Bevor man sich näher mit dem Osterfest an sich beschäftigt, braucht es einen kurzen Ausflug in das Kirchenjahr. Denn dieses ist nicht mit dem Kalenderjahr gleichzusetzen. Im Lateinischen wird das Kirchenjahr „annus ecclesiasticus“ genannt. Es besteht aus all den kirchlichen Festen, die in einer unveränderbaren Reihenfolge jedes Jahr begangen werden. In der katholischen und evangelischen Kirche beginnt das Kirchenjahr mit der Vesper am Vorabend zum ersten Advent. Der Osterfestkreis ist also eine Phase innerhalb des Kirchenjahres. Warum Osterfestkreis? Nun, weil Ostern aus Sicht der Kirche nicht nur die Feier des Ostersonntags ist, sondern aus mehreren Festen besteht. Der Osterfestkreis beginnt am Aschermittwoch - dem ersten Tag der Fastenzeit - und endet mit dem „,Fest des Heiligen Geistes“ am Pfingstsonntag. Er dauert also rund drei Monate. Zusammen mit dem Weihnachtsfestkreis ist er eine der tragenden Säulen des Kirchenjahres.
Fest mit langer Tradition
Das Osterfest wurde im 2. Jahrhundert eingeführt und war der erste festlich begangene christliche Feiertag. Später kamen zu diesem Tag dann noch die Vorund Nachbereitung des Osterfestes hinzu: die Fastenzeit, die Karwoche, die Osterzeit, Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Der Ostersonntag war lange Zeit das einzige Fest innerhalb der Kirche, bei dem Menschen getauft wurden und den Märtyrern des vergangenen Jahres gedacht wurde. Gefeiert wird an Ostern die Auferstehung Jesu Christi. Nach dem Neuen Testament ist er am dritten Tag nach seiner Kreuzigung wiederauferstanden, dem heutigen Ostersonntag. Der Glaube an die Auferstehung gibt vielen Menschen bis heute Hoffnung und macht das Osterfest zum wichtigsten kirchlichen Fest überhaupt.
Die letzte Woche vor Ostern wird„Karwoche“ genannt. „Kar“ bedeutet so viel wie Trauer oder Kummer, weswegen diese Woche manchmal auch als „Stille Woche“ bezeichnet wird. Sie ist außerdem die letzte Woche der Fastenzeit und beginnt mit dem Palmsonntag. An diesem Tag gedenken die Gläubige des Einzugs Jesu in Jerusalem. Die Menschen jubelten ihm zu und bedeckten seinen Weg mit Palmwedeln. In vielen Gegenden waren Palmen damals heilige Bäume. Der Gründonnerstag ist der fünfte Tag der Karwoche. An diesem Tag wird an das letzte Abendmahl erinnert, das Jesus zusammen mit seinen zwölf Aposteln am Vorabend seiner Kreuzigung einnahm. Es ist der Abend, an dem der Apostel Judas Jesus an die Tempelwachen verriet. Am Karfreitag wurde Jesus dann schließlich gekreuzigt. Am folgenden Tag, dem Karsamstag, endet die Fastenzeit. Und dann gibt es ja noch den Ostermontag, der in ganz Deutschland ein Feiertag ist.
Laut einer biblischen Überlieferung von Lukas treffen an diesem Tag zwei von Jesus' Jüngern, voller Trauer über seinen Tod, auf dem Weg von Jerusalem nach Emeinen maus unbekannten Mann. Er erläutert ihnen, warum Jesus' Leiden notwendig war. Die beiden laden dem Mann ein, sie nach Emmaus zu begleiten und mit ihnen am Abend zu speisen. Als er dann am Abend das Brot brach, erkannten die beiden Jesus in ihrem unbekannten Begleiter doch er verschwand, nachdem er das Brot gebrochen hatte. Noch am selben Abend kehrten die beiden nach Jerusalem zurück, um den anderen Jüngern und den Apostel von ihrem Erlebnis zu berichten.
as
Eier zum Fest? So geht der hygienische Umgang
Ob fürs Frühstücksei, den Kuchenteig oder das Osterbasteln: Eier gehören für viele zum Alltag - gerade rund um Ostern sind sie mehr als ein Nahrungsmittel und kommen verstärkt in der Küche und beim Basteln zum Einsatz. Doch beim Umgang mit rohen Eiern ist Vorsicht geboten. Denn auf und unter der Schale können Krankheitserreger sitzen.
Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) kommen vor allem Salmonellen und Campylobacter vergleichsweise häufig vor. „Das sind Bakterien, die beim Menschen Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen können“, sagt Istvan Szabo, Leiter des Nationalen Referenzlabors Salmonella am BfR.
So lagern Sie Eier richtig
Eier sollten im Kühlschrank bei vier bis sechs Grad aufbewahrt werden.
Beim Ausblasen von Ostereiern sollten Eier nicht direkt mit dem Mund ausgepustet werden sondern mit Hilfsmitteln wie Strohhalmen oder einem Blasebalg. In jedem Fall frische Eier verwenden, die vorher abgewaschen wurden.
dpa


