Einweihung Montessori Kinderhaus in Neuruppin Mehr Platz im neuen Kinderhaus

Die Kinder sollen spielend lernen, so sieht es das Montessori-Konzept vor. Die Ausstattung im Kinderhaus zeigt die Vielfalt der spielerischen Möglichkeiten. Foto: Wolter
Die Kinder sollen spielend lernen, so sieht es das Montessori-Konzept vor. Die Ausstattung im Kinderhaus zeigt die Vielfalt der spielerischen Möglichkeiten. Foto: Wolter

Montessori erweitert in Neuruppin Betreuungskapazitäten für Vorschulkinder

Neuruppin. Auf eine große Einweihungsfeier wird für das neue Kinderhaus der Montessori-Schule in Neuruppin wegen der gegenwärtigen Corona-Pandemie verzichtet. Dennoch war die Freude groß, als die Kinder im August das neue Haus in Besitz nehmen konnten. Insgesamt 111 Mädchen und Jungen im Alter von einem bis zu sechs Jahren können laut Birgit Reichel, stellvertretende Geschäftsführerin der IBiS-GmbH, im Kinderhaus betreut werden.

Im alten Kinderhaus reichte die Kapazität nur für etwa 80 Kinder. Dieses Gebäude wird künftig als Hort dienen. „Mit dem Neubau verfolgten wir zwei Ziele“, sagte Birgit Reichel. „So wollten wir einerseits der Stadt Neuruppin entgegenkommen, denn bekanntlich sind die Kita-Plätze dort knapp. Und zum anderen richten wir uns mit der Erweiterung der Kapazitäten auf einen größeren Bedarf in den kommenden Jahren ein.“

Das Kinderhaus dient der Betreuung der Mädchen und Jungen bis zum Schuleintritt. Hier kommt bereits das pädagogische Konzept der Montessori-Schule zum Tragen, dass darauf abzielt, Kinder von früh auf zu selbständigen Persönlichkeiten heranzuziehen.

Das Grundprinzip der Montessori-Schule lautet: Lernen soll Spaß machen. Die Montessori-Pädagogik lässt sich davon leiten, dass Kindern eine natürliche Neugier zu eigen ist. Diese gelte es für das Lernen zu nutzen. Die Erzieherinnen in den Montessori-Kinderhäusern bereiten den Mädchen und Jungen ihre Umgebung so vor, dass sie ihren Wissensdurst stillen und spielerisch lernen können. Offene Arbeit, Musik- und Sprachangebote spielen dabei eine wichtige Rolle.

Den Kindern soll Raum gelassen werden, sich selbst zu entdecken und auszuprobieren. Das heißt, dass die Kinder individuell lernen können, wobei sie das Lerntempo selbst bestimmen. Jedes Kind soll Baumeister seiner selbst sein. Von den Erziehern/- innen bekommt es die Unterstützung, die es beim Lernen braucht. Die Erwachsenen fungieren als ständige Beobachter und Begleiter, deren Aufgabe es ist, die Umgebung des Kindes so vorzubereiten, dass dieses in seiner Entwicklung maximal gefördert werden kann.

„Entscheidend für das Montessori-Konzept ist, dass die Eltern dieses mittragen. Nur so lässt sich diese anspruchsvolle Pädagogik über alle Altersklassen hinweg umsetzen“, betont Birgit Reichel.
     
Christian Kolbow Tischlerei
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