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In guten Händen - Pflegeratgeber

Ein Ort für einen Tag

Wie die Tagespflege Berufstätigen helfen kann, sich um Angehörige zu kümmern.

Zum Angebot von Tagespflegeeinrichtungen gehören oft Aktivitäten wie Singen. Foto: highwaystarz/stock.adobe.com

16.03.2026

Viele Ältere haben eins gemeinsam: Sie wollen am liebsten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Wer Kinder hat, hofft, dass sie eines Tages die Pflege übernehmen. Doch der Wegfall des „klassischen“ Familienbildes Papa geht arbeiten, Mama bleibt zu Hause und kümmert sich um die Kinder oder eben um Oma und Opa - erschwert das. Denn in der „mittleren“ Generation bis 67 arbeiten mittlerweile oft beide Partner, viele auch Vollzeit. Bleibt einer von beiden zu Hause oder reduziert die Arbeitszeit, um sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern, deckt das Pflegegeld den Verdienstausfall bei Weitem nicht. Ein ambulanter Pflegedienst, der ein- oder zweimal täglich nach dem Rechten sieht, ist eine Lösung. Doch oft reicht das nicht aus. Braucht ein Betroffener etwa Hilfe beim Toilettengang, kann er damit ja nicht bis zum Besuch einer Pflegekraft warten.

Unternehmen aus der Region

Ein Tag in Gesellschaft

Die Lösung könnte eine Tagespflege sein. Wie im Kindergarten können hier Senioren morgens hingebracht und abends wieder abgeholt werden. In der Tagespflege werden die Betroffenen professionell betreut und haben Gesellschaft.

Gemeinsame Aktivitäten und ein seniorengerechtes Umfeld sorgen dafür, dass Abwechslung geboten ist. Gleichzeitig achten die Pflegekräfte darauf, dass die Gäste der Tagespflege ausreichend essen und trinken – ein großes Problem bei alleinstehenden Personen. Auch für Demenzpatienten eignet sich die Tagespflege – die Angehörigen müssen sich keine Sorgen machen, dass der Betroffene vergisst, den Herd auszuschalten oder den Wasserhahn abzudrehen.

Das bieten Tagespflegeeinrichtungen

• 1. Stunden- oder tageweise Betreuung: In der Regel sind die Angebote flexibel und lassen sich auf die persönlichen Bedürfnisse maßschneidern.

• 2. Pflegeleistungen: Dazu gehören zum Beispiel Hilfe beim Essen oder beim Toilettengang.

• 3. Beschäftigung: Gemeinsames Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spielen, eine Zeitungsrunde, das Singen von Volksliedern – die Pflegekräfte lassen sich oft einiges einfallen. Auch Ausflüge und Spaziergänge gehören dazu.

• 4. Verpflegung: Je nach Tageszeit werden Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee oder Abendessen angeboten. Auch auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten die Mitarbeiter.

Angehörige sollten sich über die Leistungen und Preise der verschiedenen Einrichtungen informieren und sich am besten selbst vor Ort ein Bild machen.

Die Mitarbeiter können auch Tipps geben, welche Kosten über die Pflegeversicherung abgerechnet werden können. Manchmal müssen auch die Betroffenen vom Besuch einer Tagespflegeeinrichtung überzeugt werden. Seinen Alltag ändert man eben auch und gerade im Alter nicht gerne.

Probetage können helfen, das erfahrene Personal tut sein Übriges, damit die Gäste sich wohlfühlen.

Von Kerstin Auernhammer