suppe abschmecken? Damit tun Sie nicht nur etwas dafür, dass die Mahlzeit am Ende mundet sondern helfen auch Ihrer Schilddrüse bei ihren Aufgaben.
Baustein für unsere Schilddrüsenhormone
Denn Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Unser Körper kann es nicht selbst herstellen, unsere Schilddrüse braucht es aber für die Produktion von Schilddrüsenhormonen. Diese Hormone sind wichtig, um Energiestoffwechsel, Körpertemperatur, Immunsystem und Prozesse im Gehirn zu regulieren. Bekommt unser Körper zu wenig Jod, kann es etwa passieren, dass unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit einknickt und sich die Schilddrüse auf Dauer vergrößert.
Aber: Übertreiben sollte man es mit Salz generell nicht, schließlich lässt ein hoher Salzkonsum das Risiko für Bluthochdruck steigen. Nicht mehr als sechs Gramm Salz am Tag; das entspricht einem Teelöffel.
dpa-mag


