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Eröffnung Begegnungsstätte und Sozialstation Ältere Menschen aus der Isolation holen

Das älteste Haus von Rheinsberg in der Kirchstraße 1, wurde 2004 saniert und es leben dort in den insgesamt 13 Wohnungen pflegebedürftige Menschen der pro Seniorenpflege. Bis zu der neu errichteten Begegnungsstätte auf dem Hof haben es die Senioren nicht weit. Fotos (3): Inez Bandoly
Das älteste Haus von Rheinsberg in der Kirchstraße 1, wurde 2004 saniert und es leben dort in den insgesamt 13 Wohnungen pflegebedürftige Menschen der pro Seniorenpflege. Bis zu der neu errichteten Begegnungsstätte auf dem Hof haben es die Senioren nicht weit. Fotos (3): Inez Bandoly
15.10.2018

Neue Begegnungsstätte und Sozialstation in Rheinsberg / Senioren steht größere Räumlichkeit für regelmäßige Veranstaltungen zur Verfügung

Rheinsberg. Der Verein „Pro Seniorenpflege im Land Brandenburg“ hat in Rheinsberg seine Einrichtungen erweitert. Jüngst entstand eine neue Begegnungsstätte und Sozialstation in der Kirchstraße 1.

Kurze sichere Wege, frische helle Farben und duftende Pflanzen: Die Anbauarbeiten für die neue Begegnungsstätte Pro Seniorenpflege in der Rheinsberger Kirchstraße 1 sind abgeschlossen. Aus gegebenem Anlass hatten der Verwaltungsleiter Detlef Liebisch und Einrichtungsleiterin Diane Borchert zusammen mit Gästen, mit den am Bau beteiligten Firmen, den Mitarbeitern und natürlich den Bewohnern der Pro Seniorenpflege gefeiert. Vor drei Wochen wurde auf die Eröffnung der Begegnungsstätte für Senioren und der Sozialstation Rheinsberg angestoßen. Inzwischen nutzen die Bewohner des Hauses sowie viele ältere Menschen von außerhalb dort das vielfältige Angebot in der neuen Einrichtung mit dem 50 Quadratmeter großen Raum. Zwei Lichtkoppeln lassen das Tageslicht von oben herein. Alles strahlt eine gewisse Wärme zum Wohlfühlen aus. Die Veranstaltungspläne sind fertig. Regelmäßig gibt es an den Wochentagen Montag bis Freitag Angebote wie Kaffeekränzchen mit Geschichten aus früheren Zeiten, Gymnastik, Gesellschaftsspiel oder Sprechstunden „Ein offenes Ohr für Angehörige“. Noch vor einigen Jahren stand an diesem Platz auf dem Hof ein ehemaliger Schuppen und die Veranstaltungen der Pro Seniorenpflege für die Senioren fanden seit 2011 im unteren Raum des Hauses der Kirchstraße 1 statt. Dieser war klein und wirkte eher ungemütlich. Heute nutzen 16 Mitarbeiter der Sozialstation diesen Raum, während die Leiterin Karina Erler, ihr Büro im neuen Gebäudetrakt bezog.

In der neue Begegnungsstätte der pro Seniorenpflege in Rheinsberg Kirchstraße 1. Leiterin Diane Borchert, Karina Erler und Diana Neubauer-Tomschin (von links).
In der neue Begegnungsstätte der pro Seniorenpflege in Rheinsberg Kirchstraße 1. Leiterin Diane Borchert, Karina Erler und Diana Neubauer-Tomschin (von links).
Das Fachwerkhaus, Kirchstraße 1, steht direkt neben der St. Laurentius-Kirche. Es zählt zum ältesten Gebäude der Prinzenstadt und steht unter Denkmalschutz. Heute noch ist dort die Schwarzküche zu sehen. Es diente einst auch als Schule, erinnern sich vor allem die älteren Bewohner der Stadt. Nach der Sanierung und Restaurierung des Hauses im Jahre 2004 bezogen pflegbedürftige Menschen die insgesamt 13 Wohnungen der Pro Seniorenpflege. Diese Wohnungen sind altersgerecht und haben große Bäder.

Die neue Begegnungsstätte pro Seniorenpflege auf dem Hof Kirchstraße 1. Foto: Inez Bandoly
Die neue Begegnungsstätte pro Seniorenpflege auf dem Hof Kirchstraße 1. Foto: Inez Bandoly
2016 stand für die Pro Seniorenpflege ein größerer Raum für die Veranstaltungen auf dem Plan. Daraufhin folgte im März 2017 der Abriss des alten Schuppens auf dem Hof. „Anfangs lief alles nach Plan“, sagte Dr. Reinhard Zeiler, Rheinsberger Architektur und Ingenieur GbR (RAI). Er berichtet, dass sich beim Abbau der alten Abstellräume plötzlich eine Mauer zeigte, welche sich 40 Zentimeter vor der eigentlichen Grundstücksgrenze befand. Diese durfte nicht abgerissen werden und es hieß den Denkmalschutz generell zu berücksichtigen. Immerhin befindet sich das Grundstück im Sanierungskerngebiet der Prinzenstadt. Die Bauleute buddelten diese Mauer vorsichtig aus, da die Gefahr des Einsturzes bestand. Unter großen zeitlichen und auch finanziellem Aufwand wurde die Bestandsmauer letztendlich stabilisiert und unten betoniert. „Auf einer grünen Wiese bauen ist einfacher“, so der Architekt und sprach den Bauherren der Pro Seniorenpflege ein große Anerkennung aus.

Heute präsentiert sich der Innenhof des Gebäudekomplexes als ein wahres Kleinod. Über zwei Eingänge ist dieser erreichbar, einmal von der Seite des Gotteshauses und dazu von der Seestraße des Ortes. Liebevoll angepflanzte Blumen und Sträucher, eine robuste Sitzecke aus Holz, laden zum Verweilen ein. Die dort lebenden Bewohner schätzen ihr zu Hause. Ihre Wege zur neuen Begegnungsstätte mit Lichtkuppeln im Dach führen nicht über Kopfsteinpflaster, sind barrierefrei und übersichtlich. Bautechnisch gesehen ist das neue Gebäude ein ungeregelter Sonderbau. Diese Begegnungsstätte bietet der Öffentlichkeit Zugang und stellt daher erhöhte Brandschutzanordnungen, welche erfüllt wurden. Auch wenn es eine Belastung für die Bewohner war, hatten sie sich mit den Bauarbeiten bestens arrangiert. Als Dankeschön und Entschädigung für den Lärmpegel bekamen sie vom Bauträger einen Sitzgarnitur gesponsert. (iby)
Pro Seniorenpflege im Land Brandenburg e. V.
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