Viele junge Menschen brechen ihre Ausbildung vorzeitig ab. Die Gründe sind vielfältig: Oft merken sie, dass der Beruf nicht ihren Erwartungen entspricht. Mitunter sind es jedoch auch die Bedingungen im Betrieb oder die Ausbildungsqualität, die zur Kündigung führen. Gleichzeitig fehlen manchen Auszubildenden die nötige Leistungsbereitschaft oder Unterstützung.
Petra Timm, Pressesprecherin von Randstad Deutschland, rät Betrieben, ihre Azubis besser zu begleiten: „Ein Mentor kann eine wertvolle Stütze sein. Er hilft bei Problemen im Alltag, bereitet auf Prüfungen vor und steht für Fragen stets zur Verfügung.“ Dieses Mentoring-Modell hat zahlreiche Vorteile: Es stärkt nicht nur die Ausbildungsqualität, sondern fördert auch die Entwicklung von leistungsstarken, loyalen Fachkräften. Besonders für Auszubildende mit sprachlichen oder fachlichen Schwächen ist individuelle Betreuung entscheidend.
Auch strukturelle Veränderungen in der Ausbildung sind gefragt. Laut einer aktuellen Randstad-ifo-Umfrage wünschen sich viele Unternehmen modernere Berufsschulkonzepte und zeitgemäße Lehrpläne. Andere Vorschläge reichen von mehr Flexibilität und internationaler Erfahrung bis hin zu einer besseren Bezahlung oder einer Verkürzung der Ausbildungsdauer.
Mit einer Mischung aus gezielter Förderung und attraktiven Bedingungen können Betriebe dazu beitragen, dass mehr junge Menschen ihre Ausbildung erfolgreich abschließen und langfristig im Unternehmen bleiben. txn
Beliebteste Ausbildungsberufe 2026
In Deutschland gibt es jede Menge Ausbildungsberufe - von sozialen und kaufmännischen über medizinische und handwerkliche bis hin zu ganz ungewöhnlichen Jobs.
Doch welche Ausbildungen sind eigentlich die beliebtesten? Für welche Berufe interessieren sich besonders viele angehende Azubis? Ausschlaggebend war, bei welchen Berufen die meisten Stellen aufgerufen werden und wo sich die meisten Interessenten tatsächlich bewerben.
Kaufmännische Berufe sind besonders beliebt, aber auch Ausbildungen in den Bereichen Pflege und IT liegen ganz vorne.
Das Top-15-Ranking der beliebtesten Ausbildungsberufe 2026 bildet in etwa ab, was die angehenden Azubis wollen:
• Pflegefachmann/-frau
• Fachinformatiker/in
• Kauffrau/-mann für Büromanagement
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel
• Kfz-Mechatroniker/in
• Verkäufer/in
• Fachkraft für Lagerlogistik
• Koch/Köchin • Bankkaufmann/-frau
• Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen
• Berufskraftfahrer:in
• Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement
• Mechatroniker/in
• Hotelfachmann/-frau
• Elektroniker/in für Betriebstechnik
Weitere Informationen gibt es unter www.ausbildung.de sowie bei HWK, IHK und den Agenturen für Arbeit.
Ausbildungsplatzsuche zählt für die Rente
Noch keinen Ausbildungsplatz gefunden? Dann sollten Jugendliche und junge Erwachsene bei der Agentur für Arbeit zumindest ihr Suchbemühen melden. Denn selbst dafür können sie später Anrechnungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung bekommen. (Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV).
• Von den Anrechnungszeiten profitieren können all jene, die zwischen 17 und 25 Jahre alt sind.
• Nach dem 25. Lebensjahr wird die Ausbildungsplatzsuche in der gesetzlichen Rentenversicherung nur anerkannt, wenn jemand unmittelbar zuvor beschäftigt oder selbstständig gewesen ist und Beiträge in die Sozialversicherung eingezahlt hat.
Wichtige Voraussetzung für die Anerkennung der Ausbildungsplatzsuche ist, dass diese schon mindestens einen Kalendermonat andauert. Für die Rentenversicherung hingegen unerheblich: ob ein Schulabschluss vorliegt, oder während dieser Zeit Leistungen von der Agentur für Arbeit geflossen sind.
Ausführliche Informationen zum Thema finden Interessierte im Netz unter www.rentenblicker.de , dem Jugendportal der Deutschen Rentenversicherung. Auch die kostenfreien Broschüren „Tipps für den Berufsstart“ und „Das Renten-ABC“ stehen unter www.deutscherentenversicherung.de zum Download bereit. dpa


