Am Frauentag eröffnete eine neue Ausstellung in den Räumlichkeiten er Verwaltungsneubaus, Lindenallee 3, die sich Frauen im geteilten Deutschland widmet. Herausgeber ist die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Zentral geht es um die Lebenswirklichkeiten von Frauen in den 1970er und 1980er Jahren auf beiden Seiten der Mauer. Es werden Klischees beleuchtet, die den Frauen beider deutsche Staaten im Alltag zugeschrieben werden. Themen sind unter anderem Familie und Beruf, politische Beteiligung, Bildung, Rollenbilder, Gleichberechtigung sowie persönliche Lebensentwürfe. Jeder ist eingeladen, sich vor Ort mit den vielfältigen Erfahrungen von Frauen auseinanderzusetzen. Auf 20 Tafeln wird deutlich, wie stark politische Systeme das Leben von Frauen geprägt haben - und wo sich trotz der Teilung ähnliche Erfahrungen fanden. Die Ausstellung ist bis Anfang Juni während der Öffnungszeiten zugänglich.
Für ein gelungenes Jubiläum
Dieses Jahr feiert die Gemeinde ein ganz besonderes Jubiläum: 650 Jahre Fredersdorf und Vogelsdorf. Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird das Festwochenende am 6. und 7. Juni auf dem Parkplatz am S-Bahnhof Fredersdorf Süd sein. Damit dieses Festwochenende mit kulturellen Beiträgen, Familienangeboten, Musikdarbietungen, Vereinspräsentationen und weiteren Aktionen würdig und vielfältig gestaltet werden kann, wird um Finanzspenden, Sachspenden oder die kostenfreie Unterstützung durch Dienstleistungen gebeten. Getreu dem Motto „Wir für uns“ soll das Jubiläum gemeinsam gestaltet werden und sichtbar machen, was Fredersdorf-Vogelsdorf auszeichnet: Zusammenhalt, Engagement und eine starke lokale Gemeinschaft.
Auskünfte erteilt Ilka Klaus aus der Gemeindeverwaltung per Mail: i.klaus@fredersdorfvogelsdorf.de oder unter Telefon: (033439) 835151
Investor lädt Anwohner ein
Eine Info-Veranstaltung soll Bedenken der Bürger ausräumen.
Zwar gibt es in der Gemeinde viele Fürsprecher der Rechenzentrums-Pläne an der Autobahn in Vogelsdorf. Auch unter den Gemeindevertretern steht bislang eine deutliche Mehrheit dafür. Aber die Kritik an dem Projekt am Triftweg reißt in der Kommune ebenfalls nicht ab.
Um bestehende Vorbehalte abzubauen, veranstaltet die Berliner ZAE Projekt GmbH am 24. März eine Informationsveranstaltung in der Turnhalle der Fred-Vogel-Grundschule. Diskutiert werden soll dort unter anderem über Standortwahl, Strom- und Wasserverbrauch sowie Abwärmenutzung.
„Wir sind zuversichtlich, dass es uns gelingt, die Bedenken der Menschen unseren Plänen gegenüber auszuräumen“, sagt ZAE-Geschäftsführer Kevin Auerswald. Noch befinde man sich in einem relativ frühen Stadium des Verfahrens. Gleichwohl sei der im Januar von den Gemeindevertretern beschlossene Vorentwurf für das Datacenter schon recht detailliert.
„Das ist eine gute Grundlage, um mit den Menschen darüber ins Gespräch zu kommen. Wir werden in der Informationsveranstaltung zu allen kritischen Themen Stellung beziehen“, kündigte Auerswald an.
Nicht vorgesehen ist allerdings, die Informationsveranstaltung am 24. März wie Einwohnerversammlungen zu organisieren, bei denen Fragen gestellt und nacheinander beantwortet werden. Stattdessen soll es Stände zu Themen rund um das Rechenzentrum in Vogelsdorf geben, an denen Experten aus der Investorengruppe Rede und Antwort stünden. Los geht es um 18 Uhr.
Wer sich ein Bild von den Rechenzentrums-Plänen machen sowie dazu Anregungen und Kritik äußern möchte, hat übrigens schon jetzt Gelegenheit dazu. Der von den Gemeindevertretern im Januar beschlossene Vorentwurf liegt seit dem 23. Februar im Rathaus aus und ist auch online verfügbar. Das Rechenzentrum soll auf einem 11,8 Hektar großen Grundstück am Triftweg nahe der Autobahn in Vogelsdorf hochgezogen werden, sobald dort Baurecht besteht. Geplant sind zwei jeweils dreistöckige, 95 Meter lange, 60 Meter breite und 28 Meter hohe Module mit je 36 Megawatt Leistung. Dazu sollen auf dem Gelände Nebengebäude, Umspannwerke und Netzersatzanlagen gebaut werden.
Dirk Nierhaus/red


