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Urlaub auf zwei Rädern Radtourismus wächst - Radreiseanalyse 2019

Urlaub mit dem Rad erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Laut Adfc waren im letzten Jahr 27 Prozent mehr Fahrradurlauber unterwegs als 2017. In Brandenburg ist das Seenland Oder-Spree bei urlaubenden Radlern besonders gefragt. Foto: adfc
Urlaub mit dem Rad erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Laut Adfc waren im letzten Jahr 27 Prozent mehr Fahrradurlauber unterwegs als 2017. In Brandenburg ist das Seenland Oder-Spree bei urlaubenden Radlern besonders gefragt. Foto: adfc

Der Weser-Radweg überholt den Langzeit-Favoriten Elberadweg als beliebtester deutscher Radfernweg. Und: Im letzten Jahr waren 27 Prozent mehr Radreisende unterwegs als 2017. Das zeigt die Adfc-Travelbike-Radreiseanalyse 2019, die der Fahrradclub auf der letzten ITB Berlin vorgestellt hat.

Adfc-Tourismusexpertin Louise Böhler erklärte: „Dass der Weser-Radweg nun erstmals auf Platz eins der beliebtesten Radfernwege Deutschlands landet, ist kein Zufall. Die Betreiber haben viel in die Wegequalität investiert, den Streckenverlauf optimiert und ihr Produkt intensiv vermarktet. Radfahrende wollen auch im Urlaub auf gut ausgebauten, breiten Radwegen unterwegs sein. Sie wünschen sich sichere Infrastruktur, gute Beschilderung, leicht verfügbare Informationen über die Route und – nicht zuletzt – ein einmaliges Reiseerlebnis. All das bietet der Weser-Radweg.“ Auf Platz zwei und drei im Ranking der beliebtesten Radfernwege folgen der Elberadweg und der Ruhrtal-Radweg. Neu zogen der Bodensee-Radweg und der Bodensee-Königsee Radweg in die Top 10 ein. Vier der ersten fünf Plätze sind als Adfc-Qualitätsradrouten ausgezeichnet. Als beliebteste Radregion wurde Bayern ausgezeichnet, gefolgt vom Münsterland. Neu eingestiegen sind das Weserbergland, das Elbtal und die Eifel.

Adfc-Bundesvorstand Frank Hofmann erklärte: „Der Konkurrenzdruck für Radfernwege und Radregionen ist hoch: Urlauber bleiben dem Fahrrad treu, fahren aber selten drei Mal die gleiche Strecke hintereinander. Radtouristen wollen Neues erradeln! Deshalb müssen Betreiber im Marketing wirklich kreativ werden.“ Seit Jahren wächst der Radtourismus: 2016 waren 5,2 Millionen Radreisende unterwegs. Während im Jahr 2017 erstmals die Zahl der Radurlauberinnen und Radurlauber gesunken war, stieg sie im letzten Jahr wieder deutlich an. Dabei ist Deutschland als Ziel der absolute Liebling: 70 Prozent der für 2019 geplanten Radurlaube sollen im Inland stattfinden. Die meisten Radurlauberinnen und Radurlauber – 88 Prozent – planen ihre Touren selbst. Bei der Planung wird das Internet immer wichtiger, Karten, Empfehlungen, Reiseführer bleiben aber weiter relevant. Auch 2018 setzt sich der Trend zum Elektrofahrrad fort. Rund ein Viertel der Radurlaubenden fährt mit E-Bikes, 2017 waren es 18 Prozent.

In diesem Jahr zeichnete der Adfc neun Radfernwege und drei Rad-Reise-Regionen als radtouristisch besonders wertvoll aus. Seenland Oder-Spree, Schlosspark im Allgäu und Chiemsee-Chiemgau wurden als Adfc-Rad-Reise-Regionen ausgezeichnet. Neu unter den Adfc-Qualitätsradrouten ist die Venn-Eifel-Mosel-Runde, alle anderen Routen und Regionen wurden erneut ausgezeichnet. Um die Qualität im Radtourismus für Urlauber transparent zu machen, vergibt der Adfc seit 2006 Qualitätsauszeichnungen für Radfernwege und seit 2013 für Radregionen.

Kriterien für eine Klassifizierung mit bis zu fünf Sternen sind eine Länge von mindestens 100 Kilometern und ein zentraler Ansprechpartner für das Qualitätsmanagement. Bei der Bewertung spielen Wegweisung, Oberfläche, Verkehrssituation und Serviceleistung entlang der Strecke die zentrale Rolle.

Die Auszeichnung der Strecken gilt für drei Jahre und kann danach auf Wunsch des Betreibers erneut beim Adfc beantragt werden. (adfc)

Deutschlandfahrt für Tourenfahrer

Vom 30. August bis 1. September in Mittelfranken

Foto: dekra
Foto: dekra
Mit der Deutschlandfahrt des Bundesverbandes der Motorradfahrer (BVDM)) werden jedes Jahr auf den schönsten Motorradstraßen neue und abwechslungsreiche Landschaften, fernab der großen Ballungsräume und Verkehrsströme „erfahren“. Seit 1976 richtet der Motorradfahrerverband die Deutschlandfahrt aus. Bis 1981 fand sie mit rund 30 Kontrollen in der kompletten Bundesrepublik statt und hatte den Nürburgring als Zielpunkt. Dort fand dann auch noch das Acht-Stunden-Rennen statt, welches von unseren Mitgliedern als Highlight angeschaut werden konnte. Seit 1084 wird die Deutschlandfahrt jedes Jahr auf eine Region begrenzt. Die Fahrzeit wurde auf 17 Stunden in zwei Tagen reduziert.

In den letzten Jahren war immer wieder jemand aus dem Kreis der engagierten, langjährigen Teilnehmer bereit, die Ausarbeitung der Tour zu übernehmen und damit den anderen die schönsten Ecken seiner Heimat zu zeigen. Sowohl die Art der Kontrollpunkte als auch die Fragen, die vor Ort zu lösen sind, tragen dadurch nicht immer die gleiche Handschrift. Auf diese Weise gelingt es, mit dem Motorrad immer neue interessante Gegenden Deutschlands zu erleben. Die nächste zweitägige Motorradtour findet vom 30. August bis 1. September 2019 in Franken statt und umfasst die Regionen Hohenlohe, Bauland, Steigerwald und Frankenhöhe. (bvdm)
   
Thomas Wilke
Scheffler Gartentechnik
Bahros Bike Bude
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