An alles gedacht?

Was Trauernden hilft - und was nicht

Einfach da sein: Trauernde brauchen keine perfekten Worte - oft genügt ein stilles, mitfühlendes Dasein. Foto: Alicia Windzio/dpa-ma

16.02.2026

Trauer ist ein schmerzhafter, oft einsamer Prozess - doch muss er das sein? „Wir brauchen liebe Menschen, um gut unterstützt und mit viel Rücksicht aufgenommen zu werden, um diesen langen Weg der Trauer gehen zu können“, sagt die Trauerbegleiterin Chris Paul im Gespräch mit dem Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau“ (Ausgabe 5B/2025).

Einfach da sein kann reichen

Viele fühlen sich unsicher im Umgang mit Trauernden. „Man weiß nicht, wie man sich verhalten soll, hat Angst, etwas Falsches zu sagen“, so Paul. Ihre Empfehlung: „Uneitel“ helfen nicht für ein Dankeschön, sondern weil ein Mensch in Not ist. „Dann reicht es oft, nur ein bisschen da zu sein, zu reden. Das heißt Normalität.“

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Bindung statt Loslassen

Ein weit verbreitetes Missverständnis: dass Trauern bedeute, loszulassen. „Im Gegenteil“, sagt Chris Paul. Studien zeigten, dass es vielen Menschen helfe, mit den Verstorbenen in Verbindung zu bleiben - sei es durch Erinnerungen, Rituale oder Zeichen.

Auch alltägliche Gesten wie das Tragen eines Erinnerungsstücks oder das Gespräch am Grab seien heilsam: „Wenn ich eine gute innere Verbindung zu den Verstorbenen habe, habe ich tatsächlich mehr Entspannung und Liebe für die Lebenden.“ dpa


Ratgeber „Bestattungsverfügung“

Angehörige stehen bei einem Trauerfall häufig vor der schwierigen Frage, wie Verstorbene sich ihre Bestattung vorgestellt haben. Viele Menschen machen sich aber auch zu Lebzeiten selbst Gedanken über ihre Bestattung und befürchten, dass diese nicht nach ihren Vorstellungen ablaufen könnte. In beiden Fällen würde es helfen, wenn die Wünsche bekannt wären. Aeternitas empfiehlt, sich rechtzeitig mit den Angehörigen über die eigenen Bestattungswünsche auszutauschen und diese in einer Bestattungsverfügung festzuhalten.

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Mit einer schriftlichen und eindeutig formulierten Bestattungsverfügung ist der Wille der Verstorbenen für Hinterbliebene eindeutiger nachvollziehbar als bei einer nur mündlichen Äußerung. Darüber hinaus ist er auch besser nachweisbar, falls es innerhalb der Familie oder mit Behörden zu Konflikten bezüglich der Wünsche Verstorbener kommen sollte.

Ein Ratgeber (12 Seiten, Preis: 4,- Euro zzgl. Versandkosten) erläutert in kompakter Form die wichtigsten Punkte, die eine Bestattungsverfügung enthalten kann und stellt entsprechende Mustertexte für eine eigene Bestattungsverfügung bereit. Gleichzeitig enthält der Ratgeber ein mehrseitiges Formular, um darin Schritt für Schritt Ihre Bestattungswünsche festzuhalten. Mehr Infos unter aeternitas.de