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25 Jahre Seniorenheime des Landkreises Oder-Spree gGmbH

Einziehen und sich rundum wohlfühlen

Seniorenheime und Wohnanlage mit eigener ambulanter Pflege

Neue Geschäftsführerin: Sanda Gosemann leitete vier Jahre das Seniorenheim in Fürstenwalde. Die studierte Pflegemanagerin ist auch gelernte Dialyseschwester.

9.07.2021

Beeskow. Das Jubiläum „25 Jahre Seniorenheime LOS gGmbH“ zeigt, der Traum vom Altwerden beschäftigt die Menschen schon immer. „Alt wie ein Baum möchte ich werden, genau wie der Dichter es beschreibt“, rockten vor 45 Jahren die Puhdys. Mit Sandra Gosemann, der neuen Geschäftsführerin, sprach REINHARD WITTECK über Geschichte und Perspektive der gemeinnützigen Gesellschaft.

Frau Gosemann, was sind die wichtigsten Aufgaben der gGmbH?

Wir helfen den betreuungs- und pflegebedürftigen Senioren, ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes, der Würde des Menschen entsprechendes Leben zu führen. Dafür haben wir Plätze in der stationären Pflege und in der Tagespflege sowie Plätze in betreuten Wohnformen in Beeskow, Fürstenwalde und Müllrose. Es geht bei uns um stationäre, teilstationäre und ambulante Pflege und Betreuung.

Wem gilt Ihr Dank für 25 Jahre Seniorenheime LOS gGmbH?

Mein Dankeschön geht zuerst an alle Mitarbeiter, auch wenn mir in der täglichen Arbeit oft die Zeit fehlt, jedem persönlich zu danken. Ohne jeden einzelnen wäre es nicht möglich, unsere Bewohner bestens und liebevoll zu betreuen. Viele der bei uns Tätigen springen ein, wenn sie gebraucht werden. Sie stecken ihre privaten Belange zurück. Ihnen dafür zu danken, steht für mich an erster Stelle. Mein größter Wunsch ist, dass alle gesund bleiben.

Dank gilt auch unserem Gesellschafter im Landkreis Oder-Spree, der uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Behörden im Landkreis unterstützen uns immer sehr schnell.

Mein besonderer Dank gilt meiner Vorgängerin Brigitte Freund für ihre geleistete Arbeit und ihr Engagement, die hier 15 Jahre tätig war. Lob geht an alle, die hier einst tätig waren, an die Angehörigen unserer Bewohner, an unsere Geschäftspartner und Hausärzte sowie den Ambulanten Hospizdienst Fürstenwalde e. V. mit seinem Besuchsdienst.

Was bewog Sie zur Bewerbung für diesen Geschäftsführerposten?

Ich habe vier Jahre unser Seniorenheim in Fürstenwalde als Heimleiterin geführt. Dann habe ich dieses Angebot als Geschäftsführerin erhalten. Mein erster Gedanke war: ´Da wäre ich ja in einem ähnlichen Arbeitsbereich tätig`. Damit hätte ich die Chance, etwas Bewährtes weiterzuführen und meine Ideen einzubringen, da ich aufgrund von Erfahrungen weiß, dass Theorie und Praxis manchmal schwer in Einklang zu bringen sind. Eine Rolle spielte auch der Gedanke: ´Wen wir als neuen Geschäftsführer bekommen, wissen wir nicht`. Ich bin gelernte Dialyseschwester, habe Pflegemanagement studiert und kann so die Sorgen und Probleme der anspruchsvollen Arbeit in der Altenpflege nachvollziehen.

Worum geht es in der ganzheitlichen Pflege?

Ganzheitliche Pflege heißt für mich, die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der einzelnen Bewohner in unseren Heimen zu respektieren und diese in der täglichen Praxis erlebbar in den einzelnen Wohnformen umzusetzen. Das reicht von der vollstationären Betreuung bis hin zum betreuten Wohnen.

Was ist für die Bewohner besonders wichtig?

Die Bewohner schätzen es besonders, dass wir in hauseigenen Küchen selbst und frisch kochen. Sie erhalten so ein schmackhaftes, abwechslungsreiches und gesundes Speisenangebot zu allen Mahlzeiten. Ein weiterer Vorzug ist die in zwei Einrichtungen vorhandene eigene ambulante Pflege, die rund um die Uhr 24 Stunden bereitsteht. Es reicht ein Druck auf den Notrufknopf und die Schwester hilft sofort. Die Wäsche unserer Bewohner wird gewaschen und kommt schrankfertig zurück auf das Zimmer. Ganz wichtig ist für neu hier Ankommende, dass sie herzlich empfangen werden, eine fachlich gute Pflege geboten wird und sie selbst im betreuten Wohnen dank vieler sozialer Kontakte nicht allein sind. Bei uns haben sich auch schon Pärchen zusammengefunden. Hier kann man einziehen und sich wohlfühlen.

Wie beurteilen Sie das Wohnumfeld?

Große Garten- und Parkanlagen laden zu schattigen Spaziergängen ein. Es gibt kurze Wege für private Einkäufe. In Müllrose ermöglichten die Stadtverordneten eine Bushaltestelle vor der Wohnanlage. Hier organisieren wir auch private Einkaufsfahrten für die Mieter.

Was wird für die Freizeitgestaltung geboten?

Unsere Alltagsbetreuer und Mitarbeiter der sozialen Betreuung organisieren alles, was Spaß und Freude bereitet. Sie lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen. Dazu gehören monatliche Feste, auf die sich nun nach langer Pause wieder alle sehr freuen. Es gibt Ausflüge für Rollstuhlfahrer auf dem Scharmützelsee, Skatabende oder Fußball im Fernsehen und vieles mehr.

Wie hoch ist die Auslastung?

Sie liegt bei 96 bis 98 Prozent. Bei uns gibt es eine Warteliste. In ganz schnell zu entscheidenden Fällen haben wir bisher immer eine Lösung gefunden. In Fürstenwalde werden zwei Betten für die Kurzzeit- und Verhinderungspflege vorgehalten. Hier können pflegende Angehörige ihre zu Pflegenden unterbringen und sich selbst eine Auszeit ermöglichen.

Wie ging es vor 25 Jahren los?

Die gGmbH wurde bereits am 28. November 1995 gegründet. Am 21. März 1996 ging es dann los. Die Geschichte unserer Einrichtungen reicht aber noch viel weiter zurück. Das Haus in Fürstenwalde wurde 1972, also vor 42 Jahren, als Feierabendheim II des Sozialkomplexes in Betrieb genommen. Das Haus in Beeskow folgte 1983. Das Heim in Fürstenwalde wurde 2005 grundlegend saniert. In Beeskow vollenden wir gerade einen modernen Erweiterungsbau. Zehn Wohngruppenplätze werden im Herbst diesen Jahres in Beeskow im Neubau voraussichtlich bezogen.

Gibt es bei Ihnen freie Stellenangebote?

Wir sind immer auf der Suche nach Pflegefachkräften und Pflegehelfern (m/w/d). Sie sollten sich mit Herz und Verstand in ihrem Beruf für unsere älteren Menschen engagieren, damit diese jeden Tag glücklich sind. Ich erwarte von Bewerbern, gern auch ungelernten und Quereinsteigern, umsichtige Tätigkeit und Teamfähigkeit. Geboten werden eine leistungsgerechte Bezahlung, 30 Tage Urlaub, Zulagen und Sondervergünstigungen, Fortbildungsmöglichkeiten sowie Hilfe bei Sorgen und Problemen. Bei Interesse einfach melden.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Heime?

Einen geänderten Betreuungsschlüssel, der unseren Mitarbeitern mehr Zeit für jeden Bewohner ermöglicht und eine der Verantwortung angemessene Bezahlung, um den Beruf in der Altenpflege attraktiv zu machen. Ich könnte für politische Entscheidungen viele notwendige Änderungen aufschreiben. Für 2024 ist in Eisenhüttenstadt eine neue vollstationäre Pflegeeinrichtung geplant.

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