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Jetzt planen im Frühling bauen So klappt die Grundstücksteilung

Der Bebauungsplan zeigt, ob eine Grundstücksteilung möglich ist. Foto: Gabbert/dpa-mag
Der Bebauungsplan zeigt, ob eine Grundstücksteilung möglich ist. Foto: Gabbert/dpa-mag

Ergebnisse der Vermessung und die neue Lage werden im Grundbuchamt eingetragen

Mal angenommen, ein Grundstück ist riesengroß, aber der Eigentümer benötigt längst nicht die gesamte Fläche. Was tun in einem solchen Fall? 

Der Besitzer kann das Grundstück teilen - aber er muss es nicht. „Grundsätzlich kann ein großes Baugrundstück mit mehreren Wohnhäusern bebaut werden“, sagt Inka-Marie Storm, Chefjustiziarin beim Eigentümerverband Haus & Grund in Berlin. Eine Teilung ist hier nicht zwingend nötig. Sie kann aber sinnvoll sein, zum Beispiel wenn das Baugrundstück für das eigene Bauvorhaben zu groß ist und der Eigentümer die Belastungen nur für ein kleineres Grundstück tragen will. Nach der Teilung kann das nicht benötigte Grundstück an Dritte verkauft werden. 

Eine Teilung bietet sich auch an, wenn sich eine Erbengemeinschaft nicht einigen kann, was mit dem Grundstück geschehen soll. Oder ein anderer Fall: Zwei Familien haben sich entschieden, auf einem Grundstück zwei Häuser zu bauen. Eine der Familien will nun verkaufen. „Potentielle Käufer interessieren sich in der Regel mehr für ein eigenes Grundstück als für Miteigentum“, so Storm.

Mit der Teilung lässt sich auch auf anderem Weg Geld sparen. Ein Beispiel: Eltern teilen ein Grundstück und schenken eine der Flächen ihrem Kind. „Mit der Schenkung lässt sich gegebenenfalls ein hoher Grundstückswert steuerfrei übertragen“, erläutert Paul Grötsch, Geschäftsführer des Deutschen Forums für Erbrecht. Egal, was das Motiv ist: Bei der Umsetzung der Teilung ist es nicht damit getan, einfach nach Gutdünken einen Strich durch das Grundstück zu ziehen. „In manchen Fällen muss die Teilung genehmigt werden, etwa durch das Bauamt“, erläutert Martin Thelen von der Bundesnotarkammer in Berlin. Das ist bundesweit notwendig, wenn das Grundstück von einem Umlegungs-, einem Enteignungs-, einem Sanierungsverfahren oder einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme betroffen ist. Je nach Bundesland muss man eventuell noch weitere Genehmigungen einholen.

Durch die Teilung dürfen auch keine sogenannten baurechtswidrigen Zustände entstehen, etwa zu geringe Abstandsflächen. „Dieser Aspekt sollte mit dem Bauamt abgesprochen werden“, rät Thelen. Sobald die Genehmigungsfragen geklärt sind, kann es losgehen: Fachleute vermessen die neuen Grundstücke und beantragen beim zuständigen Kataster- und Liegenschaftsamt eine neue Flurkarte. Darin werden die neuen Grundstücke als Flurstücke aufgenommen.

Wo genau die neuen Grenzen sein sollen, bestimmt zunächst der Eigentümer oder die Eigentümerin. Die Pläne müssen aber abgesegnet werden. Inka-Marie Storm von Haus & Grund stellt klar: „Die geplante Teilung darf nicht den Vorschriften des jeweiligen Bebauungsplans widersprechen.“ Darin sind zum Beispiel die Bauweise und die zulässigen überbaubaren Grundstücksflächen festgelegt.

Die Ergebnisse der Vermessung und die Lage der neu entstandenen Grundstücke gehen ans Grundbuchamt, dort werden die Daten in das Grundbuch eingetragen. „Damit sind die Grundstücksgrenzen amtlich“, so Storm. Für die Grundstücksteilung fallen Kosten an. Die Höhe hängt vom Bundesland ab. Dazu kommen Gebühren beim Grundbuchamt.

Außerdem muss die Vermessungsbehörde oder eine Notarin beziehungsweise ein Notar einen Antrag des Eigentümers auf Grundstücksteilung entwerfen und öffentlich beglaubigen. Die Kosten hierfür hängen vom Wert des zu teilenden Grundstücks ab. (dpa)
   

Gut zu wissen

Neue Farbe fürs Zuhause

Ob rötlicher Sandton oder dunkles Rostrot - die Farbe Terrakotta erlebt derzeit ein Comeback. Gut kombinieren lässt die ganze Farbpalette mit kühlen Tönen wie Blau oder Grün. Auf diese Weise kommt Frische ins Haus, heißt es in der Zeitschrift „Schöner Wohnen“ (Ausgabe Februar 2020). Dunkle Holzböden erden den Look im eigenen Heim, helles Holz oder Grau machen es einfach luftiger. Blümchen, Ornamente, Schnörkel oder Kombinationen mit üppig verziertem Gusseisen passen aus Sicht der Experten eher nicht zu Terrakotta. (dpa)

Hygrometer schützen vor Schimmelbildung

Vor allem feuchte Innenraumluft schlägt sich leicht an den Außenwänden nieder

Ein Hygrometer misst die Feuchtigkeit im Wohnraum in Abhängigkeit von der Lufttemperatur. Foto: Robert Günther/dpa-mag
Ein Hygrometer misst die Feuchtigkeit im Wohnraum in Abhängigkeit von der Lufttemperatur. Foto: Robert Günther/dpa-mag
Normalerweise nehmen wir den Wassergehalt der Raumluft kaum wahr. Sind die Werte aber über längere Zeit extrem tief oder hoch, verändert sich das Klima in unseren Wohnräumen so drastisch, dass der Körper reagiert. „Bei geringer Luftfeuchtigkeit trocknen Schleimhäute und Atemwege aus. Es entsteht Hustenreiz, die Augen brennen“, erklärt Lars Beckmannshagen vom Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt in Hamburg. Ist die Luft dagegen zu feucht, beginnt man zu frösteln. Außerdem beschlagen Außenwände und Fensterscheiben. Auch für das Gebäude hat eine zu hohe Luftfeuchtigkeit Folgen: „Vor allem feuchte Innenraumluft schlägt sich leicht an den Außenwänden nieder, was über längere Zeit zu Schimmel führen kann“, erläutert Alexander Lyssoudis von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Eine Hilfe beim Regulieren ist das Hygrometer, welches die relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen misst. „Liegt sie bei Raumtemperaturen um die 22 Grad zwischen 40 und 60 Prozent, spricht man vom behaglichen Bereich“, erläutert Lyssoudis.

Aber die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum kann schnell stark absinken, vor allem in kalten, klaren Wintern, sagt Beckmannshagen. Beim Lüften kommt dann auch nur kalte trockene Luft herein. „Dann sollte man den Raum aktiv befeuchten, zum Beispiel, indem eine Schüssel mit Wasser auf die Heizung gestellt wird.“ Als Faustregel kann man sich merken: Unter 30 Prozent sollte die Luftfeuchtigkeit nicht liegen. Das andere Extrem sind zu feuchte Räume - etwa Werte von 70 oder 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. „Dann muss der Raum unbedingt gelüftet und dabei Feuchtigkeit entfernt werden“, so Lyssoudis.Aber oft liegen normale und kritische Luftfeuchtewerte nicht weit auseinander. „Bei Überschreitung der 60 Prozent kann sich durchaus an kühlen Stellen schon Schimmel bilden, vor allem, wenn Wärmebrücken vorhanden sind“, erklärt Robert Kussauer vom Bundesverband Schimmelpilzsanierung. Auch Lyssoudis rät: Bei Werten wesentlich über 60 Prozent sollte man reagieren. Um aussagekräftige Informationen über den Feuchtigkeitsgehalt zu bekommen, müssen Hygrometer an den richtigen Stellen im Haus platziert werden. „In Bad oder Küche macht es wenig Sinn, solche Geräte aufzustellen“, erläutert Lyssoudis. „Dort herrscht regelmäßig eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, wenn geduscht oder gekocht wird.“

Nützlich sind Hygrometer aber in allen anderen Räumen, vor allem im Wohnzimmer, Schlafzimmer sowie im Keller. „Man sollte grundsätzlich dort messen, wo die größte Gefahr für eine Schimmelbildung herrscht“, rät Kussauer. Das gilt besonders fürs Schlafzimmer, das oft gar nicht oder nur wenig beheizt ist. „Die Schlafräume sind oft die kältesten Räume im Haus. Stehen dort die Türen auf, zieht Feuchtigkeit aus der Umgebung hinein und setzt sich an den kühlen Wänden ab“, erklärt Beckmannshagen. Er rät daher zu dauerhaft mindestens 16 bis 17 Grad im Schlafzimmer. Auch der richtige Standort im Raum ist wichtig für die Aussagekraft der Messergebnisse. „Das Hygrometer sollte nicht zu dicht am Fenster, an der Heizung sowie an Lüftungsanlagen stehen oder hängen“, empfiehlt Kussauer. „Im Keller könnte es etwa auf Bodenhöhe an einer Ecke angebracht werden, dort sammelt sich die feuchte Luft besonders stark.“ In anderen Räumen stehen die Geräte gut an einem Platz, der etwas entfernt von den Außenwänden ist. (dpa)
    

Tipp

Foto: Klose
Foto: Klose
Ledersofa mit Lotion eincremen

Leder bleibt geschmeidig, wenn man es regelmäßig mit speziellen Lotionen oder Cremes pflegt. Das gilt insbesondere für Sofas in der Nähe von Heizkörpern. So rät der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) Möbel aus Glattleder ein- bis zweimal im Jahr zu pflegen - erst zu reinigen, dann mit Feuchtigkeit über Pflegelotionen oder -cremes zu versorgen. Stehen die Möbel aber in der Nähe eines Heizkörpers oder auf einer Fußbodenheizung, sollte man die Produkte häufiger anwenden. Damit das Leder nicht so schnell reißt. Das gilt auch, wenn die Möbel direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. (Text: dpa)
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