Recht & Steuern

Fake-Anrufe: So schützen Sie sich und Ihre Daten

02.10.2025
Kriminelle Anrufer üben am Telefon oft Druck aus, um an sensible Daten zu gelangen. Der beste Schutz: einfach auflegen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag
Kriminelle Anrufer üben am Telefon oft Druck aus, um an sensible Daten zu gelangen. Der beste Schutz: einfach auflegen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag

Bank-Probleme, Paypal-Pannen, Datenlecks: Solche und andere Schlagzeilen nutzen Kriminelle gerne aus, um selbst Kasse zu machen. Denn ist die Unsicherheit in der Bevölkerung groß, verfangen die Maschen besonders gut.

Betrüger geben sich dann zum Beispiel am Telefon gerne als Bankmitarbeiter oder Beschäftigte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) aus, beobachtet der Bundesverband deutscher Banken (BdB). Ziel: an Zugangsdaten und das Ersparte von Verbraucherinnen und Verbraucher zu gelangen.

Damit es für Sie kein böses Erwachen gibt, hat der BdB einige Tipps, die vor unberechtigten Zugriffen, Missbrauch und Reinfällen schützen:

Misstrauen Sie angezeigten Rufnummern: Kriminelle können die Rufnummernanzeige auf Displays mühelos manipulieren. Lassen Sie sich daher nicht in die Irre führen, falls tatsächlich die Nummer Ihrer Bank angezeigt werden sollte. Legen Sie lieber auf und wählen Sie selbst die Ihnen bekannte Nummer Ihrer Bank, um zu prüfen, ob es auch wirklich diese ist, die angerufen hat.

Lassen Sie niemanden von außen auf Ihr Smartphone oder Ihren PC zugreifen: Mit sogenannten Fernwartungssoftwares können Betrügerinnen und Betrüger die Kontrolle über Ihr Gerät übernehmen. Wird ihnen am Telefon also auf diese Weise Hilfe angeboten, sollten alle Alarmglocken schrillen.

Klicken Sie niemals irgendwelche Links aus Mails oder Kurznachrichten an: Das kann ein Versuch sein, mit Hilfe von Phishing oder Installation einer Schadsoftware Ihre Daten auszuspähen.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen: Kriminelle überlegen sich die wildesten Szenarien, um Angerufene davon zu überzeugen, genau das zu tun, was sie wollen. Lassen Sie sich davon nicht einschüchtern auch nicht, wenn mit Kontosperrung oder finanziellen Einbußen gedroht wird. Legen Sie einfach auf.

Geben Sie keine persönlichen Daten preis: Ihre Bank wird niemals irgendwelche PINS oder TANs von Ihnen abfragen. Aber auch mit der Angabe von Konto- und Kartendaten, Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten sollten Sie sparsam umgehen. Überlegen Sie vorab, ob diese Daten für den von Ihnen gewünschten Vorgang wirklich benötigt werden.

Prüfen Sie regelmäßig Kontobewegungen: unberechtigte Abbuchungen, ungewöhnliche Transaktionen? Fallen Ihnen solche und andere Ungereimtheiten auf, wenden Sie sich direkt an die Bank.
dpa


Steuern sparen durch Schenkung

Nießbrauchrechner

Vermögen schon zu Lebzeiten übertragen und Beschenkten damit Schenkung- oder Erbschaftsteuer sparen? Mit dem sogenannten Nießbrauch geht das. Wenn sich Schenkende diesen vorbehalten, sind sie zwar nicht mehr Eigentümer ihres Vermögensgegenstandes, sie sind aber weiterhin Nutznießer. Bei einem frühzeitig übertragenen Wertpapierdepot etwa erhalten sie weiterhin die Erträge. Die Last des Nießbrauchs senkt für Beschenkte die Steuerlast.

Unternehmen aus der Region

Wie groß dieser Steuervorteil ausfällt, ist von Einzelfall zu Einzelfall verschieden. Dieser hängt unter anderem davon ab, in welchem Verwandtschaftsverhältnis. Schenker und Beschenkte stehen, wie alt der Schenkende ist und welches Geschlecht er hat. Grundsätzlich gilt: Je früher Vermögen übertragen wird, desto größer der Vorteil.

Wer es geauer wissen will, kann zum Beispiel den Nießbrauchrechner des Deutschen Instituts für Altersvorsorge nutzen. Unter Eingabe einiger Daten errechnet dieser, wie groß der Wert eines Wertpapierdepots sein kann, das steuerfrei übertragen werden soll.
dpa