Anpfiff Saison 2020/2021 FC Schwedt als „UM“-Solist

Kader: Nico Hanse, Patrick Büchner, Michal Adamczak, Michal Studzinski, Zymon Wierzchowski, Manuel Fuchs, Philipp Ulrich, Christian Staatz, Nico Hubich, Uwe Zenk, Tomasz Lapinski, Peter Jäger, Bartosz Klonowski, Sven Lenz sowie Lucien Schmidt, Bjarne Zenk, Stefan Liermann, Lukasz Kargol, Ibrahim Tounkara, Markus Heise und Benjamin Lemke (v. l. o. nach r. u.). Marcel Freitag, Bartosz Flis fehlen. Fotos: Carola Voigt
Kader: Nico Hanse, Patrick Büchner, Michal Adamczak, Michal Studzinski, Zymon Wierzchowski, Manuel Fuchs, Philipp Ulrich, Christian Staatz, Nico Hubich, Uwe Zenk, Tomasz Lapinski, Peter Jäger, Bartosz Klonowski, Sven Lenz sowie Lucien Schmidt, Bjarne Zenk, Stefan Liermann, Lukasz Kargol, Ibrahim Tounkara, Markus Heise und Benjamin Lemke (v. l. o. nach r. u.). Marcel Freitag, Bartosz Flis fehlen. Fotos: Carola Voigt

Spielertausch: Zwei polnische Akteure nicht mehr im Kader, zwei Neuzugänge ersetzen ihre Landsmänner. Auf noch breiterer Front wird auf jüngere Akteure gesetzt.

Einer außergewöhnlichen Fußballsaison folgt keine ganz normale. Für die Landesliga Nord, in welcher der FC Schwedt weiterhin Uckermark-Solist bleibt, gibt es 17 statt bisher 16 Mannschaften, dadurch zwei Partien pro Team sowie insgesamt vier Spieltage mehr.

Die Kontrahenten bleiben weitgehend die gleichen wie in der frühzeitig nach 18 Spieltagen abgebrochenen Vorsaison. SV Zehdenick stieg in die Brandenburgliga auf, zwei Landesklasse-Staffelerste kommen dazu: BC Birkenwerder und Eintracht Alt Ruppin – letztere wieder mit weiter Fahrstrecke. „Allein deshalb, dass sich dann die Fahrwege verkürzen, sollten wir uns um den Aufstieg in die Brandenburgliga bemühen“, unkt man da bisweilen schon in Sachen Saisonziel der Oderstädter. Rein sportlich ist dies natürlich auch sehr reizvoll – aber auch realistisch?

„Es ist kein Aufstiegszwang vorhanden“, zeigt sich der Vereinsvorstand eher zurückhaltend. Natürlich solle die Mannschaft möglichst weit oben mitspielen.

Im Team ist man ehrgeizig, aber auch realistisch: Wie die Vorsaison zu Ende gegangen wäre, muss nach dem frühen Abbruch ohnehin Spekulation bleiben. Was jeden Sommer passiert, sei auch diesmal zu verfolgen: Insbesondere die Teams aus dem Berliner Speckgürtel verstärken sich von Jahr zu Jahr; diesmal wohl vor allem der Vorjahresdritte Stahl Brandenburg. Mit einem weitgehend stabilen Kader wolle man aber möglichst weit oben mitspielen, hieß es aus dem Team nach dem jüngsten 5:0 beim Landespokal-Auftakt gegen Liga-Konkurrent Grün-Weiß Brieselang.

"Coach freut sich über steigende Offensiv-Konkurrenz."

Personell bedauerlich ist, dass neben Marcin Wawrzyniak vor allem auch Radeslaw Stasiak als echte Größe in der Innenverteidigung die Mannschaft verließ. Angesichts zweier namentlich durchaus hochkarätiger Neuzugänge herrscht bei den Oderstädtern aber durchaus Optimismus: Bartosz Flis (Neustrelitz) und Szymon Wierzchowski (Torgelow) haben zuletzt in der NOFV-Oberliga gekickt, Letzterer allerdings lediglich die drei Partien der jüngsten Rückrunde. Sie sollen auf alle Fälle das Offensivpotenzial des Teams stärken. „Es ist jetzt mehr Konkurrenzkampf in der Truppe vorhanden“, freut sich Coach Tomasz Lapinski.

Mit 33 erzielten Treffern bei 18 Begegnungen gehörten die Oderstädter in Sachen Toreschießen zuletzt nicht gerade zur Elite der Nordstaffel: sieben Teams trafen häufiger. 29 Gegentore sind dagegen der viertbeste Wert gewesen. Großer Rückhalt war erneut Schlussmann Bartosz Klonowski. Nicht nur, dass er als einziger Akteur die gesamten 1620 Spielminuten auf dem Feld war – seine Leistungen sicherten dem FCS so manchen Zähler. Stasiak (3 Tore) war mit 1440 Minuten derjenige, der am zweitlängsten spielte; es folgen Stephan Liermann (1419), Philipp Ulrich (1411 – mit zehn Treffern bester Torschütze des Teams) und Kapitän Nico Hubich (1342).

Das Trainer-Duo Tomasz Lapinski/Uwe Zenk setzt weiter auf die Verjüngung des Ensembles: Besonders Bjarne Zenk (11 Einsätze/zwischenzeitlich länger verletzt), Markus Heise (12) und Nico Hanse (11/1 Tor), aber auch Christian Staatz (4) sind jene Akteure, auf welche die Oderstädter künftig noch stärker bauen wollen. Andere klopfen an.

Spielplan für den FC Schwedt 2020/21: Auftakt und Abschluss jeweils auswärts

1./18. Spieltag (22.8.2020/20.2.2021) FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf – FC Schwedt
2./19. Spieltag (29.8.2020/27.2.2021) FC Schwedt – Chemie Premnitz
3./20. Spieltag (5.9.2020/6.3.2021) FSV Babelsberg – FC Schwedt
4./21. Spieltag (19.9.2020/13.3.2021) FC Schwedt – Oberhavel Velten
5./22. Spieltag (26.9.2020/20.3.2021) Birkenwerder BC – FC Schwedt
6./23. Spieltag (3.10.2020/27.3.2021) FC Schwedt – Schwarz-Rot Neustadt
7./24. Spieltag (17.10.2020/3.4.2021) Grün-Weiß Ahrensfelde – FC Schwedt
8./25. Spieltag (24.10.2020/10.4. 2021) FC Schwedt spielfrei
9./26. Spieltag (31.10.2020/17.4.2021) FK Hansa Wittstock – FC Schwedt
10./27. Spieltag (7.11.2020/24.4.2021) FC Schwedt – SV Babelsberg II
11./28. Spieltag (14.11.2020/1.5.2021) FC Schwedt – Fortuna Babelsberg
12./29. Spieltag (21.11.2020/8.5.2021) FC Hennigsdorf – FC Schwedt
13./30. Spieltag (28.11.2020/15.5. 2021) FC Schwedt – Eintracht Alt Ruppin
14./31. Spieltag (5.12.2020/29.5.2021) Fortuna Glienicke – FC Schwedt
15./32. Spieltag (12.12.2020/5.6.2021) FC Schwedt – Einheit Perleberg
16./33. Spieltag (19.12.2020/12.6. 2021) Grün-Weiß Brieselang – FC Schwedt
17./34. Spieltag (13.2.2021/19.6.2021) FC Schwedt – Stahl Brandenburg

Landesliga Nord 19/20

Abschlusstabelle (nachQuotientenregel)
1. SV Zehdenick 17 50:20 36 2,11
2. BSC Fortuna Glienicke 17 45:25 33 1,94
3. Fortuna Babelsberg 18 35:30 33 1,83
4. FC Stahl Brandenburg 17 38:32 31 1,82
5. Grün-Weiß Ahrensfelde 18 42:29 32 1,77
6. Concordia Buckow/Walds. 17 44:29 28 1,64
7. FC Schwedt 18 33:29 29 1,61
8. SV Babelsberg II 18 36:33 29 1,61
9. TSV Chemie Premnitz 18 31:23 26 1,44
10. FSV Babelsberg 17 33:31 24 1,41
11. Schwarz-Rot Neustadt 18 21:29 20 1,11
12. Einheit Perleberg 18 25:39 20 1,11
13. SC Oberhavel Velten 18 27:38 17 0,94
14. FK Hansa Wittstock 17 25:38 15 0,88
15. Grün-Weiß Brieselang 18 18:49 14 0,77
16. FC Hennigsdorf 18 8:37 8 0,44
Insgesamt wurden 21 Akteure eingesetzt. Außer den bereits Genannten waren dies noch: Michal Studzinski (17 Einsätze/5 Tore), Marcin Wawrzyniak (16/4), Manuel Fuchs (16/4), Lukasz Kargol (15/1), Michal Adamczak (13/1), Benjamin Lemke (9/0), Patrick Büchner (9/2), Marcel Freitag (8), Martin Oertel (2), Lucien Schmidt (2), Maciej Grabszewski (1) und Niklas Kämke (1/alle ohne Tor).

Auftakt bei der Concordia

Fortuna Glienicke, letzter FCSKontrahent in der Abbruchsaison, und der FC Concordia Buckow/ Waldsieversdorf (wie der FCS ohne große Kadersprünge) waren die hochkarätigen Neulinge im Spieljahr 2019/20. Sie zählen wohl auch jetzt zu den Mitfavoriten. Bei den Glienickern stehen knapp zehn Abgängen etwa genauso viele Zugänge gegenüber. In Waldsieversdorf erhalten die Oderstädter in sieben Tagen die erste Antwort über die aktuelle Ligastärke. Dann haben sie nach fast neun Monaten (!) die Chance, endlich in der Liga wieder einen Punkte-Dreier zu buchen. Der letzte stammt vom 16. November 2019 (3:0 in Velten). Die Rückserie im Februar/März brachte einen Zähler aus drei Partien.

Eine Woche später ist Punktspiel-Heimpremiere gegen den letztjährigen Neunten, Chemie Premnitz (im Vorjahr 0:1). Danach geht es zum aktuell coronageplagten FSV Babelsberg, wo man 2019 mit 1:3 unterlag, ehe eventuell Pokalrunde 3 ansteht. Die Hinrunde endet nicht vor Weihnachten, sondern erst nach siebenwöchiger Winterpause am 13. Februar. Dann geht es nahtlos in die Rückrunde, die einzig durch das freie Pfingstwochenende (falls nicht ein Nachholspiel ansteht) unterbrochen wird – sowohl Ostern als auch am 1. Mai sind reguläre Punktspieltage. Das Saisonende ist am 19. Juni geplant, die Oderstädter haben am 8. und 25. Spieltag wegen der ungeraden Anzahl von Teams spielfrei.

Ein Mammutprogramm ist also zu bewältigen, von dem zu hoffen ist, dass es nicht wegen einer erneuten Coronakrise unter- oder sogar abgebrochen wird. Die Gastgeber haben nach den Vorschriften zu handeln, Zuschauer müssen sich daran halten, um den Spielbetrieb nicht zu gefährden. Ansonsten kann der Spaß am Fußball ganz schnell wieder vorüber sein. Das will niemand! Von Jörg Matthies

Statistisches

Der FC Schwedt war mit 17 Punkten (5 Siege, je zwei Remis und Niederlagen) siebtbestes Heimteam und sammelte auswärts mit 12 Zählern (4/0/5) die sechstmeisten. Fortuna Glienicke (24 Punkte) war knapp vor dem SV Zehdenick und Stahl Brandenburg (je 22) beste Heimvertretung der Staffel; auswärts schnitt Chemie Premnitz (9 Spiele/19 Punkte) am besten ab. Am fairsten war der SV Zehdenick (Quote 1,7), der FCS rangiert hier auf Rang 6 (2,5) bei je einmal Rot und Gelb/Rot.
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