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Steuertipps • Was ist neu?

Freibeträge und Pflichten 2020

   


15.02.2021

Zeit für die Steuererklärung 2020. Da aufgrund der Pandemie viele Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld bekommen haben, sind auch mehr Beschäftigte verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben - alle die mehr als 410 Euro Lohnersatzleistungen bekommen haben. Was bei der Steuererklärung für 2020 zu beachten ist:

• Höhere Freibeträge: Der steuerliche Grundfreibetrag ist 2020 von 9168 Euro auf 9408 Euro gestiegen. Zudem ist der Kinderfreibetrag um 192 Euro gestiegen. Bei gleichbleibendem Betreuungsfreibetrag beträgt er für 2020 exakt 7812 Euro pro Kind und Jahr (2019: 7620 Euro). Wer alleinerziehend ist und mindestens ein Kind bei sich wohnen hat, profitiert von einem steuerlichen Entlastungsbetrag von 4008 Euro (zuvor: 1908 Euro). Für jedes weitere Kind erhöht sich der Entlastungsbetrag, und zwar um jeweils 240 Euro.

• Neue Homeoffice-Pauschale: Ihren Arbeitsplatz haben viele Menschen wegen der Corona-Pandemie nach Hause verlagern müssen. Bei ihrer Steuererklärung für 2020 können sie nun die sogenannte Homeoffice-Pauschale geltend machen. Für jeden Arbeitstag in der häuslichen Wohnung können sie einen Betrag von fünf Euro als Werbungskosten angeben - maximal aber 600 Euro im Jahr. Die Homeoffice-Pauschale gibt es nicht zusätzlich zum Werbungskostenpauschbetrag. Daher ist sie für jene von Vorteil, die Werbungskosten von über 1000 Euro haben.

Bei Arbeitstagen im Homeoffice entfällt indes die Pendlerpauschale, da es keine Fahrten zur Arbeitsstätte gab.

• Kurzarbeitergeld: Wer 2020 Kurzarbeitergeld bekommen hat, zahlt darauf selbst keine Abgaben. Allerdings unterliegt das Kurzarbeitergeld dem Progressionsvorbehalt. Das führt dazu, dass das Kurzarbeitergeld den Steuersatz für die übrigen Einkünfte erhöht. Aber: Daher ist in einigen Fällen eine Steuernachzahlung möglich. Etwa dann, wenn der Arbeitnehmer weniger Wochenstunden gearbeitet hat und sein Lohn mit Kurzarbeitergeld aufgestockt wurde.

• Höhere Pauschalen: Steuerzahler können seit dem 1. März 2020 eine höhere Umzugskostenpauschale geltend machen. Die Pauschale steigt für Singles auf 820 Euro (zuvor: 811 Euro), für Verheiratete oder Alleinerziehende auf 1639 Euro (zuvor: 1622 Euro).

Außerdem gibt es höhere Verpflegungspauschalen bei Dienstreisen: Wer mehr als acht Stunden am Tag dienstlich unterwegs war, kann pro Tag in der Steuererklärung 14 Euro (vorher: 12 Euro) angeben. Bei einer Dienstreise, die an einem Tag mindestens 24 Stunden dauerte, können 28 Euro (vorher: 24 Euro) geltend gemacht werden.

Seit 2020 gibt es zudem eine Übernachtungspauschale für Berufskraftfahrer. Sie können für den An- und Abreisetag sowie für jede Übernachtung im Lkw acht Euro pro Arbeitstag in ihrer Steuererklärung als Werbungskosten eintragen. (dpa)
  

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