Insbesondere bei Schnee und Eis sind verschiedene Maßnahmen wichtig, um die Fortbewegung im Rollstuhl zu erleichtern und sicherer zu gestalten. Ein hilfreiches Mittel sind die sogenannten Wheelblades S, die speziell für handbetriebene Rollstühle entwickelt wurden und die Mobilität verbessern.
Achten Sie zudem auf breitere Vorderrollen, da diese nicht so leicht im Schnee einsinken. Zusätzliche Vorsatzräder können ebenfalls verwendet werden, um die Traktion zu erhöhen.
Eine praktische Alternative zu herkömmlichen Schneeketten sind zum Beispiel Kabelbinder, die effektiv gegen rutschige Bedingungen wirken können. Die Kabelbinder einfach in einigen Abständen über die Manteldecke des Rades festzurren. Darüber hinaus kann in besonders rauen Witterungsverhältnissen ein elektrisches Zuggerät eine nützliche Hilfe sein.
Achten Sie darauf, die Räder regelmäßig zu reinigen, um das Anhaften von Schmutz und Streusalz zu verhindern.
Vor der Kälte schützen
In der Kälte ist es entscheidend, sich entsprechend zu kleiden, das gilt ganz besonders für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer. Das allseits bekannte Zwiebelprinzip bietet hierbei eine gute Lösung.
Beginnen Sie mit atmungsaktiver Funktionsunterwäsche. Anschließend können Hemden, Pullover und bei Bedarf Daunen-Thermowäsche als isolierende Mittelschicht dienen.
Den Abschluss bildet eine äußere Schicht bestehend aus Jacken, Mänteln und Überhosen, vorzugsweise wasserdicht. Um zusätzlichen Schutz vor Kälte zu gewährleisten, können Sie auch auf Schlupfsäcke, Gel-Taschenwärmer, Thermoeinlegesohlen und beheizte Handschuhe zurückgreifen.
Ein Schlupfsack, der wasserabweisend und mit Naturmaterialien gefüttert ist, eignet sich besonders, um die Beine vor Kälte und Nässe zu schützen.
Gel-Taschenwärmer, Thermoeinlegesohlen und beheizte Handschuhe bieten zusätzliche Wärme.
pm
Schmerzen richtig erkennen
Für pflegende Angehörige ist das schwer anzuschauen: Die Mutter verzieht das Gesicht mit jedem Schritt, der Partner kann von einer erholsamen Nachtruhe nur träumen. Viele pflegebedürftige Menschen leben mit chronischen Schmerzen – ob aufgrund von Nervenschäden, Arthrose oder Krebserkrankungen.
Dazu drohen weitere schwerwiegende Folgen für die Gesundheit: So steigt durch chronische Schmerzen das Risiko für Stürze, Bluthochdruck und Schlafprobleme, so das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).
Betroffene beißen oft die Zähne zusammen und halten einfach aus – auch, weil sie annehmen, dass es keine Hilfe gibt oder Schmerzen zum Alter eben dazugehören. Doch: „Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sie zu lindern und das Wohlbefinden zu fördern. Angehörige können dabei eine wichtige Unterstützung sein“, so Daniela Sulmann, Geschäftsleiterin und Pflegeexpertin des ZQP. Was genau sie tun können:
Auf Anzeichen für Schmerzen achten
Längst nicht jeder Mensch, der mit Schmerzen durchs Leben geht, macht das in Gesprächen zum Thema. Das ZQP rät Angehörigen daher, regelmäßig nach Schmerzen zu fragen und auch auf Anzeichen wie Unruhe, Schonhaltungen, Anspannung, Schwitzen und Stöhnen zu achten. Das gilt insbesondere bei Menschen mit Demenz, die womöglich Schmerzen nicht benennen können.
Fachleute mit ins Boot holen
Welche Möglichkeit es zur Schmerzlinderung gibt, wissen Fachleute am besten. Anlaufstellen sind neben der Hausarztpraxis auch Facharztpraxen – etwa für Orthopädie oder Neurologie – sowie Schmerzzentren.
dpa-mag


