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Stolz auf Holz

Stäbchen an Stäbchen

Experten für den sicheren Tritt im Haus: Parkettleger leisten Millimeterarbeit

Ivan Dreer und Ibrahim Cayli sind beide im dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung zum Parkettleger. Foto: BEMBÉ Parkett/dpa-mag

22.02.2021

Ob Büro oder Privathaus: Der passende Boden ist überall wichtig. Er muss funktional sein - und gleichzeitig gemütlich wirken. Parkettleger kümmern sich dabei längst nicht nur um das für ihren Beruf namensgebende Parkett. Linoleum zuschneiden, Teppiche kleben, Kork-Böden auslegen: Auch das gehört zu ihren Aufgaben. Spaß und das Interesse am Umgang mit dem Werkstoff ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Beruf. Daneben ist handwerkliches Geschick gefragt. Wer Kraft und Ausdauer mitbringt, hat gute Voraussetzungen.

Raumgestaltung braucht Kreativität

Räumliches Vorstellungsvermögen und mathematische Fähigkeiten seien ebenfalls wichtig, erklärt Markus Bretschneider, der beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) für gewerblich-technische Berufe zuständig ist. Eine formale Zugangsbeschränkung wie einen bestimmten Schulabschluss gibt es nicht. Der überwiegende Teil der Auszubildenden hat laut Bretschneider einen Hauptschulabschluss.

Der Arbeitstag beginnt meist früh, morgens um 7.00 Uhr geht es los. Je nachdem, auf welcher Baustelle gerade gearbeitet wird, müssen die Fahrzeuge entsprechend bepackt werden. Auf der Baustelle angekommen, kümmern sich die Lehrlinge etwa darum, das Parkettholz zu transportieren und alle Werkzeuge und Geräte vorzubereiten.

Der letzte Schliff für das Parkett

„Zu den täglichen Aufgaben eines Parkettlegers gehört es, die Rahmenbedingungen für das Verlegen zu prüfen“, erklärt Markus Bretschneider. Im nächsten Schritt müssen die Handwerker den Untergrund vorbereiten, etwa indem sie einen Höhenausgleich vornehmen.

Um Böden den letzten Schliff zu verleihen, behandeln Parkettleger die Oberflächen und versiegeln sie etwa mit Öl, Lack oder Kunstharz. Wo kein neues Parkett verlegt wird, kümmern sich die Holzexperten auch um die Instandhaltung und Restaurierung von Parkettböden, erklärt Bretschneider.

Gute Aussichten - dank Fachkräftemangel

Die Berufschancen sind, auch angesichts des Fachkräftemangels, als gut einzuschätzen, so Bretschneider. Besonders das Thema Nachhaltigkeit sei eines, das die Branche beschäftigt.

Nach der Ausbildung können sich Gesellen und Gesellinnen zum Beispiel auf das Verlegen von Industrieparkett spezialisieren - oder auf Restaurierungsarbeiten. Wer aufsteigen will, kann seinen Weg als Parkettlegermeister fortsetzen. (dpa/cr)

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