35 Jahre Märkische Oderzeitung

24 Tonnen Papier täglich

Druckerei 1993 wird eine der modernsten Druckanlagen Europas in Frankfurt eingeweiht. Von Anfang an dabei: Stefan Mischke, heute Druckerei-Chef.

Zwei erfahrene Drucker sind René Günther (vorn) und Stefan Baier (hinten). Sie nehmen auf diesem Foto DruckereiChef Stefan Mischke in die Mitte. Foto: Jörg Kotterba

31.03.2025

Es ist Anfang Dezember 1992. In Frankfurt wird nahe der Oder der Grundstein für ein modernes MOZ-Druckzentrum gelegt. Und im Frühjahr 1993 als eine der modernsten Druckanlagen Europas eingeweiht.„Unser neues Druckhaus ist ein Zeichen unserer Erwartung, dass Brandenburg und seine Menschen sich eine positive Zukunft erarbeiten werden“, sagte damals Herausgeber Claus Detjen vor mehr als 200 Gästen aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben. Nach den drei symbolischen Hammerschlägen formulierte er: „In diesem Haus sollen freie Zeitungen für freie Bürger in einem friedlichen Europa gedruckt werden.“ Und Ministerpräsident Manfred Stolpe sprach ganz im Stile eines obersten Landespolitikers: „Möge die Zeitung aus diesem Hause darüber berichten können, dass es in Frankfurt aufwärtsgeht und dass in Brandenburg viele zufriedene Menschen leben.“

Unternehmen aus der Region

32 Jahre sind ins Land gegangen. Das Märkische Medienhaus deckt mit seinen journalistischen Publikationen inzwischen über 70 Prozent der Landesfläche Brandenburgs ab. Circa 500 Mitarbeiter an über 17 Standorten transformieren das Märkische Medienhaus sehr erfolgreich. Im dargestellten Verbreitungsgebiet sind darüber hinaus täglich 3200 Zusteller auf einer Fläche von 15.000 Quadratkilometer unterwegs von Schwedt bis nach Belzig, von Neuruppin bis nach Eisenhüttenstadt.

Unternehmen aus der Region

Einer, der seit 44 Jahren dem Unternehmen die Treue hält ist Stefan Mischke, Chef der Märkischen Medienhaus Druck GmbH, kurz Druckerei-Chef genannt. Täglich, so informiert der 61-Jährige, werden annähernd 24 Tonnen Papier geliefert. „Es kommt aus deutschen Papierfabriken. Vor dem Ukraine Krieg kam das Papier zum großen Teil aus Russland.“

Wann war das Papier besonders teuer? Und was kostet die Tonne jetzt?

Stefan Mischke:„Wir zahlten anfangs 370 Euro pro Tonne. Mit Kriegsbeginn stieg der Preis bis auf 985 Euro pro Tonne. Aktuell kostet eine Tonne Papier jetzt 631 Euro.“

Das Märkische Medienhaus hat im Verlauf der zurückliegenden drei Jahrzehnte viel in den Standort Frankfurt (Oder) investiert.

Stefan Mischke: „Ja, wir haben zuletzt im Jahr 2020 eine hochmoderne Beilagen-Einsteckmaschine installiert. Das Märkische Medienhaus hatte sich Mitte 2019 für diese vier Millionen Euro teure Investition in Weiterverarbeitung und Drucktechnik entschieden. Damit konnten zwei 26 Jahre alte Einsteckmaschinen abgelöst werden, mit der sich jeweils nur bis zu zehn Prospekte in einer Zeitung verarbeiten ließen. Mit der neuen Einsteckmaschine können jetzt bis zu 20 Prospekte in eine unserer Anzeigen-Zeitungen eingesteckt werden. In den Verpackungsmaschinen, den sogenannten Flexpack, werden die Zeitungen mit den beigelegten Prospekten anschließend automatisch zu Paketen verpackt. Der gesamte Prozess läuft viel schneller ab als vorher.“

Wie viele Werbeprospekte bekommen Sie zum Einstecken wöchentlich geliefert?

Stefan Mischke: „Unsere Maschinen sind gut ausgelastet. Rund fünf Millionen Prospekte verarbeiten wir jede Woche.“ 

Meilensteine der Jahre

20. März: Mit einem Punkt-Sieg über den amtierenden Titelverteidiger Charles Williams (USA) wird Profiboxer Henry Maske in Düsseldorf zum ersten Mal Weltmeister im Halbschwergewicht.

23. März: Gegen heftige Proteste aus der Bevölkerung beschließen die Bundesregierung und der Berliner Senat den Abriss des Palastes der Republik.

1. Juli: In der Bundesrepublik wird das frühere vierstellige Postleitzahlensystem durch neue, fünfstellige Ziffernkombinationen abgelöst, um Kosten zu sparen.