Tischmanieren für Samtpfoten Image 1

Mein Haustier

Tischmanieren für Samtpfoten

So hält man Katzen vom Esstisch fern

Du kriegst nichts! Wer Katzen vom Esstisch fernhalten möchte, muss ihnen klare Grenzen setzen - und Alternativen bieten. Foto: Markus Scholz/dpa-mag

30.09.2020

Kann man einer Katze Tischmanieren beibringen? Damit ist nicht gemeint, wie sie über ihren Napf herfällt, sondern wie sich der Stubentiger verhält, während die Familie isst.
  

So muss es für die Katze klare und vor allem immer gleiche Abgrenzungen geben, wenn man sie vom Esstisch oder von der Arbeitsplatte in der Küche fernhalten möchte, erklärt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH). Schimpfen oder energisches Verscheuchen ist dabei laut Katzenpsychologin Katja Rüssel aber eher kontraproduktiv, einige Katzen schüchtere es sogar ein.
    

Bei manchen Katzen reiche konsequentes Herunterheben leider nicht aus. Rüssel erzielt die größten Erfolge, wenn sie der Katze eine Alternative anbietet, die attraktiver ist als Tisch oder Küchentresen. Die Fachfrau rät dazu, bei der Essenszubereitung in der Küche einen Stuhl neben die Arbeitsplatte zu stellen und die Katze mit etwas Futter dazu zu animieren, auf diesen zu springen - Lob inbegriffen!

Mit einem kuschligen Platz auf einem der Stühle funktioniere das auch am Esstisch. So lieben es viele Katzen, sich in kleine Pappkartons hineinzukuscheln und etwas Leckeres zu verputzen. Die Seitenwände des Kartons sollten dabei etwa brusthoch sein. Einmal gemütlich zusammengerollt, ist der Karton für viele Stubentiger attraktiver als der Tisch. (dpa)


Vorbeugend und zur Reha

Physiotherapie hilft auch Vierbeinern

Wenn das Haustier sich ein Bein bricht, nach Luft schnappt oder lahmt, führt der erste Weg zum Tierarzt. Logisch. Doch immer häufiger suchen die Besitzer danach noch einen Tierphysiotherapeuten auf. Was lange eine Nische war, nähert sich nun dem Standard der Humanmedizin. „Das ist eine relativ junge Spezialisierung“, berichtet Tierärztin und Tierphysiotherapeutin Barbara Esteve Ratsch vom Zentrum für Tiermobilität der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München.

Eine Hundephysiotherapie kommt bei verschiedenen Erkrankungen der Gelenke wie Arthrose, Arthritis oder Dysplasien zum Einsatz. Neben der Schmerzlinderung können dadurch allgemeine Beweglichkeit sowie Ausdauer erhöht werden. Eine Hundephysiotherapie lässt sich vorbeugend einsetzen wie auch zur Rehabilitation nach einer Operation. Die Physiotherapeuten arbeiten mit sanften Massagen ebenso wie mit Kälte, Wärme, elektrischen Impulsen oder dem Widerstand des Wassers, um orthopädische sowie neurologische Erfolge zu erzielen. Neben manuelle Behandlungsformen bedienen sich viele Therapeuten mittlerweile der Hilfe modernster Geräte, mit denen sich die Behandlung noch genauer auf den Vierbeiner zuschneiden lässt. (Quellen: dpa/modern-dogs)