
Eigentlich war doch alles klar, oder? Die alte Stadthalle in der Mitte Falkensees wird abgerissen und an ihrer Stelle baut ein Investor ein neues Wohn- und Geschäftshaus, in das auch die Stadtbibliothek einziehen sollte. Einen Beschluss für den Bibliotheksumzug hat die Stadtverordnetenversammlung jedenfalls im Jahr 2022 gefasst. Doch seit vielen Monaten rührt sich nichts auf dem Baufeld in zentraler Lage an der Bahnhofstraße.
Mit diesem Umstand beschäftigte sich auch der Falkenseer Hauptausschuss am Mittwoch, 19. Februar. Anderthalb Stunden wurde öffentlich diskutiert, Vertreter des Investors waren auch anwesend. Hinter verschlossenen Türen, im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung, wurde dann noch weiter beraten. Die Sitzung konnte auf dem YouTube-Kanal der Stadt live verfolgt werden.
Tatsächlich gibt es wohl noch wesentlichen Klärungsbedarf mit dem Investor von Seiten der Stadt. Vor allem rechtliche Fragen seien noch offen. Diese würden jetzt auch mit anwaltlicher Unterstützung versucht zu klären. Wie Jörg Rade vom Investor Papendieck, Rade + Partner - Partnerschaft mbB gegenüber BraWo im Nachgang mitteilte, geht er davon aus, dass in diesem Jahr nicht mehr mit dem Beginn der Bauarbeiten gerechnet werden kann.

Rade bleibt aber optimistisch, dass die offenen Fragen bis Mitte dieses Jahres geklärt werden können, „wenn alle Seiten konstruktiv mitarbeiten“. Sollte das gelingen, würde dann der Bauantrag geprüft werden, was wohl bis mindestens Jahresende dauern werde.
Bei den noch zu klärenden Fragen geht es im Übrigen nicht vordergründig um den Einzug der Stadtbibliothek in das Gebäude, das würde erstmal keine Rolle spielen, hieß es in der Sitzung vom Investor. Es gehe eher um andere Dinge, wie den städtebaulichen Vertrag oder eventuell unterzubringende zusätzliche Stellplätze. Papendieck, Partner Rade Partnerschaft mbB sieht aber keine „unüberwindbaren Hindernisse“ und glaubt weiterhin an eine zügige Einigung.
Das Projekt ist immer noch das gleiche: Der Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs, der bereits seit 2017 vorliegt, zeigt ein Gebäude mit einem rechteckigen Untergeschoss, auf dem sich vier strukturierte „Wohntürme“ befinden.
san
Weltladen zieht um - Neueröffnung im März
Bis vor wenigen Tagen fand sich in der Bahnhofstraße 61 der Weltladen mit seinem offenen Nachbarschaftscafé. Doch seit Montag steht man vor verschlossenen Türen. Jedoch nicht für lange. Denn der Weltladen zieht lediglich um. Bereits ab dem 3. März soll es weiter gehen, und zwar in den Räumen, die einst von den Biofreunden genutzt wurden. Damit bleibt die Straße gleich, nur die Nummer ändert sich zur 44. Die neuen Räume finden sich zwischen Getränke Hoffmann und Fressnapf. Auch wenn bereits ab dem 3. März wieder geöffnet sein soll, ist eine große Eröffnungsfeier erst für Samstag, 8. März 2025, geplant. Von 11 bis 16 Uhr können dann alle Interessierten vorbeischauen und die neuen Räumlichkeiten bestaunen. Bevor der Umzug angegangen wurde, bekamen die Wände einen neuen Anstrich und der Boden erneuert. Die neuen Räume sind größer und bieten damit mehr Platz. Das Konzept bleibt das gleiche: Neben fair gehandelten Produkten aus aller Welt wird ein Café geben, das von vielen Ehrenamtlichen unterstützt wird.