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Tag der Logopädie

"Sprechelfe" in Schwedt: Spezialisiert wie nie

Bei Sprach-, Stimm- oder Schluckproblemen sind sie die Profis: Logopäden. Ihr Aufgabengebiet ist deutlich vielfältiger geworden.

"Sprechelfe" in Schwedt: Martha Giese, Anne Jahnke und Sarah Rau (v.l.) sind hoch spezialisierte Fachkräfte im Bereich der Logopädie.     Foto: Sprechelfe

02.03.2026

Sie sind Experten für Menschen mit Sprach-, Stimm-, Sprech- und Schluckproblemen: Logopäden wie das Team der "Sprechelfe“ in Schwedt leisten unverzichtbare Hilfe. Ihr Berufsfeld ist dabei so vielseitig wie nie.

Überkommenes Bild
Stundenlanges Üben von bestimmten Lauten, langweilig, immer das Gleiche: Diese Ansicht vom Arbeitsalltag von Logopäden ist immernoch weitverbreitet - und längst nicht mehr zutreffend. Ebenso wie die Ansicht, die Therapeuten kümmern sich um Kinder und Heranwachsende. "Auch das ist natürlich nicht richtig, bei uns werden Menschen jeden Alters mit ihren individuellen Sprach-, Stimm- oder Sprech-, Schluckproblemen behandelt“, informiert Anne Jahnke von "Sprechelfe" Schwedt. Die Praxisinhaberin nimmt den "Tag der Logopädie" gern zum Anlass, um Vorurteile und längst überkommene Vorstellungen ihrer Tätigkeit aufzuklären.

Mehr Vielfalt im Fach
"Nie war unser Aufgabengebiet so vielfältig wie heute. Die Bandbreite von Therapiemöglichkeiten erfordert deshalb auch eine nie dagewesene Spezialisierung von uns Logopäden“, sagt sie. Bestes Beispiel dafür ist ihr dreiköpfiges Praxisteam. Jeder der drei Profis kennt sich in einem Bereich besonders gut aus. So finden zum Beispiel Betroffene mit einer Schluckstörung, die etwa in Folge einer Chemotherapie, Bestrahlung oder einer Erkrankung unter starken Einschränkungen leiden, in der Praxis mit Sarah Rau eine Spezialistin, die sich umfangreich in diesem Bereich weitergebildet und viel Erfahrung hat. Sie ist zudem zertifizierte Expertin in Trachealkanülenmanagement.

Unternehmen aus der Region

In ganz jungen Jahren
Die Kommunikation ist ein wesentlicher Schwerpunkt in der Logopädie. Unverzichtbar in jedem Alter und vor allem für die soziale Teilhabe. Stottern, Stimmbandprobleme, eine falsche Atmung - eine Fülle von Probleme können dabei auftreten. Heikel wird's insbesondere am Lebensanfang, wenn Zweijährige etwa gar nicht sprechen. Bei der "Sprechelfe" weiß man auch dabei Rat und tastet sich etwa mit Gebärden an das Problem heran. Martha Giese ist spezialisiert auf eben diese Art der Kommunikation mit den Jüngsten. 

"Das braucht Fachwissen von uns als Therapeuten, aber auch viel Feingefühl im Umgang mit den Eltern, denn sie müssen unbedingt mitmachen“, sagt Anne Jahnke. Früher hätte man Kinder meist "austherapiert“, also so lange behandelt, bis keinerlei Einschränkungen mehr vorliegen. Heute ist das nicht mehr so. Die Patienten sind angehalten, selbst aktiv die Therapie zu begleiten bzw. als Eltern regelmäßig auch zu Hause zu üben, um zum Therapieerfolg zu kommen.

Schnelle Hilfe in der Not
Die Nachfrage nach logopädischen Therapien ist mehr als groß. Bei der "Sprechelfe“ gibt es sogar eine Warteliste, weil nicht alle Patienten sofort behandelt werden können. Vorrang haben diejenigen, bei denen existenzielle Hilfe geleistet werden muss. Ältere Menschen, die etwa eine massive Schluckstörung haben und ohne Beaufsichtigung beim Essen ersticken könnten. Oder solche, die unter Erkrankungen leiden, die ihnen keine Zeit lassen und dennoch etwas mehr Lebensqualität erhalten sollen. Die Spezialisierung des Therapeutenteams ermöglicht es dabei auch, möglichst vielen Menschen ganz gezielt bei ihren individuellen Problemlagen zu helfen.


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