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Neujahrsempfang in Schwedt: Mit positiver Energie hinein ins neue Jahr

Zuversicht, mutmachende Worte und viel Dank prägten die Rede von Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe zum Jahresstart 2026. Rund 400 Gäste verfolgten den Abend live an den Uckermärkischen Bühnen.

Bürgermeisterin mit Ehrenpreisträgern: Sigrid Malchow (I.) und Eveline Lebrenz (r.) wurden ebenso ausgezeichnet wie Andreas Bowitzky. Fotos: Oliver Voigt

02.02.2026

Alles anders beim Neujahrsempfang in Schwedt: Weil im Theater gebaut wird, rücken die 400 Besucher des traditionellen Starts ins neue Jahr einfach enger zusammen. Ein fast schon sinnbildlicher Akt, der der Stimmung keinen Abbruch tut.

Die Spielräume für Investitionen sind eng, die Zeiten herausfordernd – und doch lässt Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe in ihrer Neujahrsansprache kein Jammern zu. Dann müsse man eben kreativ den Umständen trotzen, sagt sie, und ruft die Schwedter zu Zuversicht und Mut auf. Die seien mehr als angebracht, denn obwohl sich das Stadtoberhaupt mit deutlichen Worten Klarheit von der Politik in der Frage der PCK-Eignerstruktur wünscht, sei Schwedt eben „mehr als die Summe seiner Sorgen“. In der Oderstadt ließe es sich gut leben, und die Stadtverwaltung tue alles dafür, dass sich Jung wie Alt wohlfühlen in der Stadt, ihre Kinder großziehen, ihre Ideen verwirklichen und ihre Freizeit vielfältig erleben können. Das Rathaus verstehe sich dabei als Katalysator, als Motor, um Neues anzustoßen und junge Kreative auch zu unterstützen, wenn es beim Start auch Holpersteine zu überwinden gilt. Denn Schwedt gehe nicht ohne Plan in den Wandel.

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Zukunftsplan steht

Mit dem Zukunftskonzept 2030+ habe sich die Stadt eine Marschrichtung gegeben, die in diesem Jahr mit dem Start der 30-Millionen-Euro-Sanierung am Theater, dem Baubeginn des Transformationsgebäudes im Frühjahr, dem Start für den Bau des Industriegleises sowie der Umgestaltung des Passower Bahnhofsvorplatzes sowie dem Bau des dortigen Feuerwehrhauses auch sichtbar werden wird, so das Stadtoberhaupt.

Die Worte der Bürgermeisterin hinterließen Wirkung bei den Gästen des Neujahrsempfangs, die in diesem Jahr nicht alle im Großen Saal des Theaters zusammenkommen. Weil im Kleinen Saal weniger Platz ist, lauschen einige entspannt der Live-Übertragung ins Foyer – eine Notlösung, die vielen Besuchern richtig gut gefällt. Vielfach werden die mutmachenden Worte kommentiert und vereinzelt auch mit Applaus unterstrichen. Denn Annekathrin Hoppe rüttelt nicht nur auf, sondern äußert auch einen klaren Wunsch an "ihre“ Schwedter: den offenen, fairen Dialog. Frieden wünsche sie sich so nicht nur angesichts der Weltlage, sondern auch im Kleinen, wenn andere Meinungen akzeptiert und dennoch auf Augenhöhe und mit Respekt diskutiert werden kann.

Beispielhaft für Schwedt

Warum Schwedt dann doch nicht so schlecht dasteht, wie's vielleicht den Eindruck macht, präsentiert die Bürgermeisterin im Anschluss: Die drei diesjährigen Ehrenpreisträger der Stadt sowie Konstanze Fischer, die mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet wurde und sich nun auf offener Bühne ins Goldene Buch der Stadt eintragen darf, stünden beispielhaft für unzählige engagierte Schwedter, die die Stadt ausmachen. So setzt sich Konstanze Fischer seit vielen Jahren im Förderverein der Musikschule ein und hat in den vergangenen Jahren als ausdrucksstarke Sprecherin des Bündnisses „Zukunft Schwedt“ von sich reden gemacht. Einfach aufhören, das wird sie auch in Zukunft nicht, stattdessen fordert sie im Namen der PCK-Beschäftigten lauter denn je eine langfristige Perspektive für die Raffinerie.

Im Einsatz für Andere

Die drei Ehrenpreisträger mögen da etwas stiller sein, ihr Engagement ist dafür nicht weniger wirkmächtig. Eveline Lebrenz und Sigrid Malchow wurden als „Herz“ der Rheuma-Liga Schwedt ausgezeichnet. Sie haben die persönliche Betroffenheit genutzt und eine Selbsthilfegruppe geschaffen, die inzwischen als Anlaufstelle, Mutmacher, Wissensquelle und soziales Netz viel mehr als das ist.

Und auch Andreas Bowitzky hat sich dem Dienst an seinen Mitmenschen verschrieben. Selbst sportlich erfolgreich hat er nach der aktiven Zeit sein Wissen, seine Erfahrung, vor allem aber viel Herzblut und Zeit in Kinder und Jugendliche investiert, die den Wassersport und Eishockey lieben. Und auch auBerhalb des Sports setzt sich Andreas Bowitzky in besonderer Weise ein. „Er hört zu, hilft, begleitet und nimmt sich Zeit für Menschen in schwierigen Situationen - und all das neben einem verantwortungsvollen Vollzeitberuf“, unterstreicht die Bürgermeisterin. Als Stützen der Gesellschaft sei man den Menschen wie den Ausgezeichneten des Neujahrsempfangs zu allergrößtem Dank verpflichtet.