Bauen und Wohnen

Eingefrorene Abfälle vermeiden

Feuchte Bioabfälle neigen dazu, bei Kälte in der Tonne festzufrieren. Foto: Jan Woitas/dpa-mag

23.02.2026

Wenn der Inhalt der Mülltonne gefroren ist, kann dies zu Problemen führen – im schlimmsten Fall kann die Müllabfuhr die Tonne dann nur teilweise oder gar nicht leeren. Darauf weist die Abfallberatung der Stadt Halle (Saale) hin. Die Entsorgungsspezialisten geben Tipps, die auch im Rest des Landes funktionieren:

• Organische Abfälle in den Biotonnen sowie die Restmülltonnen sind besonders betroffen, weil der Wassergehalt hoch ist. Feuchte Bioabfälle wie Kaffeefilter, Kaffeepads oder Teebeutel also am besten vor dem Entsorgen abtropfen lassen und in Zeitungspapier einschlagen.

• Die Abfälle in der Tonne nicht zusammendrücken – sonst kann das Entleeren auch ohne Frost schwierig werden.

• Es kann helfen, Küchenabfälle mit Ästen zu vermischen.

• Da Laub besonders schnell an der Tonne festfriert, sollte man es besser zum Recyclinghof und zu einer Kompostieranlage bringen. Auch die Mülltonne selbst kann man vorbereiten. Die Tonne sollte möglichst sauber und trocken sein, so der Rat der Abfallwirtschaft der Stadt Cuxhaven. Legt man die Tonne direkt nach der Entleerung am Boden mit einer Lage zerknülltem Zeitungspapier oder mit Eierkartons aus, lässt sie sich leichter ausleeren.

Wenn möglich, sollte man die Mülltonne zudem witterungsgeschützt aufstellen – etwa in der Garage oder an der Hauswand unter dem Dach, empfiehlt der Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Außerdem sollte die Tonne nicht überfüllt sein. Denn wenn der Deckel nicht richtig geschlossen ist, kann Regen oder Schnee eindringen – und das kann zum Festfrieren der Abfälle beitragen.
dpa/hü


Plastiktüte oder Papier?

Zum Einkaufen seinen eigenen Beutel mitnehmen, ist immer gut. Geht das aber nicht, steht man vor der Frage: Plastik- oder Papiertüte – was ist mit Blick auf die Umwelt die bessere Wahl? „Papiertüten sehen oft umweltfreundlich aus. Doch wenn man ihre ökologische Gesamtbilanz betrachtet, schneiden sie nicht viel besser oder gar schlechter als Kunststofftüten ab“, sagt Katharina Istel vom Nabu Deutschland (Nabu). Und das, obwohl Plastiktüten in der Regel aus Erdöl bestehen.

Zwar wird Papier vor allem aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz produziert und kann gut recycelt werden. Doch Papiertüten bestehen nur selten aus Altpapier. Fast immer sind sie aus Frischfasern, deren Herstellung viel Holz, Wasser, Energie und Chemikalien verbraucht. „Damit die Papiertüte nicht zu schnell reißt, braucht man hochwertige Fasern, Kleber und andere Chemikalien, deshalb ist die Tüte gar nicht so öko wie sie aussieht“, so Istel, die Referentin für Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung ist. „Schätzungen zufolge müsste man eine Papiertüte dreimal so oft wie eine Plastiktüte nutzen, damit sich die Klimabilanz ausgleicht.“
dpa

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