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30 Jahre Jordan Containerdienst GmbH „Wer sich nicht bewegt, der ist sowieso verloren“

Schweres Gerät: Auf dem Recyclinghof des Unternehmens haben die Sattelzüge viel Platz. Was sie geladen haben, das wird auf der Waage exakt nachgemessen. Fotos: MMH
Schweres Gerät: Auf dem Recyclinghof des Unternehmens haben die Sattelzüge viel Platz. Was sie geladen haben, das wird auf der Waage exakt nachgemessen. Fotos: MMH

Containerdienst Jordan kümmert sich seit 30 Jahren um mehr als nur die Entsorgung / Inhaberfamilie setzt auf Kontinuität und Innovation

Casekow. „Müll? Das kann weg!“ So leicht der Ausspruch Unwissenden über die Lippen kommt, so kompliziert ist meist die Umsetzung. Wie gut, dass es die Profis aus Casekow gibt: Der Containerdienst Jordan blickt in diesen Tagen auf 30 Jahre Firmenbestehen zurück.

Mit langer Erfahrung und dem Profiblick ist gerade bei sperrigen Bauabfällen schnell klar: Schutt, Holzabfälle, Asbestreste – mit „einfach nur weg“ ist es allein schon wegen den Ausmaßen bei Abriss oder Sanierung nicht getan. Was noch dazu kommt: Vorschriften und Bestimmungen, die besonders bei der Entsorgung streng geregelt sind. Bei Jordans ist man aber auch hier richtig, denn der Containerdienst ist ein langjährig zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb. Ein Qualitätsmerkmal, auf das noch vor Jahren kaum jemand Wert legte, wie Ariane Jordan erzählt. „Doch das hat sich geändert, heute wissen wir, warum sich der enorme Aufwand und die Kosten jedes Jahr auf’s Neue lohnen. Nachgewiesene Qualität, gepaart mit der Erfahrung, das wissen unsere Kunden zu schätzen.“

Aus zwei LKW wurden 18 Laster, Belegschaft wuchs auf 30 Mitarbeiter

Betriebssitz: Dass Container hier eine wichtige Rolle spielen, ist an den liebevoll gestalteten Mini-Containern zu erkennen.
Betriebssitz: Dass Container hier eine wichtige Rolle spielen, ist an den liebevoll gestalteten Mini-Containern zu erkennen.
Mehr Bewusstsein in der Bevölkerung und bei öffentlichen Auftraggebern ist nicht das einzige, was sich mit den Jahren deutlich verändert hat. Sichtbar ist das vor allem an der Technik, die im Büro, in LKWs und auf dem Recyclinghof Einzug gehalten hat. Der Abschied von der Zettelwirtschaft steht bevor, auch wenn das nicht einfach umzusetzen ist. Momentan betrifft das die Fäkalienentsorgung, bei der nicht mehr jeder Schritt per Hand notiert wird, sondern nun digital nachvollziehbar sein soll, was wo in welcher Menge abgeholt und entsorgt wurde. Eine Umstellung für das Unternehmen, das aber letztendlich auch Arbeitszeit einsparen soll, wenn sich erst einmal alles eingespielt hat. „Wer sich nicht bewegt und mit der Zeit geht, der ist sowieso verloren. Deshalb stellen wir uns den Herausforderungen frohen Mutes“, sagt Michael Jordan.
  
Den Optimismus haben die Jordans von der Familie mitbekommen. Denn es waren Michael Jordans Eltern Ingeborg und Gerhard, die gemeinsam mit ihrem Sohn am 14. Juli 1990 den Betrieb aus der Taufe hoben. Angesteckt vom Gründergeist seien sie gewesen. „Mein Vater war sich sicher, dass wir’s einfach anpacken müssen. Ein mutiger Schritt, den ich heute rückblickend noch höher einzuschätzen weiß“, sagt Michael Jordan. Dabei sei es gar nicht schlecht gewesen, dass der komplette Überblick noch nicht dagewesen sei, schließlich erschienen die Risiken vermeintlich überschaubar. „Und wir konnten langsam wachsen, Fehler machen und uns Stück für Stück entwickeln“, unterstreicht der damalige Junior-Chef.

Energieholzgewinnung ist weiteres, noch junges Standbein des Unternehmens

Ein Team beruflich wie privat: Ariane und Michael Jordan vom gleichnamigen Containerdienst meistern im Alltag mit einem Lächeln jede Herausforderung.
Ein Team beruflich wie privat: Ariane und Michael Jordan vom gleichnamigen Containerdienst meistern im Alltag mit einem Lächeln jede Herausforderung.
Mit der Abfuhr von Abwasser und Mülltonnen in Casekow und den umliegenden Orten fing alles an. Als dann auch Anfragen kamen, zusätzlich Glas und Papier mit zu entsorgen, wurde nicht lange überlegt und zugesagt. Aus den zwei LKW sind inzwischen 18 große Laster und Sattelzüge geworden. Auf dem betriebseigenen fünf Hektar großen Recyclinghof wird Bauschutt aufbereitet, Mischabfälle werden sortiert und biologische Abfälle kompostiert. Und Zuwachs gab es natürlich auch in der Mitarbeiterschaft. Knapp 30 Mann stark ist die Belegschaft heute. Ein gutes Team, das zusammenhält, wie die Jordans betonen. Vor etwa 12 Jahren zogen sich die Senior-Chefs zurück, überließen der nächsten Generation das Feld. „Sie haben uns den Übergang sehr leicht gemacht, weil sie sich allmählich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen haben. Sie sind bis heute da, wenn’s Fragen gibt oder wir über Geschäftliches ins Grübeln kommen“, erzählt Ariane Jordan, die 1996 in den Betrieb eingestiegen ist.

Genauso wollen sie es auch einmal machen, wenn die Zeit reif ist. Zwei Kinder hat das Ehepaar, Sohn Christian packt wie einst der Vater mit an und steht seit diesem Jahr als zweiter Geschäftsführer tatkräftig an der Seite seiner Eltern. Dabei kümmert er sich intensiv um einen weiteren Geschäftszweig des Unternehmens: die Energieholzgewinnung. Die Jordans erkannten bereits vor Jahren den Trend hin zu neuen Heizmethoden und investierten erst in diesem Jahr einen sechsstelligen Betrag, um im wachsenden Markt der Holzhäckselproduktion weiter am Ball zu sein. Der gute Ruf des Unternehmens half ihnen, auch in diesem Metier Fuß zu fassen und Partner zu finden. Vor allem die entsprechende Technik schlägt ordentlich zu Buche. Aber nur mit diesem Knowhow ist es möglich, diese Aufgaben fachgerecht zu stemmen. So können im Auftrag der Waldbesitzer oder auch in Eigenvermarktung am Tag bis zu 500 Kubikmeter Holz gehäckselt, in die 12 blauen, nicht übersehbaren Großraumcontainer verladen und zu den Heizkraftwerken gebracht werden. „Manchmal ist man da tagelang im Wald und kommuniziert nur per Handy“, so Michael Jordan. „Wenn da die Kommunikation klappen soll, dann muss man sich aufeinander verlassen können.“

Weil er das kann, sind er und seine Familie auch sehr stolz, dass die Firma mit nun 30 Jahren auf soliden Füßen steht. „Unser Dank richtet sich daher vor allem an unsere Mitarbeiter. Nur mit Eurer Einsatzbereitschaft ist es möglich, diese Leistungen zu erreichen. Allen Kunden und Geschäftspartnern sei ebenfalls gedankt – ohne deren Vertrauen in unsere Firma würden wir heute nicht da stehen, wo wir sind!“, so Michael Jordan. Das alljährliche Mitarbeiter-Sommerfest, das in diesem Jahr mit Familien, Freunden und Geschäftspartnern eigentlich geplant war, muss zwar verschoben werden, die Planung für einen neuen Termin läuft aber bereits.
  
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