Es ist einer der größten Schätze Brandenburgs. Das Kloster Neuzelle ist eine der wenigen noch vollständig erhaltenen Klosteranlagen Europas. Inmitten der malerischen Landschaft am Rande des Schlaubetals findet sich eine wirklich einmalige Mischung aus Architektur, Kultur und (Garten-)Kunst.
Vor rund 750 Jahren wurde das Zisterzienserkloster im Jahr 1268 von Heinrich III., Markgraf von Meißen, gestiftet. Die spätgotische Anlage erfuhr ab 1650 eine prachtvolle barocke Umgestaltung nach böhmischem Vorbild – ein künstlerisches und geistiges Gesamtkunstwerk, das die Besucher heute wie damals tief berührt. So ging es wohl auch den Mönchen. Nach 200 Jahren kehrten Zisterzienser des Stiftes Heiligenkreuz nach Neuzelle zurück, um für immer zu bleiben.
Klostererhalt durch Stiftung
Die Stiftung Stift Neuzelle betreibt zwei Museen auf dem Klostergelände: Im Klostermuseum im Kreuzgang kann die bewegte Geschichte des Klosters und der Zisterzienser in Neuzelle erlebt werden.
Multimediaanwendung geben zudem Einblick in die Entwicklung und Nutzung der Anlage nach der Klosterauflösung vor mehr als 200 Jahren.
Im Museum Himmlisches Theater werden die Neuzeller Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab in einmaliger Atmosphäre präsentiert. Das barocke Kulissentheater mit seinen großformatigen Figurentafeln erzählt bildgewaltig den Leidensweg Jesu, vom Gebet am Ölberg bis hin zu seiner Auferstehung an Ostern. Je zwei der fünfzehn Szenen werden gleichzeitig im unterirdischen Museum unter dem Weinberg ausgestellt. Aktuell zu sehen sind „Gebet am Ölberg“ und „Dornenkrönung Jesu“. Das Museum feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum.
pm


