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100 Jahre MSV 19 Rüdersdorf Auflaufen der Legenden beim besonderen Spiel

Stimmung im MSV-Stadion in der Puschkinstraße – der Verein gehört fest zu Rüdersdorf und hat zahlreiche treue Fans. Mit diesen und weiteren Gästen wird am Festwochenende 21. bis 23. Juni groß das 100-jährige Bestehen gefeiert. Foto: Edgar Nemschok
Stimmung im MSV-Stadion in der Puschkinstraße – der Verein gehört fest zu Rüdersdorf und hat zahlreiche treue Fans. Mit diesen und weiteren Gästen wird am Festwochenende 21. bis 23. Juni groß das 100-jährige Bestehen gefeiert. Foto: Edgar Nemschok

Das Festwochenende 21. bis 23. Juni im MSV-Stadion Puschkinstraße bietet neben Rückschau auch sportliche Leistung heute und viel Spaß

Rüdersdorf. Der Fußballverein MSV 19 Rüdersdorf feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Dazu wird es ein großes Jubiläumsfest mit Spielen, Turnieren und Präsentationen am Wochenende 21. bis 23. Juni geben, für das derzeit die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Ein Höhepunkt wird neben Spielen bzw. Turnieren in allen Altersbereichen sicher das Spiel einer DDR-National-Traditionsmannschaft gegen ein Team aus ehemaligen verdienstvollen „MSV-Legenden“ sein (Anpfiff dazu ist am 22. Juni um 17 Uhr). Erwartet werden auch Sponsoren und Vereine, die sich vor Ort präsentieren. Diverse Stände, Hüpfburgen, Livemusik und Tanz sowie ein Höhenfeuerwerk werden das Festwochenende abrunden. In die Schlagzeilen rückte der Rüdersdorfer Fußballverein unmittelbar nach dem Jahreswechsel, nachdem eine Rotte Wildschweine gut 50 Prozent des Hauptrasenplatzes durch Umwühlen zerstört hatte. Es entstand ein Schaden, der nach Schätzung der Gemeinde (Abtragen, Erneuerung Mutterboden, Neuansat) womöglich rund 80 000 Euro gekostet hätte. Eine Ausführung durch eine entsprechende Firma hätten die für das Wochenende 21. bis 23. Juni geplanten Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Vereins zeitlich mit Sicherheit zum Platzen gebracht. Also wurde im Verein mit Partnerfirmen aus dem Bereich Landschaftsbau nachgedacht, wie man den Platz in Eigenregie bis dahin wieder fit bekommen könnte.

Viele Hundert Arbeitsstunden verbrachten die Mitglieder daraufhin beim Rekonstruieren der Grasnarbe und beim anschließenden Auffüllen mit Muttererde und anderen Substraten. Mittlerweile erholt sich der Platz zusehends, so dass der Austragung der Spiele und Turniere nichts mehr im Wege stehen sollte. Mit diesem Einsatz hat der Verein erneut eine hohe Gemeinschaftlichkeit bewiesen und zudem die kommunale Kasse vor einer großen Ausgabe bewahrt. Rein sportlich gesehen erlebt der Männerfußball gerade eine erfolgreiche Phase. Die 1. Männermannschaft rangiert auf Platz 1 der Tabelle der Kreisklasse Mitte und setzt alles daran, dass es am Ende der Saison eine Liga höher geht, wie nicht nur Marko Siebenwirth hofft.

Erkner Gruppe

Dieser, dem MSV seit elf Jahren als Spieler verbunden, steht nun seit zwei Jahren auch als Vorstandsvorsitzender an der Spitze, hat seither Höhen und Tiefen mitgemacht. Wegen der Arbeit zog der heute 35-Jährige Mecklenburger an den Berliner Rand, wo er nun fest verwurzelt ist: „Ich freue mich sehr über das 100-Jährige und bedanke mich bei allen Unterstützern im Verein und natürlich auch um den Verein herum. Und ich hoffe für die Zukunft, dass der Verein in der Umgebung wieder seinen guten Ruf zurück und Fußball wieder mehr Gewicht in der Gemeinde bekommt.“ Positiv nach vorn schauen, laute die Devise. Der MSV habe sich verändert – nicht das erste Mal in den 100 Jahren bewegter Vereinsgeschichte.

Auflaufen der Legenden beim besonderen Spiel Image 1
Für das besondere Spiel bietet der MSV folgenden Oldies-Kader auf: Ecki Zander, Lars Zander, Dirk Holländer, Torsten Tavernier, Jens Behrent, Yewgeniy Maximov (jetzt Donis), Willi Presch, Günther Neumann, Betti Herrmann, Robert Kretschmer, Alexander Oswald, Andy Häricke, Rene Wendzinski , Marco Schmidt, Jens-Uwe Schulz, Uwe Arlt und Jürgen Bengsch haben schon fest zugesagt, bei Frank Bischoff und Mario Warzecha entscheidet sich die Verfügbarkeit kurzfristig. Hinzu kommen Rene Wendzinski, Jörg Schwarz und als Teamchef Günther Wolf.

Seitens der DDR-Oberliga-Legenden sind Bernd Wunderlich und Thomas Reif von Hansa Rostock, Dixie Dörner und Torsten Gütschow von Dynamo Dresden, Wolfgang Seguin vom FC Magdeburg, Ronny Nikol von Union Berlin, Frank Terlitzki von BFC Dynamo und Hardy Duckert vom FV Vorwärts für die Positionen in Mittelfeld und Angriff angekündigt, in der Abwehr dürften wiederum Frank Siersleben und Pit Grundmann vom FC Magdeburg, Bernd Brillat vom BFC Berlin, Eberhard Janotta von Stahl Brandenburg, Mathias Müller von Dynamo Dresden und Lothar Kurbjuweit vom FC Jena auflaufen. Und im Tor wartet eine besondere Überraschung, könnte neben Holger Bahra von Stahl Hennigsdorf und Dieter Schneider von Hansa Rostock auch Entertainer Frank Schöbel zeitweise den Platz einnehmen.
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