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Sensibles Zahnfleisch

Parodontitis: Frühes Handeln schützt den ganzen Körper.

Parodontitis nicht unbehandelt lassen. Foto: Christin Klose/dpa

04.05.2026

Es ist keine Kleinigkeit, weil es sich zur großen Sache auswachsen kann: gerötetes oder blutendes Zahnfleisch sollte man ernst nehmen. Eine Zahnfleischentzündung kann ganz ausheilen, wenn sie rechtzeitig von Arzt oder Ärztin behandelt wird. Ohne Therapie wird aus dieser Vorstufe dagegen oft eine Parodontitis.

Ganzer Körper betroffen

Diese Erkrankung, bei der der ganze Zahnhalteapparat chronisch entzündet ist, lässt sich dann nur noch lindern oder verlangsamen, heißt es von der Initiative ProDente. 

Hinzu kommt: Parodontitis betrifft nicht nur den Mundraum, sondern den ganzen Körper. So verstärkt sie andere Erkrankungen, steht zum Beispiel in Wechselwirkung mit Diabetes. Beide Krankheiten beeinflussen und verschlimmern sich gegenseitig. 

Parodontitis-Patienten haben auch öfter Herzinfarkte und Schlaganfälle, und die Bakterien können in die Lunge gelangen und Infektionen auslösen. Auch mit manchen Krebsarten könnte Parodontitis zu tun haben. 

Weil es zwischen Mund- und Allgemeingesundheit viele Zusammenhänge gibt, rät Sonja Derman, Oberärztin und Leiterin des Funktionsbereichs Parodontologie an der Universitätsklinik Köln, sogar: „Bei unklaren Beschwerden, für die sich medizinisch keine Ursachen finden lassen, sollte man immer auch die Mundgesundheit prüfen.“

Regelmäßige Kontrollen

Für Patientinnen und Patienten sind gründliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrolle die beste Vorsorge gegen Parodontitis. Wer außerdem bei Beschwerden direkt zum Arzt geht, erhöht die Chancen, dass früh behandelt und so Schlimmeres verhindert werden kann. dpa


Sport mit Kniearthrose

Kniebeugen sind tabu, wenn das Gelenk von Arthrose betroffen ist? Ein Mythos. Ein Sportmediziner erklärt, warum Bewegung nun wichtig ist - und wie man sie richtig gestaltet. 

Wer ganz frisch die Diagnose Kniearthrose bekommt, hat womöglich den Gedanken: Jetzt muss ich das Gelenk schonen. Dabei ist das Gegenteil von Füße hochlegen jetzt hilfreich - und zwar Bewegung. „Je besser das Knie trainiert ist, umso langsamer schreitet der Gelenkverschleiß fort“, so der Orthopäde Sven Ostermeier.

Unternehmen aus der Region

Kniebeugen: Richtig ausgeführt stärken sie das Gelenk

Was geht mit Kniearthrose, was nicht? Die Antwort auf diese Frage überrascht Betroffene mitunter. So sind Kniebeugen bei Gelenkverschleiß nicht tabu, sondern können sogar nützen. 

Schließlich kräftigen Kniebeugen die vordere Oberschenkelmuskulatur und stabilisieren damit das Kniegelenk, wie der Sportmediziner erklärt. Plus: Die Mobilisation des Knies fördert die Knorpelernährung. 

Es kommt aber auf eine korrekte Ausführung an. Die Füße sollten parallel zueinander stehen, das Körpergewicht auf den Fersen lasten. So lässt sich vermeiden, dass die Knie nach innen wegknicken, was Gelenk und Knorpelflächen erheblich belastet. 

Aber Vorsicht: Sticht und schmerzt es während der Übung im Knie, hört man besser damit auf. Generell gilt: Plötzliche Beschleunigungen und Start-Stopp-Bewegungen haben Arthrose-Knie gar nicht gern. Besser eignen sich sanfte Bewegungsformen wie Nordic Walking, oder Schwimmen. dpa-mag