Ostern und „Faust“ richtig, da war mal was! Viele Jahre haben die Uckermärkischen Bühnen Schwedt ein Osterspektakel mit dem Goethe-Klassiker veranstaltet. Inzwischen gibt es das zwar nicht mehr, aber auf „Faust“ brauchen Kulturfreunde in diesem Jahr auch nicht zu verzichten. Im Sommer lädt nämlich die Uckeroper wieder zu einer neuen Inszenierung, diesmal erneut in komprimierter Form als „Fokussiert“-Ausgabe, ein. Rundbühne, kleines Ensemble, das Publikum ganz nah dran – das wird die Produktion einmal mehr ausmachen. Im Zentrum stehen die Oper von Charles Gounod und das bekannte Drama von Goethe, die neu arrangiert und in einer Fassung zusammengebracht werden. Im Mittelpunkt steht auch in der von den Opernmachern aus Angermünde erdachten Inszenierung der verzweifelte Gelehrte Faust, der zwar alles weiß und dennoch ohne Sinn lebt. Für das Versprechen der Liebe verwettet er seine Seele an den Teufel, doch ein Happy End wird es für ihn, seine Geliebte Gretchen und nicht zuletzt für das gemeinsame Kind nicht geben. Mit der Auswahl des Goethe-Klassikers nehmen sich die Profis rund um den Opernregisseur Holger Müller-Bran-des zwar dieses Mal keinen ganz unbekannten Stoff vor, gerade aber die Opernmelodien dürften jedoch nur wenige Menschen kennen. In der Vorlage aus der Mitte des 19. Jahrhunderts steht im Gegensatz zu Goethes literarischem Werk die Liebe von Faust und Gretchen deutlicher im Vordergrund. Und: „Faust“ ist auch in dieser neuen Fassung brandaktuell, schließlich ist der Menschheit heute so viel Wissen wie nie zugänglich und dennoch scheint sie verlorener denn je.
Tickets für die Ucker Oper, die in diesem Sommer zu sieben Aufführungen einlädt, gibt's bereits im Onlineshop der Opernmacher (www. uckeroper.de ). Premiere ist am 10. Juli im Dominikanerkloster Prenzlau. In Angermünde finden zwei Aufführungen am 25. und 26. Juli statt. Das Opern-Finale findet am 20. September in Schwedt am Theater statt.


