Die Gartzer Abgeordneten haben den Haushalt der Stadt für die Jahre 2025/26 beschlossen. Bürgermeister Luca Piwodda nennt geplante Investitionen in den Ortsteilen und informiert darüber, dass für 2025 die Amtsumlage drastisch reduziert wurde. Dadurch werden geplante Aufwendungen besser möglich. Zum Vergleich: Betrug die Amtsumlage 2024 für Gartz 990.000 Euro, so wurden für 2025 nur 387.000 Euro vom Amt eingefordert, weil es einen großen Mittelbestand gab. Für 2026 beträgt die Amtsumlage, die durch die Stadt Gartz zu zahlen ist, wieder 953.000 Euro. Hinzu kommt die Kreisumlage (in beiden Jahren rund 1,3 Millionen Euro), wodurch also rund 46 Prozent der Erträge bereits für die beiden Umlagen zu veranschlagen sind.
Alte Schule in Geesow und Kulturhaus in Friedrichstahl
Aus dem „Rest“ sind zunächst Pflichtaufgaben (beispielsweise Straßenbeleuchtung, Baumpflege und anderes) zu leisten. Dennoch wurde es möglich, für jeden der vier Ortsteile nach einer - „Wunschliste“ von diesen - Investvorhaben in den aktuellen Haushalt zu schreiben. Größten Anteil hat in der Stadt Gartz mit 280.000 Euro der Eigenanteil an der Sanierung des Schrey-Radweges auf einer Länge von 3,8 km, in deren Zusammenhang nahe des Sportplatzes auch ein großer Info-Rastplatz inklusive E-Bike-Ladestellen entstehen soll. Die Arbeiten sollen 2026 starten. 35.000 Euro werden für die Sanierung der Kanonenschuppen-Elektrik eingeplant. Geld soll unter anderem in eine Tourismusstudie sowie eine digitale Stadtführung fließen. Auch die Wiederöffnung und Reinigung der Sanitäranlagen auf dem Markt ist geplant.
Schwerpunkt in Hohenreinkendorf ist (zusammen mit Land und Kreis) die Sanierung der L 271. Kommunal sollen unter anderem die Bushaltestelle und der Gehweg finanziert werden. In Geesow sind 62.500 Euro für die Sanierung der Alten Schule in den Haushalt eingestellt. Für dieses Projekt gibt es zudem 376.000 Euro aus der Leader-Förderung. Auch die Sanierung der Breiten Straße soll angegangen werden. Für Friedrichsthal stehen 50.000 Euro für die Sanierung des Kulturhauses (Dorfgemeinschaftshaus) im Etat. Die Arbeiten für dieses Geld sollen möglichst bis Anfang Juli realisiert sein, denn am 3./4. Juli feiert Friedrichsthal sein 275-jähriges Bestehen, wofür es auch Geld aus dem Haushalt gibt.
Prioritätenliste für Geld aus dem „,Sondervermögen“
Bürgermeister Luca Piwodda informierte auch darüber, dass die Stadt Gartz aus dem vom Bund beschlossenen „Sondervermögen“ bis 2035 einen Betrag von 1,3 Millionen Euro erhalten wird. Für deren Verwendung gebe es auch bereits erste Punkte einer Prioritätenliste, in welcher vor allem Straßenbau-Maßnahmen stehen. Piwodda nennt hier wiederum die Breite Straße in Geesow, die Straßen Zum Mühlenbruch, Am Hang und Klostergrund in Gartz sowie den Penkuner und den Geesower Weg in Hohenreinkendorf. Zudem solle die Kulturhaus-Sanierung in Friedrichsthal fortgesetzt werden. J. Matthies
Einweihung für neue Räume
Rathaus: Weitere Schritte sind getan, um dem altehrwürdigen Gebäude immer mehr Leben einzuhauchen.
In den zurückliegenden Wochen wurde jede Menge geschuftet in diversen Röumen des alten Gartzer Rathauses. Jetzt dankt Bürgermeister Luca Piwodda nicht nur den vielen fleißigen Helfern, sondern bilanziert stolz weitere Schritte, um dem inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Gebäude wieder mehr Leben einzuhauchen.
Erst am vergangenen Freitag war noch einmal zu einem großen Arbeitseinsatz eingeladen worden, um die Räumlichkeiten für Kinder und Jugendliche fertigzustellen. Inzwischen steht die Einladung zur „Einweihungsfeier neuer Rathaus-Räume“ für den 4. März. „Die Küche wurde komplett erneuert und das alles durch ehrenamtliche Helfer und durch die Unterstützung von Firmen, sodass es der Stadt Gartz keinen Cent kostet“, berichtet Piwodda sehr zufrieden. Neben der Küche wird der Kinder- und Jugendraum sowie ein Billardraum am ersten März-Mittwoch ab 18.30 Uhr mit hoffentlich vielen Gästen seiner Bestimmung übergeben.
Anschließend berät dann ab 19 Uhr noch der Kulturausschuss im Rathaus. jm


