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An alles gedacht?

Trauer ist wie ein Ozean

Hohe Wogen: scheinen alles zu überspülen. Doch die Trauer verändert sich mit der Zeit.

Sie werden glücklich sein; Sie werden traurig sein. Die Trauer wird nicht die Gleiche bleiben. Foto: Adobe_herlanzer.jpeg

13.05.2026

Alles ist schlagartig anders, wenn man einen geliebten Menschen verliert. Eine hohe Woge wirft Sie nach unten und Sie können einige Zeit die Orientierung verlieren, weil Sie nicht wissen, wo genau Sie jetzt gerade sind. Manchmal spüren Sie dann wieder Boden unter den Füßen oder Sie fangen an zu schwimmen. Dann hat die Hoffnung gesiegt. Einige Trauernde können sich mit der Situation nicht abfinden und möchten weigern weiterzusich schwimmen. Es ist also verständlich, wenn man so schnell wie möglich diesen Ozean verlassen möchte.

Die Wahrheit: Sie werden nie über die Trauer hinwegkommen

Aber Ihre Trauer wird sich verändern und wandeln. Es wird sich anfühlen, als würde sich die Traurigkeit zerstreuen. Dann wird sie mit Macht zurückkehren. Einige Tage werden sich fast angenehm anfühlen. An anderen Tagen werden Sie eine Schwere fühlen, die Sie zu Boden drückt. Etwas löst eine Erinnerung aus: Sie sitzen im Zug, fahren durch die Gegend, lesen ein Magazin und sehen ein Foto von Ihrem Lieblingsort. Und sofort werden die Tränen fließen, obwohl Sie das nicht wollten. In anderen Situationen wird unvermittelt ein Lächel da sein. Eine schöne Erinnerung wird auftauchen. Sie werden glücklich sein; Sie werden traurig sein. Die Trauer wird nicht die Gleiche bleiben. 

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„Darüber hinwegkommen“ ist sowieso nicht das, was Sie wirklich möchten. Das wäre nämlich gleichbedeutend mit Vergessen.

Die Trauer ist ein Teil von Ihnen selbst

Wenn Trauer nicht vollständig verarbeitet wird, kann sich mit der Zeit ein größerer Riss in Ihrem Leben bilden, durch den Ihre Lebensenergie, Ihr Lebenswille und Ihre Perspektive für ein gutes Leben verloren gehen. Ihre Trauer ist eine Möglichkeit, die früheren Kapitel weiterleben zu lassen, indem sie die Bedeutung erlangen, die sie verdienen. Das ist der Schlüssel: Durch das Überwinden wird das Schlechte beseitigt, das Gute aber ebenfalls gelöscht. Wir können unsere Gefühle nicht selektiv betäuben. Wenn wir die schmerzhaften Emotionen dämpfen, betäuben wir auch die positiven Gefühle. Der Wunsch, „darüber hinwegzukommen“, ist eine normale, sehr menschliche Reaktion. Realistischer ist es, dem Menschen, den wir betrauern, einen Platz in unserem Herzen zu geben. Und ihn dort zu lassen. pm/cr

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Mehr Informationen und Tipps zum Thema gibt es unter www.trauer.de


Ein Dankeschön an alle Gäste der Trauerfeier

Für die Danksagung kann ebenfalls eine Karte genutzt werden. Eine Danksagungskarte wird nach der Beisetzung verschickt und kann an alle Gäste der Trauerfeier gerichtet sein sowie an alle Personen, die auf anderem Wege ihr Beileid bekundet haben, zum Beispiel durch Beileidskarten. Gleichzeitig bietet sich mit der Danksagung aber auch die Möglichkeit, eine Einladung zum Sechswochenseelenamt zu verschicken. 

Erläuterung: Das 6-Wochen-Seelenamt, auch Sechswochenamt, ist ein katholischer Gedenkgottesdienst, der etwa sechs Wochen nach dem Tod stattfindet. Es markiert das Ende der ersten, tiefen Trauerphase. 

Als beliebtes Format gilt die einfache flache Karte, da nicht mehr so viele Informationen Platz finden müssen. Gerne wird am Anfang ein Dankesspruch für die Angehörigen gestellt. Das gleiche Motiv von der Trauerkarte oder auch ein Foto des Verstobenen kann auch bei der Trauerdanksagungskarte verwendet werden. Nachfolgend wird der Name des Verstorbenen, darunter das Geburts- und Sterbedatum platziert. Am Ende der Karten werden nochmal die Trauernden aufgezählt, oder stellvertretend derjenige der die Danksagungen verschickt. 

Auch hier haben Sie heutzutage viele Möglichkeiten, Trauerdanksagungskarten nach persönlichen Wünschen individuell drucken zu lassen. Nach der Beisetzung bleibt den Angehörigen etwas mehr Zeit, um den Hinterbliebenen ihren Dank auszusprechen. www.trauer.de