In diesem Jahr erwachsen...Endlich Von Zuhause ausziehen

Es fühlt sich verdammt gut an: die erste eigene Wohnung oder das WG-Zimmer. Doch damit es so bleibt, muss man jetzt vieles allein klären, worum man sich bisher keine Sorgen machen musste. Foto: Archiv
Es fühlt sich verdammt gut an: die erste eigene Wohnung oder das WG-Zimmer. Doch damit es so bleibt, muss man jetzt vieles allein klären, worum man sich bisher keine Sorgen machen musste. Foto: Archiv

Die erste eigene Wohnung bringt viele Vorteile, aber auch einiges an Verantwortung mit sich

Klar, am 18. Geburtstag fühlt man sich cool und erwachsen. Aber so richtig erwachsen wird man erst, wenn man eine Zeit lang wirklich nur auf sich gestellt ist. Viele gehen diesen Schritt, sich eine eigene Wohnung oder WG zu suchen, sehr früh. Dazu gehört nicht nur Mut und Neugier. Der Entschluss sollte gut überlegt sein und nicht spontan aus einer Laune heraus getroffen werden. Ein paar Tipps können helfen, wenn man sich sicher ist.

- Man sollte zu einer Zeit von Zuhause ausziehen, wo man gerade keinen oder wenig Stress hat. In den ersten Wochen nach dem Umzug wird man noch genug mit Einrichtung, Einleben und organisatorischen Dingen zu tun haben.

- Wichtig ist, rechtzeitig im Bekanntenkreis nach motivierten Umzugshelfern zu suchen und sich um einen Transporter zu kümmern. Dazu gehört auch eine Pausenversorgung.

- Auch muss man an alle organisatorischen Dinge denken, wie zum Beispiel Telefon- und Internetanschluss, Strom und Gas anmelden, sowie sich ummelden beim Einwohnermeldeamt.

- Wenn man von Zuhause auszieht, kann es sein, dass man in der ersten Nacht alleine etwas Angst in der neuen Wohnung hat. Es kann also nützlich sein, eine(n) Freund(in), zu fragen, ob er/sie in der ersten Nacht mit übernachtet.

- Von nun an nimmt niemand mehr die Arbeit ab, die in einem Haushalt anfällt. Es bringt nichts, den Haushalt aufzuschieben, also sollte man versuchen, von Anfang an Routine in die anstehenden Aufgaben zu bringen. Vielleicht legt man feste Putztage fest.

- Sich den Haushalt so leicht wie möglich machen, heißt sich selbst für die Arbeiten, die noch ungewohnt und vielleicht etwas nervig sind, zu motivieren: Zum Beispiel die Lieblingssongs laut aufdrehen oder sich für die Zeit danach etwas vornehmen, worauf man sich freuen kann.

- Vom ersten Tag an ist es wichtig, seine Unterlagen gut wegzulegen. Am besten sollten sie so abgeheftet werden, dass man sie auch schnell wiederfindet: Ordner für bestimmte Themen anlegen und vor allem Briefe nicht tagelang ungeöffnet liegen lassen.

- Die neue Freiheit genießen: Neben allen Pflichten und Herausforderungen darf man auch einfach mal die coole Zeit in der neuen Wohnung genießen. (pm/cr)
 

Volljährig für Schalttagskinder

In diesem Jahr ist es wieder passiert: Das Jahr 2020 ist ein Schaltjahr, und so gab es mit dem 29. Februar einen besonderen Geburtstag, der nur alle vier Jahre eintritt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kommen an einem Februartag in Deutschland durchschnittlich etwa 2040 Babys zur Welt. In ihrem erwartungsgemäß etwa 80 Jahre langen Leben haben die am 29. Februar geborenen „Schalttagskinder“ – streng genommen – nur alle vier Jahre Geburtstag: Sie werden etwa 20 Mal an diesem Datum feiern können. In den Jahren dazwischen können sie auf den 28. Februar oder den 1. März ausweichen. Offiziell ein Jahr älter werden sie dann aber erst am 1. März – das ist sogar gesetzlich in § 188 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) festgelegt. Also: Die Feier darf sich das „Schalttagskind“ zwar aussuchen, aber wirklich 18 wird es in jedem Fall erst mit dem Märzbeginn. (pm)

Selber versichern?

Endlich 18 - was gilt für Versicherungen? - Theoretisch können Volljährige sich nun überall selbst versichern. Aber gerade wenn sie noch in Schule, Studium oder einem freiwilligen sozialen Jahr stecken macht es Sinn, bei den Eltern mitversichert zu bleiben. Das geht kostenlos bis zum 25. Lebensjahr bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Azubis dagegen können sich nicht kostenlos über die Familienversicherung mitversichern. Sie sind in der Regel gesetzlich krankenversichert. Da die Ausbildung als sozialversicherungspflichtige Tätigkeit gilt, müssen Azubis in eine gesetzliche Krankenkasse eintreten.

Auch bei der privaten Haftpflichtversicherung, der Rechtsschutz-, der Hausrats- und der Auslandskrankenversicherung gibt es die Möglichkeiten, bei den Eltern versichert zu bleiben. Die Altersgrenzen und Voraussetzungen unterscheiden sich teilweise sehr stark unter den Anbietern. Deshalb informiert man sich am besten bei seinem Versicherungsvertreter. (Quelle: stiftung warentest)
 

Wer im Elternhaus das Sagen hat

Zur Abgabe von Kostgeld besteht keine Verpflichtung

Der Nachwuchs ist volljährig, da stellt sich so manches Elternteil die Frage: Behalte ich meine Rolle als Bestimmer?

Erst mal zur Beruhigung und im Prinzip Ja. Denn der berühmte Spruch: „Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch steckst ...“ beinhaltet tatsächlich eine große Portion Wahrheit; sogar über den 18. Geburtstag hinaus. Solange Kinder nämlich bei ihren Eltern wohnen, haben sie sich im Prinzip nach deren Regeln zu richten. Das sogenannte Hausrecht wird vom Wohnungsmieter oder eben auch Hauseigentümer ausgeübt.

Nun dürfen Eltern zwar nicht vorschreiben, mit wem die Kinder befreundet sind oder wann sie ins Bett gehen, wohl aber, wer im Haus ein- und ausgeht und wann sie ihre Ruhe haben wollen. Halten sich die volljährigen Kinder nicht an die elterlichen Regeln in der elterlichen Wohnung, dürfen die Eltern ihr volljähriges Kind schlimmstenfalls vor die Tür setzen. Im Fachjargon können sie ihren Kindern ohne Begründung ein Hausverbot erteilen. Natürlich sollte jedoch immer ein einvernehmlicher Auszug eines volljährigen Kindes aus der elterlichen Wohnung angestrebt werden.

Wohnen junge Erwachsene noch zu Hause und verdienen schon eigenes Geld, können sie nicht zur Abgabe von Kostgeld gezwungen werden. Gesetzliche Regelungen oder verbindliche Verpflichtungen dazu gibt es nicht. Eine Beteiligung an der Haushaltskasse halten Experten allerdings für durchaus angemessen. Wie hoch die ausfallen könnte, klären Eltern und Kind am besten im gemeinsamen Gespräch. (Quelle: jumpradio)
HUK-Coburg - Vertrauensmann Martin Schröder
Eisenhüttenstädter Gebäudeservice GmbH
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