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Jugendfeuerwehr: Früh übt sich in Lunow

Nachwuchsförderung: Feuerwehrleute werden gerade auf dem Land gebraucht. Deshalb bemüht man sich in Lunow ganz besonders um die Jugend.

Steckleiter-Training auf dem Hölzchensee: Die Jugendfeuerwehr kam in diesem Winter auch dank Unterstützung der aktiven Kameraden in den Genuss, eine Eisrettungsübung zu trainieren.   Foto: Stefan Weckwerth

02.03.2026

Die Feuerwehr hat starke Konkurrenz: Computer, Fußball oder einfach nur chillen - Jugendliche können ihre Freizeit in vielerlei Hinsicht gestalten. Dass sie sich dennoch für einen Einsatz an der Gemeinschaft entscheiden, hat die Jugendfeuerwehr Lunow unter Beweis gestellt.

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Abenteuer auf dem Eis
Es ist ein echtes Abenteuer: eine Eisrettungsübung auf einem eingefrorenen See. Was auch erfahrene Feuerwehrleute aufgrund der milden Winter in den letzten Jahren eher selten erleben, durften in diesem Winter die Jugendfeuerwehrleute von Lunow mitmachen. Bei knackiger Kälte und in der Dunkelheit konnten die Zehnbis 15-Jährigen selbst einmal ausprobieren, wie eine eingebrochene Person gerettet werden. Auch wenn die Übung vor allem eine Abwechslung darstellen sollte, hat das Training einen ernsten Hintergrund. Denn die Erfahrung, wie anstrengend so ein Einsatz ist und wie wenig Zeit in einem Notfall wirklich bliebe, um keine ernsthaften Schäden zu riskieren, die hat Wirkung hinterlassen.

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Junge Wehr wiederbelebt
Die Eisrettungsübung, die Stefan Weckwerth als stellvertretender Jugendwart von Lunow mit der Unterstützung seiner Kameraden organisiert hat, ist nur ein Beispiel dafür, wie erfolgreiche Nachwuchsförderung aussehen kann. Seit 2024 hat die Lunower Wehr ihre Aktivitäten für die Jugend verstärkt. Erst nur als Unterstützung für Ortswehrführer Stefan Rückert, der bis dahin auch für diesen Bereich zuständig war, hat Weckwerth inzwischen viel Herzblut in die Jugendarbeit gesteckt - und dabei erste Erfolge erzielt. "Das schönste Lob ist, wenn ich sehe, dass es unserem Nachwuchs Spaß macht und es gelingt, spielerisch Feuerwehr-Inhalte zu vermitteln", sagt der Jugendbeauftragte. 

Das zahlt sich in verstärktem Interesse an der Jugendwehr und auch darin aus, dass ein Jugendlicher inzwischen in die aktive Einsatzabteilung gewechselt ist. 

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Auf Anhieb siegreich
Einen richtigen Schub hat die Jugendwehr im vergangenen Sommer erhalten, als der Nachwuchs beim Feuerwehrausscheid des Amtes teilnahm. "Das hatte es zuvor schon eine längere Zeit nicht mehr gegeben. Umso stolzer waren wir, als unsere Jugendlichen gleich auf Anhieb den 8. von 15 Plätzen erreicht haben. Ein toller Auftritt war das", zeigt sich Weckwerth auch heute noch begeistert. 

Dass die Truppe zuvor gerade erst einmal wenige Wochen zusammen und überhaupt im Training war, das speziell für diese Teilnahme auf zweimal die Woche hochgeschraubt worden war, das machte den Platz im Mittelfeld umso wertvoller für die jungen Leute und ihren Betreuer. "Und in diesem Jahr legen wir noch einen drauf und können unser Können so richtig zeigen“, kündigt er an. Die Lunower wollen sich in diesem Sommer nämlich nicht nur mit den Nachwuchswehren aus dem eigenen Amt messen, sondern auch im kreisweiten Ausscheid antreten. Ein Extratraining für die Wettbewerbe gibt's auch wieder, obwohl inzwischen der Nachwuchs beim Löschangriff nass und in der Knotenkunde sowie als Team in der Gruppenstafette zusammengewachsen ist. 

Herzensangelegenheit
Für Stefan Weckwerth ist die Aufgabe als Jugendbetreuer eine echte Herzensangelegenheit. Alle zwei Wochen betreut er das Training und denkt sich dabei immer wieder ein neues Programm aus, damit die Jugend Spaß hat und motiviert mitmacht. "Sich freitagsnachmittags nach der Schule noch aufzuraffen für die Feuerwehr, das ist nicht selbstverständlich. 

Wenn's da langweilig ist, dann hat man die Jugend schnell verloren“, sagt der stellvertretende Jugendwart. Deshalb wird in Lunow nicht nur regelmäßig am Feuerwehrfahrzeug, an Schlauch und Spritze trainiert, sondern zum Beispiel auch beim Spiel "Schiffe versenken" am Funk.

Pure Freude: Die Jugendfeuerwehr und ihre Betreuer feierten im Sommer 2025 ihre erfolgreiche Teilnahme am Feuerwehrausscheid des Amtes.    Foto: Jana Weber
Pure Freude: Die Jugendfeuerwehr und ihre Betreuer feierten im Sommer 2025 ihre erfolgreiche Teilnahme am Feuerwehrausscheid des Amtes.    Foto: Jana Weber

Breite Unterstützung
Gemeinsame Kinobesuche oder Feiern gibt's für die Jugend auch. Zuletzt wurde zum Beispiel Weihnachten begangen, wo es für den Nachwuchs neue bedruckte T-Shirts von Ortsbürgermeisterin Andrea von Cysewski gab. Ohnehin: Die Unterstützung vom Ortsbeirat und von der Amtsverwaltung sei voll da, unterstreicht der Jugendbetreuer. So wurden die Kinder vom Amt innerhalb kürzester Zeit mit der nötigen Bekleidung ausgestattet, was gerade bei den zuletzt sehr winterlichen Temperaturen wichtig war. Auch unter seinen Kameraden fühlt sich Stefan Weckwerth gut unterstützt. Geplant sei, dass ihn zukünftig noch ein weiterer Kamerad beim Training mit der Jugend unterstützt. Mindestens zu zweit lässt sich dann auch besser ein Jugend-Sommer-Camp vorbereiten, an dessen Vorbereitung in Lunow gerade eifrig gearbeitet wird.
Training des Feuerwehrnachwuchses in Lunow: freitags alle zwei Wochen (27.02.) von 17 bis 18.30 Uhr am Gerätehaus der Feuerwehr