Lindower Regatta Segler e.V. Traumhafte Realität

Volle Segelfläche voraus: Schön bunt sehen die Boote aus, wenn der Spinnaker auf dem Vorwindkurs hoch gezogen wird. Fotos (3): Pauline Schubach
Volle Segelfläche voraus: Schön bunt sehen die Boote aus, wenn der Spinnaker auf dem Vorwindkurs hoch gezogen wird. Fotos (3): Pauline Schubach

Schon zum vierten Mal wehte die Flagge der Lindower Regattasegler über dem Ixylon Cup

Lindow. Insgesamt 32 Bootsmannschaften aus fünf Bundesländern starteten beim Ixylon-Cup in Lindow am 1. und 2. August. Das ist eine immense Steigerung im Vergleich zur ersten Regatta, die vor fünf Jahren von den Lindower Regattseglern (LRS) durchgeführt wurde. Damals standen 14 Boote an der Startlinie. Frank Steinmeyer erinnert sich, dass er 2015 von 30 Booten nur träumen konnte. Dieses Jahr ist dieser Traum Realität geworden und der Cup gehört mittlerweile zu den größten Veranstaltungen dieser Bootsklasse.

Im Regattakalender war der Cup für den 13. und 14. Juni angesetzt, aber wegen der Corona-Beschränkungen wurde das Event auf das erste Augustwochenende verschoben. Daher reisten erst am 31. Juli die Sportler in die Drei-Seen-Stadt. Viele Helfer der Lindower Regattasegler und ein ausgearbeitetes Hygienekonzept ermöglichten das sportliche Wochenende bei Sonnenschein. Eröffnet wurde der Cup am Sonnabend mit der Steuermannsbesprechung. Daraufhin wurden die Segler mit einem dreifachen „Ixy“-„lon“ und der Hoffnung auf guten Wind aufs Wasser gelassen. Um 12 Uhr ertönte das Signal zur ersten Wettfahrt. Drei weitere waren für den ersten Tag angesetzt. Aufgrund der schwierigen Windverhältnisse, mit kurzen aber heftigen Drehern zwischen sechs und zehn Knoten, hatte sich die erfahrene Wettfahrtleitung – Enrico Hauschild, Bernd Mau und Paul Bauer – nicht für einen klassischen Kurs entschieden. So segelten die Ixylons nicht im olympischen Dreieckskurs, sondern im Up-and-Down-Kurs rund zwei Kilometer über den Gudelacksee.
  
In voller Pracht.
In voller Pracht.
Am Ende des ersten Tages standen dann drei Wettfahrten auf der Liste, die vom amtierenden Deutschen Meister Volker Schoen und Andreas Schickel angeführt wurde. Einige Bootsmannschaften waren nicht zufrieden: Ihnen fehlte der Streicher. Um die schlechteste Wertung einer Wettfahrt streichen zu können, hätte noch eine weitere Wettfahrt gesegelt werden müssen.

Zum Unglück einiger Segler vertrieb dann auch noch der Regen am Sonntag den Wind. So fielen weitere Wettfahrten und der Streicher ins Wasser. Darüber durften sich dann Schoen (Fördermitglied des LRS) und Schickel des Sternberger Segelvereins freuen: Ihnen wurde am Sonntagvormittag bei der Siegerehrung der große Wanderpokal überreicht. Aber auch die Crew vom Plauer Wassersportverein, bestehend aus Dirk Tast und André Zachaus, ging nicht leer aus: Sie belegten vor Uwe Hein und Ulf Hollenbach vom Potsdamer Segelverein den zweiten Platz. Das beste Team der Lindower bestand aus Mike Bartel und Guido Bandshoff. Sie waren die Sieger 2019 und dieses Jahr auf Platz sechs. Direkt dahinter noch ein Lindower Team: Über den siebten Platz konnten sich Frank Steinmeyer und sein Vorschoter Frank Dinter freuen. Mit sieben Booten stellten die Lindower Regattasegler 14 Teilnehmer. Darunter auch die einzige Frauencrew des Cups: Kaderseglerin Sophie Isabell Elbrandt und Sandra Krieger. Auch der jüngste Steuermann im Feld, Jan-Lukas Krieger, gehört zu den LRS. Nach der Siegerehrung mit vielen Pokalen, Gastgeschenken und Dankesworten an die Helfer, wurde der Ixylon Cup in Lindow mit dem dreifachen Schlachtruf der Bootsklasse beendet. Genauso wie er begonnen hatte.

Schnuppersegeln beim LRS

Weiter im Fahrplan der Lindower Regattasegler geht es bereits in dieser Woche mit dem traditionellen Kindersegelcamp von Mittwoch bis Freitag auf dem Gudelacksee. Dort haben auch Kinder ohne Segelkenntnisse beim Schnuppersegeln die Möglichkeit, erste Erfahrungen auf dem Wasser zu machen. Dieses Jahr ist der sechsjährige Anton Metz der Jüngste im Opti. Er schnuppert die Segelluft zum ersten Mal, sogar noch bevor er eingeschult wird.

Am heutigen Sonnabend finden die Landesmeisterschaften der Ixylons in Finow auf dem Werbellinsee statt. Dort wollen die Lindower den Titel von 2019 verteidigen. In drei Wochen geht es dann auf die Ostsee zum Warnemünde Cup. Dort starten die Lindower nicht nur in der Ixylon Klasse, sondern auch in der Jugendklasse der 29er, in der Jakob Schubach für den LRS antreten wird. Das sind dann aber schon erfahrene Segler, die ihr Schnuppersegeln schon einige Jahre hinter sich haben. pasch
  
Groche Stuckarbeiten
Märkische Bautec GbR
Architektur + Städtebau Dipl.-Ing. Ina Reuter