Helfende Hände Neutrale Beratung für Senioren und Angehörige

Seit 2016 findet der Aktionstag „Helfende Hände - Älter werden in Frankfurt (Oder)“ im SMC statt. Schirmherr der Veranstaltung ist der Beigeordnete des Amts für Jugend, Soziales und Gesundheit, Jens-Marcel Ullrich (vordere Reihe, 2. v. r.). Fotos (2): Pflegestützpunkt Frankfurt (Oder)
Seit 2016 findet der Aktionstag „Helfende Hände - Älter werden in Frankfurt (Oder)“ im SMC statt. Schirmherr der Veranstaltung ist der Beigeordnete des Amts für Jugend, Soziales und Gesundheit, Jens-Marcel Ullrich (vordere Reihe, 2. v. r.). Fotos (2): Pflegestützpunkt Frankfurt (Oder)

Pflegestützpunkt Frankfurt (Oder) bietet Überblick zu verfügbaren Leistungen / Aktionstag wegen Pandemie in diesem Jahr abgesagt

Seit 2006 findet in der Oderstadt einmal im Jahr der Aktionstag „Helfende Hände - Älter werden in Frankfurt (Oder)“ statt. Menschen jeden Alters können sich hier über Angebote für Senioren und Pflegebedürftige informieren. In diesem Jahr sollte die Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des Beigeordneten für Jugend, Soziales und Gesundheit steht, zum 15. Mal durchgeführt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Organisatoren den Aktionstag jedoch abgesagt und wollen ihn im kommenden Jahr nachholen. „Die Briefe an die Teilnehmer waren zum Teil schon versendet“, erzählt Martina Nikelski, Sozialberaterin beim Pflegestützpunkt Frankfurt (Oder). Die Einrichtung ist die Nachfolgerin der Koordinierungsstelle „Kora - rund ums Alter“. Den Aktionstag hatte die „Kora“ zusammen mit der damaligen Sozialplanerin im Amt für Soziales, Dorothea Zobel, entwickelt.
   
Martina Nikelski ist Sozialberaterin beim Pflegestützpunkt Frankfurt (Oder). Hier gibt es Informationen über Angebote für Senioren und Pflegebedürftige. Foto: Andrea Steinert
Martina Nikelski ist Sozialberaterin beim Pflegestützpunkt Frankfurt (Oder). Hier gibt es Informationen über Angebote für Senioren und Pflegebedürftige. Foto: Andrea Steinert
In enger Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Stadt soll die Veranstaltung einen Überblick geben, welche Leistungen ältere Menschen in Anspruch nehmen können. Wichtige Themen sind dabei Gesundheit und Pflege. Unter den teilnehmenden Ausstellern sind Pflegedienste und Pflegeheime. Sie geben einen Überblick über ihre Angebote und deren Preise. Sanitätshäuser präsentieren Neuigkeiten und informieren darüber, welche Kosten übernommen werden. Die Besucher erhalten aber auch praktische Unterstützung. „Beim letzten Aktionstag hat ein Fachmann Rollatoren geprüft und sich angeschaut, ob sie richtig eingestellt sind“, erzählt Martina Nikelski. Weitere Themen sind das Wohnen im Alter, Steuerberatung für Rentner und Kulturprogramme für Senioren. Anziehungspunkt für Jung und Alt ist jedes Mal ein überdimensionales Organmodell. Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung sollte das Thema „Hören“ sein, das für ältere Menschen ebenso wichtig ist wie für junge Leute. Zusammen mit dem Schwerhörigenverband hatten die Veranstalter einen „Hörbus“ organisiert, in dem geschulte Mitarbeiter Hörtests durchführen. Ein Hörakustiker sollte Besucher über Hörgeräte informieren. Dieses Angebot wird nun erst im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Gesucht wird auch noch ein Sponsor, der die Mietkosten für ein Organmodell übernimmt. In der Vergangenheit wurden die Organisatoren bereits vom Centermanagement des SMC unterstützt, wo der Aktionstag seit 2016 stattfindet.
  
Beim Aktionstag „Helfende Hände“ stellen soziale Einrichtungen ihre Leistungen vor. Besucher können sich einen Überblick über alle Möglichkeiten verschaffen.
Beim Aktionstag „Helfende Hände“ stellen soziale Einrichtungen ihre Leistungen vor. Besucher können sich einen Überblick über alle Möglichkeiten verschaffen.
Martina Nikelski vom Pflegestützpunkt Frankfurt (Oder) stellt oft fest, dass viele Hilfsangebote kaum bekannt sind. Ein Beispiel dafür ist der sogenannte Entlastungsbetrag, den jeder Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 beantragen kann. Auch auf Veranstaltungen der sozialen Einrichtungen muss die Beraterin immer wieder hinweisen. Ältere Menschen, die sich einsam fühlen, macht sie auf die zahlreichen Seniorentreffs aufmerksam. Dort wird ein abwechslungsreiches Programm aus Freizeitbeschäftigung und Informationen geboten. Immer häufiger nachgefragt wird der Hausnotruf, der alleinstehenden Senioren und ihren Angehörigen mehr Sicherheit bietet.

Auf eine ausführliche Beratung müssen Senioren und Angehörige von Pflegebedürftigen trotz der aktuellen Einschränkungen nicht verzichten. Die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunkts sind telefonisch erreichbar. In dringenden Fällen können Betroffene einen persönlichen Gesprächstermin vereinbaren. Die Beratungsräume sind den aktuellen Hygieneregeln entsprechend ausgestattet. Das kostenlose Hilfsangebot ist neutral und an keinen Träger gebunden. Informationen gibt es auch über die Datenbank „Hilfelotse Frankfurt (Oder)“, die bereits von der „Kora“ eingeführt wurde.

Der Pflegestützpunkt Frankfurt (Oder) in der Logenstraße 1 ist telefonisch unter 0335/500969-63 (Sozialberatung) und -64 (Pflegeberatung) zu erreichen. Über www.frankfurt-oder.hilfelotse-online.de kommt man in die Datenbank des Hilfelotsen. (stt)
  

Angebote für Demenzkranke

Nachfrage steigt / Betreuung in Wohngemeinschaften

Die Zahl der Menschen, die dement werden oder an Alzheimer erkranken, steigt. Die Betroffenen können nicht mehr allein leben, doch Angehörige sind mit der Betreuung oft überlastet. Das trifft vor allem dann zu, wenn die Demenz weit fortgeschritten ist. In Frankfurt gibt es mehrere Wohngemeinschaften für Demenzkranke. Die Gruppen bestehen aus acht bis zehn Menschen, die rund um die Uhr von Pflegekräften betreut werden. Zu den Anbietern gehören die Wichern Diakonie und die Wohnungswirtschaft. Die Seniorenwohnanlage „Haus Lena“ in Markendorf und die Seniorenresidenz „Am Gertraudenplatz“ haben in ihren Häusern entsprechende Wohngemeinschaften eingerichtet. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat eine Beratungsstelle für Angehörige von Demenzkranken eingerichtet. (stt)
  
ETL SFS GmbH
Pflege Stützpunkt Frankfurt (Oder)
Diakonie - Evangelische Seniorenzentren „Marthaheim“
Die Johanniter
Sozialstation der Volkssolidarität Frankfurt (Oder) e.V.
Lutherstift