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Tag der Rückengesundheit

Rück'n Roll - Tanzen hält frisch

Tanzen hält den Rücken fit. Vor allem aber macht es Spaß. Foto: fizkes-stock.adobe.com

16.03.2026

Tanzen macht Spaß! Aber wussten Sie, dass Tanzen auch eine hervorragende Aktivität für Rückengesundheit und Schmerzprävention ist?

Der Verein Aktion Gesunder Rücken e.V. weist jedes Jahr auf die Bedeutung der Rückengesundheit hin und bringt Expertentipps und wichtige neue Erkenntnisse in den Alltag der Menschen.

Beim Tanzen werden Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit gleichzeitig trainiert, ganz ohne langweilige Wiederholungen. Die rhythmischen Bewegungen stärken die Rumpf- und Rückenmuskulatur, fördern Koordination, Gleichgewicht und Körperwahrnehmung und wirken so Rückenproblemen langfristig entgegen. Gleichzeitig verbessert Tanzen die Haltungsstabilität und hilft, Verspannungen und Schmerzen vorzubeugen, weil viele Muskelgruppen gleichmäßig aktiviert werden.

Das Thema „gesundheitsfördernde Bewegung“ steht im Mittelpunkt des 25. Tag der Rückengesundheit am 15. März, der unter dem Motto „Rück'n'Roll – Bring Bewegung in dein Leben!“ bundesweit darauf aufmerksam macht, wie regelmäßige Alltagsbewegung Rückenschmerzen vorbeugt und die Lebensqualität verbessert. Expertinnen und Experten geben rund um diesen Aktionstag wissenschaftlich fundierte Tipps und veranstalten Aktionen zur Rückenschmerzprävention durch Bewegung.

Bewegung leicht gemacht

Auch kleine Bewegungen können bereits großen gesundheitlichen Nutzen bringen, besonders wenn man bisher eher wenig aktiv war. Baue die Bewegung in den Alltag ein:

- Gleich morgens im Bett strecken und räkeln
- Beim Zähneputzen auf einem Bein stehen
- Kurze Strecken zu Fuß gehen
- Die Treppe statt den Aufzug nehmen
- Beim Sitzen kleine Bewegungen machen und häufiger mal aufstehen
- Beim Telefonieren immer aufstehen und bestenfalls bewegen
- Kurze Spaziergänge, z.B. in der Mittagspause oder am Abend einbauen.
agr-ev.de/pm


Ursachen für Schulterschmerzen

Wer schon einmal Schulterschmerzen hatte, weiß, wie unbeweglich und steif man sich damit fühlt. In unseren Schultern gibt es nämlich ein komplexes Zusammenspiel von Muskeln, Bändern und Sehnen. Das macht die Schultergelenke besonders beweglich, aber auch instabiler, wie Bastian Marquaß von der Gelenk-Klinik Gundelfingen erklärt. „Ein wesentliches Problem liegt in der Anatomie – eigentlich ist die Gelenkpfanne viel zu klein für den großen Oberarmkopf.“ Hier kommt die Rotatorenmanschette ins Spiel. Ihre vier Sehnen und eine Bizepssehne halten den Oberarmkopf an der richtigen Position. Gerät da allerdings etwas aus der Balance, ist das oft der Startpunkt für Schmerzen. Dabei spielen oft auch Alterungsprozesse in unserem Körper eine Rolle: „Generell kann man sagen: Ab dem 40. Geburtstag steigt die Schultererkrankungsrate deutlich an“, so Marquaß, der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist.

Unternehmen aus der Region

Das sind häufige Ursachen für Schulterschmerzen:

1. Arthrose
Dabei verschleißen die Gelenke – etwa im Zuge des Alterungsprozesses oder als Folge einer Verletzung, beispielsweise eines Knochenbruchs. Typisch ist auch eine Entzündungsreaktion in den Gelenken – sie schwellen an, sind warm. Heilen lässt sich Arthrose nicht, Veränderungen im Lebensstil können ihr Voranschreiten aber verlangsamen.

2. Kalkschulter
Anziehen, Föhnen, ein Griff nach hinten – wenn all das nur mit Schmerzen möglich ist, deutet das auf Kalkeinlagerungen in den Sehnen der Schulter hin.

Auslöser sind Marquaß zufolge wiederholte, winzige Verletzungen. Auch hier spielen Alterungsprozesse eine Rolle, zudem können Nikotin oder Durchblutungsstörungen die Entstehung begünstigen. Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Männer.

3. Verspannungen
Wer stundenlang starr vor dem Rechner sitzt, nimmt dabei oft unbewusst Fehl- oder Schonhaltungen ein. Dadurch kann es zu dauerhaften Verspannungen in der Muskulatur der Schulter kommen.

Wer Schulterschmerzen hat, schiebt das Abklären in der Arztpraxis besser nicht auf die lange Bank. „Grundsätzlich empfiehlt es sich, spätestens nach zwei bis vier Wochen anhaltender Schulterschmerzen einen Arzt aufzusuchen“, so Marquaẞ.

Früh erkannt, lassen sich viele Erkrankungen im Schulterbereich gut behandeln – etwa mit krankengymnastischen Übungen.

4. Was kann ich selbst tun?
Ein guter Anfang ist es, Bewegung in den Alltag zu holen. Belastende Sportarten wie Tennis oder intensiven Kraftsport im Oberkörperbereich vermeidet man aber lieber. Schulterfreundlicher sind Walking, Joggen, Radfahren oder Schwimmen.
dpa-mag