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30 Jahre Bestattungsinstitut Fürstenberg/Oder Ilona Cikursch

Die Firmengründerin ist noch mit dabei

Erfolgreiches Bestattungshaus Ilona Cikursch begeht sein Gründungsjubiläum mit neuer Führung

Ilona Cikursch und Christian Pohl Foto: Henry-Martin Klemt

5.08.2021

Die Firmengründerin sitzt mit am Tisch, auch wenn sie die Verantwortung für ihr seit drei Jahrzehnten erfolgreiches Bestattungshaus Ilona Cikursch in diesem Jahr in die jüngeren Hände von Christian Pohl gelegt hat. Die diplomierte Bauingenieurin mit der Spezialisierung Landschaftsgestaltung erinnert sich gut an den Schritt in die Freiberuflichkeit: „Das war die größte Herausforderung in meinem Leben.“ Mit leitenden Funktionen war sie bereits vertraut, als sie ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen wollte. Doch am Anfang hatte ihr Bestattungshaus, das am 1. August 1991 eröffnet wurde, nicht einmal einen eigenen Telefonanschluss. „Wir haben ein Kabel zum Nachbarn verlegt“, erinnert sich Ilona Cikursch. Schritt für Schritt entwickelte sich das Unternehmen. 2004 wurde der Firmensitz in die Kastanienstraße 15 a verlegt, wo er sich auch heute noch befindet. Christian Pohl führte vor drei Jahren die eigene Trauerbewältigung zu seinem Wunschberuf. „Der Verband deutscher Bestatter bietet vielfältige Qualifizierungen und Fortbildungen an“, erläutert der junge Firmenchef. Eine kleine Galerie von Zertifikaten an der Wand bestätigen ihm kaufmännische Kenntnisse, Sachkunde vom Friedhofswesen bis zur Trauerfloristik, Kompetenz in der Trauerbegleitung ebenso wie bei der Hygienischen Versorgung der Verstorbenen oder im Personenstandswesen. In den kommenden Jahren will Christian Pohl auch eine Weiterbildung zum Bestattermeister absolvieren. Seit einiger Zeit steht er den Hinterbliebenen auch als Trauerredner zur Verfügung. Darüber hinaus engagiert Christian Pohl sich auch noch ehrenamtlich als Kinder- und Jugend-Hospizbegleiter und im Hospiz für Erwachsene. In Zusammenarbeit mit dem Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. als Trägerverein in Eisenhüttenstadt hat er auch dafür die entsprechenden Zertifikate erworben und begleitet seitdem Sterbende und ihre Familien in der für sie oft schwersten Zeit. Für den jungen Unternehmer und Familienvater ist daraus das Motto entstanden: Lerne das Leben zu schätzen.

Diese Erfahrung teilt er mit Ilona Cikursch, für die ein Bestatter eher einer Berufung folgt, als einem Beruf nachgeht. „Man lebt intensiver und gewinnt eine andere Einstellung zum Leben.“ Ihrem Nachfolger steht sie weiter zur Seite, auch wenn sie den Ruhestand „in vollen Zügen“ genießt, wie sie sagt. Sie freut sich über das verjüngte Team, zu dem auch Trauerberaterin Linda Geyer seit Anfang des Jahres gehört. Mittlerweile hat Christian Pohl begonnen, auch das Ambiente des Hauses aufzufrischen. So gibt es einen neu gestalteten Abschiedsraum. Aus dem Grün als dominierender Farbe ist Himmelblau geworden. Zugleich setzt Christian Pohl die Traditionen des Unternehmens fort.„An den Hinterbliebenen ist es, zu trauern, um den Rest kümmern wir uns.“

Aufmerksam registriert Christian Pohl die Veränderungen in den Erwartungen der Kunden. Alternativen zur klassischen Erd- oder Feuerbestattung liegen im Trend. Die Nachfrage zu einer Bestattung im Ruheforst Schlaubetal oder auch anderenorts nimmt zu. Auch die Seebestattung wird häufiger gewünscht. Ein schönes Symbol ist der „Lebensbaum“, der durch die Asche eines Verstorbenen Nahrung erhält. Das kann bei spezialisierten Vertragsunternehmen und unter notarieller Aufsicht in den Niederlanden, Tschechien oder in der Schweiz geschehen, bevor der Setzling dann seinen endgültigen Platz in einem Garten oder in der freien Natur erhält. „Die Stadt wird älter, die Jugend geht“, sagt Christian Pohl. „Manche sorgen sich darum, wie die Grabstätte dann gepflegt wird, und weichen auf anonyme und halbanonyme Bestattungen aus. Aber das Spektrum der Möglichkeiten ist größer.“ Die Pandemie hat auch die Tendenz zu kleineren Abschiedsfeiern im Kreis der Freunde und Familien verstärkt. „Wir möchten ein Angebot machen, das genau zu den Erwartungen der Hinterbliebenen passt und gut von uns organisiert wird, ob es die Trauerrede, die Bestattungsfloristik, Gastronomie oder andere Dienstleistungen betrifft. Das Entscheidende bleibt schließlich immer der Abschied in Würde.“ Zunehmend möchten Menschen auch für den Fall des eigenen Ablebens Vorsorge treffen. Dabei geht es neben der finanziellen Absicherung um zahlreiche Einzelheiten der Bestattungszeremonie oder die Gestaltung der Grabstätte. Auch hier steht das Bestattungshaus Cikursch als Ansprechpartner zur Verfügung. Aber auch das gute Arbeitsklima lag Ilona Cikursch immer am Herzen. „Es waren stets gute Mitarbeiter, die hier den Hinterbliebenen Beistand leisteten.“ Christian Pohl fühlt sich dieser Verantwortung gewachsen. „Die nächsten drei Jahrzehnte sind für mich die größte Herausforderung. Und eine freundliche Geste, die wir nach einer gelungenen Veranstaltung erfahren, ist für uns die schönste Bestätigung.“ Klemt/red

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