Holz: Werkstoff voller Faszination

Ein Werkstoff wie kein anderer

Holz ist der Allrounder unter den Baumaterialien. Es ist flexibel, nachwachsend und sorgt für ein natürliches Wohlgefühl im eigenen Zuhause.

Tischler, Schreiner, Zimmermann und ein uraltes Handwerk: Aus Holz lässt sich beinah alles herstellen, was gebraucht und gewünscht ist, so individuell und besonders es auch sein mag. Foto: JustLife/adobe stock

23.02.2026

Bereits seit der Jungsteinzeit, also seit rund 9500 v. Chr., wird Holz von Menschen als Baumaterial genutzt. Doch auch davor hatte es schon seinen Platz im Alltag der Menschen. Sie fertigten daraus Waffen oder Werkzeuge an oder machten sich ein wärmendes Feuer aus Ästen und Zweigen. Dieses schützte auch vor Raubtieren und sein Rauch hielt Insekten fern.

Holz ist einer der wenigen Rohstoffe, der nachwächst und dabei der Atmosphäre CO₂ entzieht und den darin enthaltenen Kohlenstoff langfristig speichert. In Deutschland ist Holz der bedeutendste nachwachsende Rohstoff und aufgrund seiner Eigenschaften vielseitig einsetzbar. Als Bau-, Werkstoff und Energieträger ist Holz ein Multitalent: es sorgt für rund 1 Mio. Arbeitsplätze, ist klimafreundlich und findet Einsatz als Alternative für energieintensive, endliche Materialien und erdölbasierte fossile Ressourcen.

Nachwachsender Rohstoff

Deutschland ist das Holzland Nr. 1 in Europa; deutsche Wälder sind vielfältiger geworden. Der Wald in Deutschland wird heute naturnäher bewirtschaftet denn je, es wächst kontinuierlich mehr Holz nach, als genutzt wird. Deutschland verfügt aktuell über einen Holzvorrat von 3,7 Milliarden Kubikmetern. Die zahlreichen ökologischen und ökonomischen Effekte der Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz haben zu einer gestiegenen Nachfrage geführt. Kein anderer nachwachsender Rohstoff bietet so viel Potenzial, klimaschädliches CO₂ zu binden und einzusparen. Die vermehrte Verwendung nachhaltig produzierten Holzes aus strukturreichen Wäldern hat zudem das Potenzial, Materialien auf Basis fossiler Ressourcen und Energieträger zunehmend zu ersetzen, damit endliche Ressourcen zu schonen und auch so das Klima zu schützen. Bei der Holzverwendung z.B. in Möbeln oder bei Gebäudebau- und -ausstattung bleibt der Kohlenstoff in den Produkten gebunden.

Unternehmen aus der Region

Das passende Holz für das eigene Projekt

Grob lässt sich Holz in weichere und härtere Sorten unterteilen. Von Weichholz spricht man zum Beispiel bei Kiefer, Tanne, Fichte, Linde, Erle oder Pinie. Diese Holzarten werden gerne für den Bau von Möbeln für den Innenbereich, aber auch für den Bau von Instrumenten verwendet.

Zu den Hartholzsorten zählen Ahorn, Eiche, Ebenholz, Buche, Kirsche, Walnuss oder Robinie. Sie halten mehr als die Weichholzsorten, sind witterungsbeständiger und werden gerne für den Bau von Massivholzmöbeln, als Bodenbeläge sowie für den Bau von Carports, Wintergärten oder Gartenhäusern verwendet.

Wer ein ganzes Haus aus Holz bauen lassen möchte, der greift in den meisten Fällen auf Holzsorten wie Kiefer, Fichte oder Lärche zurück. Aufgrund ihrer Holzinhaltsstoffe und dem meist hohen Harzgehalt sind Nadelhölzer gegen Pilzbefall oder Witterungseinflüsse resistenter. pm/as/cr