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Unfall? Richtig handeln, Geld sparen! Tipps von Malmström und Dahlmann

Nach einem Autounfall ist oftmals eine Reparatur in einer Fachwerkstatt notwendig. Foto: shutterstock
Nach einem Autounfall ist oftmals eine Reparatur in einer Fachwerkstatt notwendig. Foto: shutterstock

Frankfurter Kanzlei informiert über die Rechte nach Autounfällen / Kostenlose Erstberatung

Was tun, wenn die gegnerische Versicherung nach einem Unfall einfach nicht reagieren will? 

Das Zeitspiel der Versicherer wird bestraft ‒ bei fortgesetztem Schweigen darf geklagt werden. Das OLG Karlsruhe – Urteil vom 27.9.2019, 9 W 37/19, hat hierzu ausgeführt: Hat der Haftpflichtversicherer nach einem Verkehrsunfall auf mehrere Anwaltsschreiben des Unfallgeschädigten nicht reagiert, gibt er damit die Veranlassung zur Erhebung einer Klage. Ein sofortiges Anerkenntnis kommt in diesem Fall im Prozess nicht mehr in Betracht.

Auf die Frage, welche Prüfungsfrist dem Haftpflichtversicherer zuzubilligen war, kommt es in diesem Fall auch nicht mehr an. Denn der Geschädigte kann bei einer fehlenden Reaktion auf mehrere Anwaltsschreiben nicht mehr darauf vertrauen, dass der Haftpflichtversicherer zu einer zügigen Schadensregulierung in der Lage und bereit ist.

Ich hatte einen Glasschaden. Nach der Reparatur in meinem Autohaus wurden die Reparaturkosten erheblich gekürzt. Auf Nachfrage heißt es dann von meiner Kaskoversicherung, das sei der übliche Preis, und mehr werde deshalb nicht erstattet. Ist das zulässig und wer legt fest, was der übliche Preis ist?

Den Maßstab bildet der Kaskovertrag, den Sie mit Ihrem Kaskoversicherer abgeschlossen haben. Es kommt darauf an, was Sie mit dem Kaskoversicherer vertraglich vereinbart haben. Enthält Ihr Kaskovertrag keine Obergrenze, muss Ihr Versicherer die entstandenen erforderlichen Kosten vollständig erstatten. Nur überzogene Ausreißerpreise wären außerhalb des Üblichen und müssten nicht erstattet werden.

Wir betreiben ein Autohaus und müssen immer wieder feststellen, dass die Haftpflichtversicherungen bei Unfallinstandsetzungen oft nicht bereit sind, die Kosten der Probefahrt zu bezahlen.

Ob eine Probefahrt notwendig war, ergibt sich aus dem Schadengutachten. Hat der Sachverständige festgestellt, dass eine Probefahrt durchzuführen ist, ist diese notwendig, erforderlich und die Kosten dafür sind zu erstatten.

Sie können auch nicht darauf verwiesen werden, dass die Probefahrt nichts kosten dürfe. Der BGH hat im Urteil vom 25.09.2018 (Az. VI ZR 65/18) ganz klar festgehalten, dass die Preise vom Unternehmer gemacht werden. „Die Preise der Ersatzteile, die eine markengebundene oder eine freie Fachwerkstatt dem Kunden in Rechnung stellen, werden nach deren eigener Preisgestaltung regelmäßig nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen aufgestellt; sie können sich im Rahmen der unverbindlichen Preisempfehlung der Fahrzeughersteller und/oder ihrer Importeure für Originalersatzteile bewegen, aber auch darüber oder darunter liegen.“ So dürfen Sie als Werkstatt bei Ihrer Preisgestaltung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen entscheiden, den Aufwand der Probefahrt dort zu berechnen, wo er anfällt.

Auch sollten Sie den tatsächlichen Aufwand einer Probefahrt nicht unterschätzen. Ein ständig häufiger werdender Anlass sind die Assistenzsysteme. Funktioniert der abstandshaltende Tempomat bei wechselnden Geschwindigkeiten bis zum Stillstand und das automatische Weiterfahren? Der Fernlichtassistent muss in der Praxis getestet werden, und das im Dunkeln. Der Spurhalteassistent und der Totwinkelwarner müssen nach der Reparatur auch wieder funktionieren, was der Prüfung durch die Probefahrt bedarf.

Autounfall - Nicht ohne Ihre Fachwerkstatt. Sie entscheiden, wer Ihren Schaden repariert und nicht die Versicherung Ihres Unfallgegners.

„Wem nützt es?“, diese Frage sollten Sie sich immer stellen, wenn Ihnen nach einem Unfall die Versicherung des Unfallgegners anbietet, die Reparatur Ihres Unfallschadens in deren Partnerwerkstatt erledigen zu lassen. Lassen Sie sich auf das Angebot der Versicherung Ihres Unfallgegners ein, dann entscheidet die Versicherung des Unfallgegners nicht nur wer, sondern auch wie der Schaden an Ihrem Fahrzeug repariert wird. Sie wissen nicht, welche Qualifikationen die von der Versicherung vermittelte Werkstatt hat. Sie wissen nicht, welche Teile verbaut werden. Auch wissen Sie nicht, mit welcher Qualität die Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden. Sie vertrauen allein auf die Versprechen der Versicherung Ihres Unfallgegners. Sie dürfen dabei nicht vergessen, dass es die Versicherung Ihres Unfallgegners ist, die den Schaden an Ihrem Fahrzeug bezahlen muss und dabei so viel Geld wie möglich einsparen will. Die maximalen Einsparungen werden dadurch erzielt, wenn Sie den Unfallschaden in der von der Versicherung Ihres Unfallgegners vermittelten Werkstatt reparieren lassen. Hier entscheidet die Versicherung Ihres Unfallgegners rigoros und allein nach deren wirtschaftlichen Interessen, welche Arbeiten und welche Ersatzteile für die Unfallinstandsetzung bezahlt werden. Allein an diese Vorgaben hat sich die Werkstatt, die Ihnen von der Versicherung Ihres Unfallgegners vermittelt wurde, zu halten. Ihre Interessen bleiben außen vor.

Autounfall – Nie ohne den unabhängigen Kfz-Sachverständigen.

Wenn es gekracht hat, dürfen Sie als Unfallopfer den Sachverständigen Ihrer Wahl beauftragen. Was er ermittelt, muss die gegnerische Versicherung bezahlen. Um nach einem unverschuldeten Unfall den entstandenen Schaden zur Beweissicherung zu dokumentieren, die Schadenshöhe objektiv zu bestimmen und eine Wertminderung zu ermitteln, dürfen Sie den Sachverständigen Ihrer Wahl beauftragen. Die Kosten für den Kfz-Sachverständigen, den Sie beauftragen, gehören zum Schaden und können bei einem Haftpflichtschaden gegenüber der Versicherung Ihres Unfallgegners geltend gemacht werden, sofern nicht offensichtlich ist, dass es sich um einen Bagatellschaden handelt. Ob dies der Fall ist, wird Ihnen der Sachverständige Ihrer Wahl erklären.

Der von Ihnen beauftragte Gutachter ist unverzichtbar. Die Angebote der Versicherer, eigene Mitarbeiter oder eigene Gutachter zu schicken, versprechen zwar eine bequeme Abwicklung, es bleibt aber die begründete Sorge, dass diese Gutachter den Schaden für die Versicherung Ihres Unfallgegners „kleinrechnen“.

Lassen Sie sich nach einem Unfall von niemandem einschüchtern. Sie haben das Recht, den Schaden an Ihrem Fahrzeug von dem von Ihnen beauftragten Schadensgutachter begutachten zu lassen. Nach einem Verkehrsunfall ist die objektive, präzise und sorgfältige Beurteilung des Fahrzeugschadens entscheidend. Das erstellte Kfz Gutachten ist die Regulierungsgrundlage und macht sich so unmittelbar bezahlt. Nur bei dem von Ihnen beauftragten Sachverständigen können Sie sich auch sicher sein, dass alle für die Beweissicherung und Schadenregulierung relevanten Fakten berücksichtigt werden.

Dabei darf auch nicht vergessen werden, dass Sie als Geschädigter mitunter auch Anspruch auf Ersatz der Wertminderung haben. Diese Ansprüche fallen bei der bequemen Abwicklung leicht unter den Tisch. Bitte beachten Sie, wer sich einmal auf den Gutachter der gegnerischen Versicherung eingelassen hat, muss bei späteren Zweifeln ein zweites Gutachten selbst bezahlen. Deshalb immer gleich zu Ihrem Sachverständigen.

Die Kosten für die Tätigkeit der Kanzlei Malmström & Dahlmann trägt bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall die gegnerische Versicherung. Die Kanzlei Malmström & Dahlmann bietet Ihnen darüber hinaus exklusiv nach einem Verkehrsunfall die kostenlose Erstberatung an. So erfahren Sie schnell und umfassend, welche Ansprüche Ihnen zustehen. Im ersten kostenlosen Gespräch wird Ihnen erklärt, welche Ansprüche Sie haben, wie Sie weiter vorgehen und wie Sie Ihre Ansprüche bestmöglich durchsetzen können.

Die Kanzlei Malmström & Dahlmann erreichen Sie unter Tel. (0335) 545461 oder unter: mail@anwalt-ffo.de

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