Auch am Eck Erich-Weinert-/Johannes-R.-Becher-Straße hat die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) ihrem Namen alle Ehre gemacht. Hier entstanden zwei Vier-, sechs Drei- und 16 Zwei-Raumwohnungen. Damit ist das gesamte „Dichtereck“-Projekt vollendet.


Der Baukörper ist anders als die beiden, die zum Eck Heinrich-Heine-/Erich-Weinert-Straße hin errichtet wurden. Allen gemein ist aber die Kunst am Bau. Sehr originell sind die Details am neuen Kunstgiebel. Auf gemalten Bücherrücken sind die Namen der am Projekt beteiligten Firmen verewigt.
Zudem macht die PWG hier indirekt auf ihr diesjähriges Jubiläum aufmerksam. In einem auf den 1. Juli 1991 datierten Schreiben in der dargestellten Schreibmaschine steht: „Sehr geehrte Mieter, wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass sich am heutigen Tage die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft gegründet hat“.
Das städtische Unternehmen befindet sich aktuell in seinem 35. Jahr. Sein jüngster Neubau bietet wie die anderen im „Dichtereck“ barrierearme Wohneinheiten, die mit Fernwärme geheizt werden, Balkone, Aufzug, moderne Bäder etc. allerdings keine Keller. Aus Kostengründen hat die PWG auf Unterkellerung verzichtet und im Erdgeschoss Abstellräume für jede Mietpartei geschaffen.




Wie für Fahrräder besteht auch für Mülltonnen ein eigenes Objekt im Hof. Kraftfahrer haben Stellplätze. Blickig zeigt sich die PWG mit unter einem Parkbereich verlegten Leerrohren. Sollte jemand in ein E-Auto investieren wollen, ist hier die Schaffung einer Ladestation denkbar unkompliziert. Bislang liegt die Nachfrage bei Null.
Die Gesamtkosten für Haus 3 (Johannes-R.-Becher-Straße 1) belaufen sich auf rund 5,7 Millionen Euro. Es wird seit November bewohnt. Im Hof laufen gestalterische Restarbeiten. Hier kommen noch Sitzgelegenheiten für Mieter und Spielgeräte für Kinder hinzu. Im Haus selbst sind die 24 Wohnungen zunächst über das Treppenhaus oder den Fahrstuhl und sodann über Laubengänge zu erreichen. In Summe verfügt der Neubau über eine Wohnfläche von 1.700 Quadratmetern und ist daher um einiges größer als die zuerst errichteten Zwillingshäuser. Beide zusammen bieten rund 1.660 Quadratmeter.




Die Wohnungen waren schnell vergeben, nicht nur, weil sie attraktiv, sondern auch bezahlbar sind. Die Kaltmiete bewegt sich zwischen 8 und 10 Euro. Alle Gebäude im „,Dichtereck“ erfüllen mindestens den KfW-40Standard, was für hohe Energieeffizienz spricht. Das senkt im Vergleich zu herkömmlichen Wohnungen die Heizkosten.
Von René Wernitz


