Der Partyfuchs ist nicht am Schreibtisch entstanden. Er ist gewachsen – zwischen Getränkekisten, Zapfanlagen und Kundengesprächen in der Garage der Eltern.
Mit der Zeit wurde klar: Die Menschen wollten mehr als nur Getränke. Sie brauchten Ausstattung, Technik, Organisation. Aus einzelnen Nachfragen wurde ein Muster. Aus Zubehör wurde Service. Und aus Service wurde schließlich Veranstaltung.
Was zunächst als Ergänzung begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem zweiten Standbein. Nicht als kalkulierter Strategiewechsel, sondern als logische Antwort auf das, was gebraucht wurde.
Vom Ausstatten zum Veranstalten
Wer jahrelang Feste beliefert, versteht irgendwann, wie sie funktionieren. Wie viele Gäste realistisch kommen. Wo Technik gebraucht wird. Und wie aus einem Platz ein Treffpunkt wird.

Mit diesem Gespür und seiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann ging Stefan Reschke den nächsten Schritt. Und der hatte es in sich.
2022 holte er Schlagerlegende Roland Kaiser nach Eisenhüttenstadt – ins Stadion an der Waldstraße. Für eine Stadt dieser Größe war das kein Alltagsprogramm. Mehrere Tausend Besucher kamen, die Nachfrage nach Tickets war groß, die Erwartungen ebenso.
Plötzlich stand dort eine Bühne, wie man sie sonst aus größeren Städten kennt. Licht, Sound, Mitsing-Momente. Als „Santa Maria“ und „Joana“ über den Platz gingen, wurde klar: Das hier ist kein kleines Sommerfest. Das ist ein Konzert, das Maßstäbe setzt. Trotz wechselhaften Wetters blieb die Stimmung stabil. Es wurde gesungen, getanzt, gefeiert.
Für Stefan Reschke war dieser Abend mehr als nur ein Event. Es war der Beweis, dass Eisenhüttenstadt Großveranstaltung kann – wenn jemand bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sauber zu organisieren. Und es blieb nicht bei diesem einen Moment.
Es folgten weitere Veranstaltungen auf der Freilichtbühne, Events auf dem Stahlplatz, Firmenjubiläen, Themenpartys. Für 2026 stehen bereits neue Termine fest: Matze Knop kommt ins Friedrich-Wolf-Theater, im Mai steigt die große Malle-Party auf dem Stahlplatz.
Und ganz aktuell: Die Frauentagsparty am 7. März im Lunik ist bereits ausgebucht. Auch das ist ein Zeichen. Die Menschen wollen raus. Wollen zusammenkommen. Wollen feiern.
Selbst feiern, wenn man feiert
Und selbst beim 35-jährigen Jubiläum des Getränkeservice bleibt Stefan Reschke nicht im Angebotsmodus. Natürlich gibt es in der Aktionswoche Sonderpreise – aber dabei belässt er es nicht. Zur Jubiläumswoche vom 2. bis 7. März wird ein beheiztes Zelt aufgebaut, Ronny Gander sorgt für Stimmung, Musik läuft, es wird zusammengesessen und gefeiert. Wer Partyfuchs ist, hängt nicht nur Rabattzettel aus – er macht aus einer Aktionswoche ein kleines Fest.
Verantwortung und Risiko
Veranstaltungen bedeuten Planung, Investition und Verantwortung. Bühnen, Technik, Künstler, Sicherheitskonzepte – all das verlangt Präzision. Und nicht jedes Detail ist kalkulierbar. Wer Events organisiert, geht ins Risiko. Stefan Reschke weiß das. Und macht es trotzdem.
Eine Besucherin brachte es kürzlich auf den Punkt: Was Stefan Reschke und sein Team in den vergangenen Jahren – und zuletzt am Wochenende – auf die Beine gestellt haben, verdiene ein großes Dankeschön. Die Freilichtbühne lebe wieder. Und selbst der Stahlplatz bekomme Bühnenfeeling.
Solche Rückmeldungen sind für Stefan Reschke Antrieb. Nicht Applaus um seiner selbst willen, sondern das Gefühl, dass eine Stadt wieder zusammenkommt.
Mehr als nur ein Projekt
Der Partyfuchs ist keine Abzweigung vom Getränkeservice. Er ist seine Erweiterung.
Was in einer Garage begann, endet heute nicht an der Ladentür – sondern auf Bühnen, die Eisenhüttenstadt wieder in Bewegung bringen. Stefan Reschke liefert weiterhin Getränke. Und er liefert Erlebnisse gleich mit.
Marie Lindner


