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Rohe Eier können – besonders auf der Schale – Keime enthalten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-mag

06.04.2026

Eier gehören für viele zum Alltag – gerade rund um Ostern sind sie mehr als ein Nahrungsmittel und kommen verstärkt in der Küche und beim Basteln zum Einsatz.

Doch beim Umgang mit rohen Eiern ist Vorsicht geboten. Denn auf und unter der Schale können Krankheitserreger sitzen.

Keime auf Eiern

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) kommen vor allem Salmonellen und Campylobacter vergleichsweise häufig vor. „Das sind Bakterien, die beim Menschen Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen können“, sagt Istvan Szabo, Leiter des Nationalen Referenzlabors Salmonella am BfR. Die Legehühner selbst sind oft nicht krank, können die Erreger aber auf die Eier übertragen. Auch beim Verpacken können Keime von einem Ei auf andere gelangen.

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So lagern Sie Eier richtig

Um das Risiko zu verringern, sollten Eier im Kühlschrank aufbewahrt werden - idealerweise bei vier bis sechs Grad.

Bei diesen Temperaturen können sich Krankheitserreger auf der Schale kaum vermehren.

Wichtig: einmal gekühlt, sollte man Eier keinen höheren Temperaturen aussetzen, warnen die Verbraucherzentralen. Sonst könne sich Kondenswasser bilden, die Schale schädigen und Keime ins Innere gelangen.

Durchgaren schützt vor Infektionen

Wer Eier ausreichend erhitzt, ist auf der sicheren Seite: „Es gibt einen schönen Grundwert: Mindestens zwei Minuten bei mindestens 70 Grad Kerntemperatur“, erklärt Szabo. „Wenn wir das beim Eierkochen, beim Rührei machen oder im Ofen erreicht haben – dann können wir uns sehr, sehr sicher sein, dass diese Erreger abgetötet wurden.“

Eier auspusten: besser nicht

Beim Ausblasen von Ostereiern sollten Eier möglichst nicht direkt mit dem Mund ausgepustet werden, da auch im Inneren Keime stecken können. Hilfsmittel wie Strohhalme oder Blasebälge helfen, direkten Kontakt zu vermeiden, so das BfR.
dpa