Erlebt jemand im Umfeld - eine Freundin etwa oder ein Kollege - einen Trauerfall, möchte man der Person gern beistehen und sein Mitgefühl aussprechen. Doch dabei die richtigen Worte zu finden, ist gar nicht so einfach.
Laut Tanja Konstanzer bedarf es aber auch gar nicht unbedingt richtiger Worte. Wichtiger sei es „präsent zu sein, die Situation zu würdigen und das gemeinsam auszuhalten“, so die Trauerbegleiterin von der Hamburger Beratungsstelle Charon.
Typische Fehler: tröstende Floskeln oder vom Thema ablenken
Was man vermeiden sollte, sind Worte, die vermeintlich Trost spenden. Etwa, dass der Verstorbene nun an einem besseren Ort sei. Oder etwas wie: „Das wird schon wieder.“ Für Trauernde fühlten sich solche Floskeln nämlich oft an, als würde man den Verlust damit kleinreden, so Konstanzer.
Den Trauerfall gar nicht ansprechen und mit anderen Themen ablenken sollte man aber auch nicht. Für die trauernde Person ist der Verlust ohnehin immer präsent. „Da muss man als nahestehende Person keine Angst haben, irgendwas zu triggern, wenn man es anspricht“, sagt die Trauerbegleiterin.
Ihr Rat: Wenn der oder die Trauernde das Thema nicht von sich aus aufmacht, kann man fragen: „Möchtest du darüber reden?“. Und wenn es der Person hilft, über die Trauer zu sprechen, sollte man aktiv zuhören, nichts bewerten oder kleinreden und allen Gefühlen Raum geben.
Eigene Hilflosigkeit zugeben und Unterstützung anbieten
Bevor man sich in Floskeln verliert oder das Thema aus Verunsicherung ganz meidet, sollte man die eigene Hilflosigkeit lieber benennen, rät Tanja Konstanzer. Man könnte etwa sagen: „Ich weiß gerade gar nicht, was ich sagen soll, aber ich bin da für dich und halte das mit dir zusammen aus.“
Wer sich um die trauernde Person sorgt, sollte die allgemeine Frage „Wie geht es dir?“ vermeiden. Viele Trauernde wüssten gar nicht, was sie darauf antworten sollen, weil es ihnen eben furchtbar geht, sagt Konstanzer. Stattdessen kann man aber spezifischer fragen, etwa: „Wie bist du denn heute aufgestanden?“ oder „Hast du heute schon etwas gegessen?“ Die Trauerbegleiterin empfiehlt außerdem, aktiv und ganz konkret Unterstützung anzubieten. „Die meisten Trauernden haben gar nicht die Kraft, von sich aus um Hilfe zu bitten“ sagt sie.
Daher bringe es oft nicht viel, wenn man sagt „Du kannst dich jederzeit melden“. Besser und immer wichtig: selbst auf die trauernde Person zuzugehen und beispielsweise vorzuschlagen: „Ich kann heute Nachmittag vorbeikommen und eine Suppe oder einen Kuchen mitbringen“.
dpa
Design-Urnen immer beliebter
Nachhaltig über das Leben hinaus - das geht! Neue Design-Urnen werden aus biologisch abbaubarem „Flüssigholz“ hergestellt. Das ermöglicht nicht nur eine sehr individuelle Gestaltung, sondern ist auch gut für die Umwelt. Verantwortlich hierfür ist der bekannteste deutsche Steinmetz Alexander Hanel, der nicht nur Grabsteine und Grabschmuck, sondern nun auch Urnengefäße entwirft. Immer mehr Menschen entscheiden sich für die Design-Variante, wenn es um das Thema Tod und Bestattung geht. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Der Wunsch nach Individualisierung gehört zum Zeitgeist. Und Unternehmen reagieren darauf.
Die Bestattungsbranche hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Einer, der seit über 10 Jahren einen wichtigen Anteil daran hat, ist der Steinmetz Alexander Hanel aus Leutershausen in Bayern. Als „Karl Lagerfeld des Friedhofs“ wird er von Medien oft bezeichnet und das nicht ohne Grund. Hanel schuf 2013 mit der Marke Rokstyle das erste Fashionlabel für Grabsteine.
Nach Design-Grabsteinen und Grabschmuckdesign sind speziell gestaltete Urnengefäße jetzt die logische Fortführung seiner Arbeit.
Grund ist, dass Kunden immer häufiger ein durchgängiges Design von der Urne über den Grabstein bis hin zum Grabschmuck nachfragen. Damit wird ab der Beerdigung bis hin zur fertigen Grabanlage ein harmonisches Zusammenspiel erzielt, das dem Verstorbenen gerecht wird.
pm/cr