Am 1. März vor 35 Jahren fing alles in einer Garage in Schönfließ an. Kein Showroom, kein schicker Tresen. Nur Kisten, Schweiß und zwei Leute mit einer Idee: Christel und Klaus Reschke.
Was damals nach Nachbarschaft und Improvisation roch, wurde Schritt für Schritt zu einem festen Namen in Eisenhüttenstadt. Der Getränkehandel wuchs nicht durch Werbeslogans, sondern durch Verlässlichkeit. Wer bestellte, bekam geliefert. Wer Hilfe brauchte, bekam sie. Und wenn es zu eng wurde, zog die Familie weiter. Mehrfach wechselte der Standort – immer mit dem Ziel, es ein Stück besser zu machen.

Seit dem 1. Dezember 2025 steht der Betrieb nun in der Werkstraße 4. Mehr Platz, mehr Struktur, mehr Möglichkeiten. Helle Regale, klare Wege, moderne Präsentation – aber ohne Schnickschnack. Der neue Standort wirkt wie das, was er ist: ein erwachsen gewordenes Familienunternehmen.
Dass diese Jubiläumsausgabe genau jetzt erscheint, passt. Denn am 1. März feiert das Unternehmen offiziell seinen 35. Geburtstag – und die kommende Woche steht ganz im Zeichen dieses Meilensteins.
Vom Leergutjungen zum Chef
Stefan Reschke kennt das Geschäft vom Boden aus. Seit seiner Jugendweihe hat er im Familienbetrieb mitgearbeitet, Leergut sortiert, Kisten geschleppt. Er weiß, wie sich ein voller Transporter anfühlt – und wie schwer ein langer Arbeitstag sein kann.
Später ging er nach Berlin, absolvierte seine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann. Großstadt, neue Eindrücke, neue Perspektiven. Doch für Stefan Reschke war immer klar: Sein Platz ist hier. In Eisenhüttenstadt. Hier hat er selbst im Verein gespielt, hier kennt man sich, hier lebt seine Familie.
Seit 2010 führt Stefan Reschke das Unternehmen allein. Acht Mitarbeitende stehen inzwischen hinter dem Namen. Und eines ist geblieben: die Nähe zur Stadt. Stefan Reschke unterstützt Vereine wie den FC Eisenhüttenstadt, den SV Vogelsang und den Neuzeller SV – mit Trikots, mit Getränken, mit Sponsoring. Für ihn ist das kein Marketing. Es ist Teil des Ganzen.
„Eine Stadt lebt vom Mitmachen“, sagt er. Und genau das tut er.
Service ist kein Extra
Dienstag ist Liefertag. Wer bis Montag 17 Uhr bestellt – telefonisch, per Mail oder direkt im Laden – bekommt die Kisten gebracht. In die Wohnung. In den Keller. Dorthin, wo sie gebraucht werden. Leergut wird direkt wieder mitgenommen. Ohne Umstände.
Doch der Getränke-Service ist längst mehr als Kistenverkauf.
Zapfanlagen, Kühltechnik, Eiswürfel, Champagnerkübel – alles da für die Feier, an die man oft erst denkt, wenn sie schon geplant ist. Dazu individuell gepackte Geschenkkörbe mit regionalen Spezialitäten. Für Geburtstage. Für Einladungen. Für alle, die nicht mit leeren Händen erscheinen möchten. Man sieht, dass hier nicht einfach gepackt wird – hier wird zusammengestellt.


Der Standort in der Werkstraße ist außerdem GLS- und DPD-Annahmestelle, UPS ist in Planung. Pakete abgeben, Getränke kaufen, Geschenk mitnehmen – Stefan Reschke denkt Service weiter. Wer hier reinkommt, soll mehr erledigen können als nur einen Einkauf.
35 Jahre? Wird gefeiert.
Ab Montag startet die Jubiläumswoche – vom 2. bis 7. März. Jede Kiste Bier ist zwei Euro reduziert, Wasser und Softdrinks gibt es einen Euro günstiger. Eine Einladung, Neues auszuprobieren – oder einfach den Vorrat aufzustocken.
Am 5. März wird zwischen 14 und 17 Uhr zum Kaffeeklatsch mit Ronny Gander ins beheizte Zelt eingeladen – ohne Eintritt. Und am 6. März heißt es ganztägig: Bier und Bratwurst für einen Euro auf dem Gelände. Einfach vorbeikommen. Zusammenstehen. Mitfeiern. Kein großes Spektakel. Sondern genau das, was Stefan Reschke am liebsten sieht: Menschen, die zusammenstehen, reden, lachen.
Stefan Reschke braucht keine große Bühne für sich selbst. Er stellt sie lieber für andere auf. Aber 35 Jahre sind 35 Jahre. Und die feiert man nicht leise.
Marie Lindner


