Pflegeratgeber - In guten Händen

Sport für`s Herz

Was wichtig ist Für wen die spezielle Sportgruppe geeignet ist und warum. Drei Fragen, drei Antworten.

Übungen mit einem Theraband können Muskeln stärken und die Kondition verbessern. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

12.05.2026

Mit schwingenden Armen durch die Halspazieren oder „Rudern“ mit dem Gymnastikband: Wer zum Herzsport geht, kann dort eine Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining erwarten. Auch Koordination und Beweglichkeit werden geübt. Und zwar alles so dosiert, dass das Training das Herz zwar fordert, aber nicht überfordert. In einer Herzgruppe kommen maximal 20 Personen mindestens einmal pro Woche zum Sport zusammen. Ein qualifizierter Trainer oder eine qualifizierte Trainerin leitet die Sporteinheiten.

Außerdem werden die Teilnehmenden von einem Arzt oder einer Ärztin betreut. Er oder sie misst beispielsweise vor der Kursstunde den Puls. Drei Fragen, drei Antworten:

1. Wer kann sich beim Herzsport anmelden?

Pectoris, koronare Herzerkrankung, stabile Angina Herzinfarkt: Wer unter anderem eines dieser Themen mit seinem Herzen hat oder hatte, kann sich bei einer Herzsportgruppe anmelden, so die Deutsche Herzstiftung. Wer sich gut vorstellen kann, regelmäßig in der Gruppe Herzsport zu machen, spricht das am besten bei der Kardiologin oder dem Hausarzt an und lässt sich beraten.

2. Wie findet man eine Herzsportgruppe?

Herzsport ist eine Form des Rehasports, sogenannter Über die Internetseite „rehasportsuche.de“ des Deutschen Behindertensportverbandes kann man auch Herzgruppen in der Nähe finden. Man kann auch nach Wochentag und Uhrzeit filtern. Ist ein Verein bzw. ein Anbieter gefunden, erfolgt in aller Regel ein Beratungsgespräch, dort auch, um einem passenden Kurs zugeordnet zu werden.

3. Wie sieht es mit den Kosten aus?

Ärztinnen und Ärzte können die Teilnahme an einer Herzgruppe verordnen. Die gesetzliche Krankenversicherung oder die Rentenkasse übernimmt dann die Kosten dafür. In aller Regel werden laut der Deutschen Herzstiftung bei einer Erstverordnung 90 Übungseinheiten in zwei Jahren bewilligt. Wer privat versichert ist, muss vorab die Kostenübernahme klären, erklärt das Informationsportal „dein-rehasport.de “. Ob die Kosten für Rehasport von der PKV übernommen werden, hängt vom jeweiligen Tarif ab. dpa-mag

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Unterwegs mit Rollator

Pflegealltag 4 Tipps, um Stürze vermeiden

Ob bei Muskelschwäche oder Gleichgewichtsstörungen: Ein Rollator hilft dabei, sicherer von A nach B zu kommen. Handhabt man die Gehhilfe falsch, kann es allerdings gefährlich werden – dann drohen Stürze. Was man tun kann, damit es nicht so weit kommt:

Das Zuhause vorab fit für den Rollator machen

Soll ein Rollator auch in Wohnung oder Haus zum Einsatz kommen, bereitet man das Zuhause darauf am besten vor. Bleiben die Räder nämlich an Kanten hängen, ist es schnell vorbei mit dem Gleichgewicht. Das ZQP rät, vorab folgende Handgriffe vorzunehmen:
– lose Teppichkanten festkleben,
– dicke Teppiche am besten entfernen

 (Tür-)Schwellen mit kleinen Rampen ausgleichen
– Möbel gegebenenfalls umstellen

Rollator richtig einstellen

“Wichtig ist, dass ein Rollator den eigenen Bedürfnissen und konkreten Einsatzbedingungen möglichst gut entspricht“, so Daniela Sulmann, die Pflegeexpertin des ZQP. Hat man sich nach der Beratung in einem Sanitätshaus für ein Modell entschieden, sollte man es vor Ort passend einstellen lassen. Entscheidend sind Griffhöhe und Bremsen.

Auf die Körperhaltung achten

Die goldene Regel lautet: möglichst aufrecht. Man sollte sich, wenn man mit Rollator unterwegs ist, also weder vorn beugen noch die Schultern hochziehen, erklärt das ZQP. Für diese Haltung dankt auch der Rücken. Für die größtmögliche Stabilität ist wichtig, dass sich die Füße beim Gehen zwischen den Hinterrädern befinden. Man geht also nicht hinter, sondern im Rollator. Das gilt auch, wenn die Strecke bergauf oder bergab führt. Insbesondere im letzten Fall gilt: immer bremsbereit bleiben. Apropos Bremsen: Die Aktion Das Sichere Haus (DSH) rät, die Bremsen unbedingt festzustellen, wenn man sich auf den Rollator setzt.

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Kritische Situationen üben

Bordsteine überwinden, in Bus oder Bahn einsteigen, rückwärts am Rollator gehen oder durch Türen: All das muss geübt sein. Sinnvoll sind Rollatortrainings, die bei Kliniken, bei der Physio- oder Ergotherapie, von Verkehrsbetrieben oder der Deutschen Verkehrswacht angeboten werden. dpa