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Deine Zukunft beginnt - Bildungsmesse 2020 Lehrmöglichkeiten in sechs Berufen

Die Stadtwerke Neuruppin GmbH aus der Vogelperspektive. Archiv-Fotos (2): mae
Die Stadtwerke Neuruppin GmbH aus der Vogelperspektive. Archiv-Fotos (2): mae

Stadtwerke Neuruppin sind ein anerkannter Ausbildungsbetrieb und traditionell bei der Bildungsmesse in der Fontanestadt dabei


Mit aktuell 148 Beschäftigten ist die Stadtwerke Neuruppin GmbH einer der größeren Arbeitgeber in der Region, mit einem entsprechenden Bedarf an beruflichem Nachwuchs. 


Ausgebildet wird bei den Stadtwerken in sechs Berufen für den eigenen Betrieb. Je ein Ausbildungsplatz steht dafür jährlich zur Verfügung und wird nach dem Tarifvertrag TVAöD-BBiG vergütet. Seit Beginn der Bildungsmesse präsentiert sich das Unternehmen dort. „Die Bildungsmesse ist für uns sehr wichtig, weil sie es uns ermöglicht, unsere Ausbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Insbesondere können wir bei dieser Gelegenheit auch auf unsere Schülerpraktika hinweisen. Sie bieten hervorragende Gelegenheit unseren Betrieb von innen kennenzulernen“, unterstreicht Frau Traub, Personalreferentin der Stadtwerke.
          
Lehrmöglichkeiten in sechs Berufen Image 1
Informieren können sich Interessierte vor Ort sowie auf der Internetseite der Stadtwerke. Weiterhin gibt es einen Film über die Ausbildungsmöglichkeiten. Dennoch lohnt sich für das Unternehmen die Teilnahme an der Bildungsmesse. Besonderen Wert legen die Stadtwerke laut Frau Traub darauf, authentisch zu wirken. Traub: „Wir sind mit einem eigenen Stand präsent, verteilen einen Flyerzu den Ausbildungsberufen und wir nehmen unsere Azubis mit auf die Messe.“ Letzteres ermögliche es den jungen Leuten ganz ungezwungen ins Gespräch zu kommen.

Aus Sicht der Personalbetreuerin sollte die Bundesagentur für Arbeit Schüler noch gezielter auf die Ausbildungsmöglichkeiten hinweisen. Schon möglichst früh sollen sich die jungen Leute einen Kopf machen“, welche beruflichen Möglichkeiten ihnen offen stehen. Diese seien oft sehr vielfältig. „Heute haben wir es in vielen Bereichen mit einem Fachkräftemangel zu tun. Wir freuen uns über jede qualifizierte Bewerbung“, unterstreicht Traub. Um dem Nachwuchs eine frühzeitige Berufsorientierung zu ermöglichen, bieten die Stadtwerke ab der neunten Klasse Fachpraktika an. Diese sind sozusagen ein Schnupperkurs in Sachen Stadtwerke. Und wichtig sei auch zu wissen, dass sich nach einer erfolgreichen Berufsausbildung im Unternehmen weitere Qualifizierungsmöglichkeiten bieten. Das Ausbildungsniveau garantiert eine sofortige Einsetzbarkeit in anderen Unternehmen. Im Übrigen, gelte dem Facharbeiternachwuchs große Aufmerksamkeit und Wertschätzung. „Bewerber mit dem Abschluss der 10. Klasse sind uns im Unternehmen genauso herzlich willkommen wie Abiturienten“, meint Traub.

„Mit Routine allein ist diese Aufgabe nicht zu stemmen“

Interview mit Falko Stephan, Leiter des Regionalcenters der Industrie- und Handelskammer im Landkreis Ostprignitz-Ruppin

Vom IHK-Regionalcenter Neuruppin: Falko Stephan
Vom IHK-Regionalcenter Neuruppin: Falko Stephan
Auf zahlreiche Besucher hofft Falko Stephan, Leiter des Regionalcenters der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Ostprignitz-Ruppin, für die Bildungsmesse. Der Märker sprach mit dem Organisator über die teilnehmenden Unternehmen, die Entwicklung sowie die Ziele der Bildungsmesse.

Die IHK ist ein traditionell starker Partner der Bildungsmesse. Wie sieht ihr Engagement in diesem Jahr aus?

Stephan: Wir engagieren uns wie auch alle anderen Partner mit vollem Einsatz. Daran hat sich gegenüber den zurückliegenden Jahren nichts geändert.

Welcher Intention folgt die Bildungsmesse? Und was verbinden die Aussteller mit ihrer Präsenz?

Stephan: Unsere Intention ist es, den Jugendlichen aufzuzeigen, welche Ausbildungsmöglichkeiten sie in der Region haben. Die Mädchen und Jungen sollen die Gewissheit bekommen, dass niemand nach einem erfolgreichen Schulabschluss die Region verlassen muss, um irgendwo eine gewünschte Ausbildung zu bekommen oder um seine Karrierevorstellungen verwirklichen zu können. Die Unternehmen wollen ihre Ausbildungsplätze besetzen. Mit der Messe bieten wir Schulabgängern die Möglichkeit, persönlichen Kontakt zu dem potenziellen Ausbildungsbetrieb aufzunehmen. Dadurch können diese Gespräche einen sehr individuellen Charakter annehmen, was wohl für beide Partner von Nutzen ist.

Die Messe ist bereits stark in ihrer Struktur und dem Aufbau. Gibt es trotzdem Änderungen in diesem Jahr?

Stephan: Ja, wir werden in diesem Jahr am Samstag von 10 bis 13 Uhr zum Besuch der Bildungsmesse einladen. Diese Änderung entspricht dem Wunsch vieler Betriebe.

Welche Anstrengungen mussten im Vorfeld unternommen werden? Gab es eventuelle Schwierigkeiten? Oder ist es inzwischen alles eingespielt in seinen Abläufen?

Stephan: Jede Messe bedeutet erneut eine Herausforderung für die Veranstalter. Mit Routine allein ist diese Aufgabe nicht zu stemmen. Ich möchte nur darauf verweisen, dass sich auf der Bildungsmesse 86 Unternehmen aus der Region präsentieren. Damit sind wir offen gestanden an unserer Kapazitätsgrenze. Die Präsentation auf der Bildungsmesse ist darum an zwei Voraussetzungen gebunden: Erstens muss das Unternehmen aus der Region kommen und zweitens muss es Ausbildungsplätze anbieten.

Konnten alle Wünsche in Bezug auf die Bildungsmesse erfüllt werden?

Stephan: Wir versuchen grundsätzlich alle Wünsche von Ausstellern zu berücksichtigen, doch gelingt dies nicht immer. Viele der Betriebe äußern zum Beispiel den Wunsch nach einem größeren Stand. Dem können wir aber nicht entsprechen, weil wir sonst die Anzahl unserer Aussteller reduzieren müssten. Doch unsere Absicht ist ganz klar, auf der Messe ein möglichst breites Spektrum von Betrieben und Ausbildungsmöglichkeiten zu präsentieren.

Gibt es Programmpunkte bzw. Aussteller auf der Bildungsmesse, auf die Sie sich in jedem Jahr besonders freuen? Oder speziell in diesem Jahr?

Stephan: Ich freue mich darüber, dass wirklich aus jedem Winkel unseres Landkreises Betriebe mit dabei sind. Es gibt hier keine weißen Flecken auf der Landkarte. Besonders hervorheben möchte ich die Premiere von Hoch- und Tiefbau Wittstock (HTW) und des Autohausen Jürgens. Letztere werden auch ein besonderes Auto ausstellen. Das Interesse vieler insbesondere junger Besucher dürfte garantiert sein.

Wenn Sie sich wünschen könnten, mit welchem Gefühl die Besucher nach der Bildungsmesse heimwärts gehen, welches wäre dies? Was sollen die Besucher mitgenommen haben an Eindrücken?

Stephan: Der Idealfall für uns wäre, wenn junge Leute hier einen Praktikumsplatz finden. Erfolgreich sind wir aus unserer Sicht, wenn die Mädchen und Jungen von der Messe heimkehren und sagen ich wusste gar nicht, was wir hier für Ausbildungsmöglichkeiten haben. Die Jugendlichen sollen sich in dem Wunsch bestätigt fühlen, ihre Berufsausbildung in der Region zu absolvieren. Mit Blick auf die Unternehmen wäre es mein Wunsch, dass diese das Fazit ziehen, tolle und intensive Gespräche mit jungen Leuten geführt zu haben. Und wenn sie sagen können, wir haben Kontakte zu Schülern geknüpft, die sich bei uns bewerben wollen. Die Chancen sind gut, denn die jungen Besucher, die auf die Bildungsmesse kommen, haben ein klares Ziel: sie wollen Unternehmen kennenlernen, die ihnen eine gute Ausbildung und zudem eine berufliche Perspektive bieten. An den Unternehmen ist es, den persönlichen Kontakt zu interessierten Mädchen und Jungen zu halten und sie für eine Ausbildung in ihrem Unternehmen zu gewinnen.

      
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